Samstag, 21. Januar 2017


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IHK-Umfrage zu Asylbewerbern und Flüchtlingen

Wirtschaft zeigt Ausbildungsbereitschaft

(lifePR) (Heidenheim, ) Die regionale Wirtschaft ist bereit, Asylbewerber und Flüchtlinge in Berufen in Industrie, Handel und Dienstleistung auszubilden. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der IHK Ostwürttemberg, nach der über 90 Prozent der befragten Unternehmen bereit sind, den Menschen die Integration über den Beruf zu ermöglichen. Parallel dazu meldeten diese Unternehmen noch weitere 30 freie Ausbildungsplätze zum Ausbildungsstart 2015.

Rund zwei Drittel der befürwortenden Unternehmen erklärten ihre Bereitschaft mit einem uneingeschränkten "Ja" zur Ausbildung von Asylbewerbern, die restlichen sind unter gewissen Voraussetzungen dazu bereit. Hauptargumente hierfür sind die Sprachkenntnisse und die Sicherheit über den Verbleib der Menschen. "Vor dem Hintergrund weiter ansteigender Zahlen von Asylbewerbern und Flüchtlingen in den Landkreisen der Region ist das ein wichtiges und positives Signal", sagt Michaela Eberle, Volkswirtschaftsreferentin der IHK Ostwürttemberg. Rund ein Viertel der Bevölkerung in Ostwürttemberg verfügt über einen Migrationshintergrund. Zudem verbuchte die Region in den letzten Jahren landesweit den höchsten Wanderungssaldo an ausländischer Bevölkerung. Michaela Eberle: "Die breite Zustimmung unserer Wirtschaft resultiert deshalb sicher auch daher, dass rund 85 Prozent der befragten Unternehmen bereits Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigen.

Wirtschaft kann Ausbildungsplätze besetzen - mit verstärkter Akquise

Die Umfrage beinhaltete ebenso generelle Fragen zur Ausbildungssituation in Ostwürttemberg. Demnach kann knapp die Hälfte der befragten Unternehmen den Bedarf an Auszubildenden derzeit noch decken. "Das zeigt wiederum, dass der Wirtschaft vor Ort die Integration der Menschen über den Beruf nicht aufgrund Bewerbermangel, sondern darüber hinaus und längerfristig wichtig ist", so Michaela Eberle. Denn mit 60 Prozent sieht die Mehrheit der Befragten die Zuwanderung als sehr wichtig oder wichtig für die künftige Fachkräftesicherung in der Region.

40 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen können ihre Ausbildungsplätze mittlerweile nur mehr durch verstärkte Akquise besetzen. 16 Prozent verfügen nicht über eine ausreichende Anzahl von Bewerbungen, um den Bedarf an Auszubildenden abzudecken. André Louis, Leiter der IHK-Berufsausbildung: "Derzeit sind uns insgesamt noch 70 offene Ausbildungsplätze zum Start im September 2015 gemeldet. Ausbildungssuchende haben also noch gute Chancen und können sich dazu an uns wenden."

30 der noch freien Ausbildungsplätze für dieses Jahr sind der IHK aufgrund der Befragung angegeben worden. Die Ausbildungsberater der IHK Ostwürttemberg informieren und unterstützen Ehrenamtliche oder Lehrer, die mit Asylbewerbern und Flüchtlingen in Kontakt sind, die über ausreichend deutsche Sprachkenntnisse verfügen und Interesse an einer Ausbildung haben.

Weitere Informationen zur Ausbildung bei André Louis, IHK Ostwürttemberg, Tel. 07321 324-185, louis@ostwuerttemberg.ihk.de.

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