Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Sorge um fehlenden Nachwuchs

Ausbildungsangebot bleibt 2010 stabil

(lifePR) (Frankfurt, ) Das Angebot an Ausbildungsplätzen in Hessen wird 2010 annähernd auf der Höhe des Vorjahres bleiben. Dies ist das Ergebnis der Ausbildungsumfrage 2010 der hessischen IHKs unter 1.173 Ausbildungsbetrieben. 62 Prozent der Unternehmen wollen 2010 genauso viele Ausbildungsplätze anbieten, wie im Vorjahr. Im Krisenjahr 2009 waren dies nur 60,8 Prozent. 14 Prozent planen sogar, mehr Auszubildende einzustellen. "Der überwiegende Teil der Ausbildungsbetriebe bleibt bei seinem Angebot aus dem Vorjahr. Besonders Unternehmen aus den Bereichen Handel und Verkehr wollen die Zahl ihrer Ausbildungsplätze sogar leicht erhöhen", sagt Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs.

Als entscheidender Einflussfaktor für ihre Ausbildungsbereitschaft benennen die Unternehmer die Sorge vor einem Fachkräftemangel im eigenen Unternehmen. War im Jahr 2009 die Sicherung des Fachkräftenachwuchses für weniger als ein Drittel der Unternehmen entscheidend, so spielt dies im Jahr 2010 für mehr als die Hälfte aller Betriebe eine maßgebliche Rolle. "Die Diskussion um den Fachkräftebedarf und die demografische Entwicklung ist in den Unternehmen angekommen. Die Absicht, den eigenen Fachkräftenachwuchs auszubilden, hat innerhalb eines Jahres deutlich zugenommen", sagt Dr. Müller.

Die Fachkräftesicherung beeinflusst auch die Übernahme von Auszubildenden. Knapp die Hälfte der befragten Betriebe planen, alle ihre Auszubildenden zu übernehmen, weitere 13 Prozent planen immerhin bis zu drei Viertel ihrer Auszubildenden weiter zu beschäftigen.

Jedes vierte Unternehmen gibt an, 2009 nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzt zu haben. Den IHK-Unternehmen, die mehr als 60 Prozent aller Ausbildungsplätze in Hessen stellen, fehlten vor allem geeignete Bewerber. Das größte Ausbildungshemmnis ist nach Ansicht der Unternehmen die mangelnde Ausbildungsreife der Bewerber. Während letztes Jahr noch zwei Drittel der Unternehmen die mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern als Ausbildungshemmnis begreifen, sind es dieses Jahr fast drei Viertel. Die Unternehmen bemängeln vor allem fehlendes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen sowie elementare Rechenfähigkeiten.

Die Absicht der Unternehmen in Weiterbildung zu investieren, hat sich positiv entwickelt. Fast zwei Drittel werden ihr Weiterbildungsengagement 2010 beibehalten. Jedes vierte Unternehmen plant sogar, verstärkt in die Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren.

Die IHK-Organisation befragt regelmäßig im Frühjahr bundesweit ihre ausbildenden Unternehmen zur aktuellen Ausbildungssituation. An der Ausbildungsumfrage 2010 beteiligten sich 1.173 Ausbildungsbetriebe in Hessen.

Die IHK- Ausbildungsumfrage Hessen 2010 steht im Internet zum Download bereit unter www.ihk-hessen.de.

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