Montag, 05. Dezember 2016


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IHK Frankfurt: Wirtschafts- und Finanzkrise trifft Existenzgründer besonders hart

(lifePR) (Frankfurt, ) Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Finanzierungssituation für Unternehmensgründer im zurückliegenden Jahr merklich erschwert. Wer Fremdkapital aufnehmen will, muss mit gestiegenen Anforderungen der Kreditinstitute rechnen - besonders bei risikoreichen Projekten. "Das stellt insbesondere Existenzgründer vor Herausforderungen und ist für neue Unternehmen eine besonders hohe Hürde", betont IHK-Geschäftsführer Hans-Joachim Reinhardt.

Im Rahmen des IHK-Aktionstages "Gründungsfinanzierung in turbulenten Zeiten" wurden Existenzgründer zu ihren Erfahrungen bei Finanzierungsgesprächen befragt. Die jetzt vorliegende Auswertung von 1.100 Antworten zeigt, dass zwei Drittel der Jungunternehmer bei der Finanzierung auf Schwierigkeiten stoßen. "Auch die von den Banken geforderten Sicherheiten sind für Existenzgründer ein größeres Problem als für etablierte Unternehmen, da diese beim Kreditantrag zumeist schon Sicherheiten in Form von Gebäuden oder Maschinen vorweisen können" sagt Reinhardt.

Drei Viertel der Existenzgründer mit Finanzierungsproblemen haben Schwierigkeiten, den von Finanzierungspartnern eingeforderten eigenen Finanzierungsanteil aufzubringen. Die Suche nach Kapital ist für Gründer in Zeiten akuter Wirtschafts- und Finanzkrisen ein kaum lösbares Problem. Zum einen haben neue Unternehmen keine Geschäftshistorie, die bei der Einschätzung eines Kreditantrages berücksichtigt werden könnte, und zum anderen sind im Zuge der Finanzkrise die Institute noch "risikosensibler" geworden - zum Nachteil der Gründer.

Die IHK appelliert an die Banken, bei ihren Kreditentscheidungen neben den konkreten Zahlen auch das Erfolgspotenzial der Geschäftsidee und auch die Unternehmerpersönlichkeit stärker und zukunftsorientiert zu berücksichtigen. Andernfalls werden wertvolle Wachstumsimpulse verschenkt.

Die IHK Frankfurt fordert von der Landes- und Bundespolitik für innovative Gründungen endlich einen tragfähigen gesetzlichen Rahmen für Beteiligungskapital. Während der Studie zufolge 69 Prozent der Gründer Banken, Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken als mögliche Partner ansprechen und 42 Prozent Freunde und Familie um Hilfe bitten, ist die Finanzierung über Beteiligungsgesellschaften derzeit nur für 2 Prozent der angehenden Jungunternehmer ein Thema.

IHK-Geschäftsführer Reinhardt weist darauf hin, "dass nicht nur die Kredit gebende Seite gefordert ist, auch die Kredit nehmenden Existenzgründer müssen mit den geänderten finanziellen Rahmenbedingungen leben und das heißt, sich gründlich auf das Gespräch mit potenziellen Finanzierungspartnern vorbereiten". Unerlässliche Grundlage für die Selbstständigkeit ist ein sauber kalkulierter Businessplan, mit dem der Gründer potenziellen Finanzpartnern und auch sich selber die Chancen und Risiken seines Vorhabens vor Augen führt sowie ein kompetentes und sicheres Auftreten bei der Kreditverhandlung.

Die IHK Frankfurt am Main bietet für Existenzgründer und junge Unternehmen eine umfassende Beratung und Vorbereitung an: www.frankfurt-main.ihk.de/existenzgruendung

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