Montag, 23. Januar 2017


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Bildungsreise braucht klare Ziele

Wirtschaftsjunioren Lippe fordern schnelle Reformen im Bildungssystem

(lifePR) (Detmold, ) Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Lippe begrüßen den Besuch der Bundeskanzlerin in Herford und Löhne. "Es ist wichtig, dass es Projekte im Bereich der Bildung gibt und diese auch an die Öffentlichkeit gelangen. Im Vordergrund muss aber die Darstellung der bildungspolitischen Realität vor Ort stehen." so Diana Stulgys, Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Lippe. "Es ist erschreckend" so Stulgys, "dass sich trotz Pisa-Studie und ständigen Redens über die mangelnde Qualität der Auszubildenden in Deutschland seither nicht viel verändert hat. Gerade uns als jungen Unternehmern und Führungskräften bereiten diese offensichtlichen Defizite in unserer Bildungslandschaft Kopfzerbrechen".

Kritik äußern die WJ Lippe auch an der Auswahl der Bildungseinrichtungen der Kanzlerin. "Natürlich kann die Kanzlerin nur bestimmte Bildungsprojekte besuchen. Diese dürfen aber nicht nur Vorzeigeprojekte sein." Eine systematisch gute Bildung bestehe nicht nur aus Vorzeigeprojekten. "Spezielle Projekte, die einzelnen Jugendlichen helfen, machen wir als Unternehmer selbst, das stellen unsere lippischen Mitglieder jeden Tag unter Beweis", sagt Stulgys und erwähnt in diesem Zusammenhang die lippischen Projekte des eigenen Arbeitskreises Bildung und Wirtschaft. "Auch wir unterstützen durch Aktivitäten wie das Bewerbungstraining, Schüler im Chefsessel oder auch das aktuell angelaufene school-rating unsere Schüler. Schließlich haben wir als Wirtschaftsjunioren die Schul- bzw. Studienzeit noch gar nicht so lange hinter uns."

Die Wirtschaftsjunioren Lippe schließen sich der zentralen Forderungen der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) an, die die Einführung eines Pflichtvorschuljahrs, Pflichtpraktika für Schüler und Lehrer fordern. Die flächendeckende Einführung von Ganztagsschulen mit an die Ganztagsbetreuung angepassten Strukturen und Konzepten sowie die Einführung von Schulrankings, die eine Vergleichbarkeit zwischen Schulen ermöglichen sind weitere zentrale Themen. Anja Kapfer, Bundesvorsitzende der WJD erklärt, dass Wege gefunden werden müssen, um Eltern stärker in die Verantwortung zu nehmen. "Unser Ziel muss sein, dass sich beim Thema Bildung alle verantwortlich fühlen, die Eltern genauso wie auch wir als Unternehmer", sagt Kapfer. Nur den Schulen die Schuld zuzuschieben, sei der falsche Weg.

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