Samstag, 03. Dezember 2016


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Jedem dritten Betrieb fehlen inzwischen geeignete Lehrstellenbewerber

(lifePR) (Erfurt, ) Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt hat 269 Ausbildungsunternehmen zu ihrer Nachwuchsplanung für das laufende Jahr befragt. Wichtigstes Ergebnis: Bei den Managern wächst die Sorge, ihre angebotenen Lehrstellen nicht mehr mit qualifizierten Bewerbern besetzen zu können.

"Allein die IHK-zugehörigen Unternehmen aus Mittel- und Nordthüringen werden in den kommenden Monaten fast 5.000 Lehrlinge suchen, für ganz Thüringen wird sogar mit 15.000 freien Plätzen gerechnet", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Von den 14.800 erwarteten Schulabgängern würden aber allenfalls 8.000 eine duale Berufsausbildung absolvieren. Rechne man die so genannten Altbewerber hinzu, wäre schon jetzt abzusehen, dass zwei Lehrstellenbewerbern dann drei freie Ausbildungsplätze gegenüber stehen.

Schon im laufenden Ausbildungsjahr hätten 32 Prozent der Betriebe nicht alle angebotenen Lehrstellen besetzen können, 2008 waren es noch 26 Prozent.

Ein Großteil der Befragten kritisierte erneut die mangelnde Ausbildungsreife. Hauptsächlich Defizite im mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen, der Belastbarkeit, den elementaren Rechenfertigkeiten sowie der Leistungsbereitschaft und Motivation beklagten die Manager. Mit Unternehmenspraktika, eigenen Nachhilfeangeboten und Praxisphasen bei Bildungsanbietern versuchten mittlerweile viele der Betriebe, die brenzlige Situation in Eigenregie zu entschärfen.

Darüber hinaus wartete jedes fünfte Unternehmen im vergangenen Jahr trotz abgeschlossenem Lehrvertrag vergeblich auf den Auszubildenden. Der hatte sich inzwischen für eine andere Stelle entschieden und versäumt, den Betrieb darüber zu informieren.

"Dennoch gibt es auch positives zu vermelden. So plant die Hälfte der Firmenchefs, ihre Auszubildenden im Anschluss komplett zu übernehmen", gibt der IHK-Hauptgeschäftsführer einen erfreulichen Ausblick.

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