Dienstag, 06. Dezember 2016


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31. Lernpartnerschaft im Kreis Euskirchen: Schüler mit Behinderung arbeiten praxisnah

(lifePR) (Aachen, ) Kall. - Für junge Menschen mit Behinderung ist der Übergang von der Schule ins Arbeitsleben ein langer und schwieriger Prozess. Die Schüler der Sankt-Nikolaus Förderschule mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung" haben jetzt einen neuen Partner aus der Wirtschaft, der sie auf das Berufsleben vorbereiten wird: Schreinermeister Kurt Wiesen aus Hellenthal wird die Sank-Nikolaus-Schüler im Rahmen der KURS-Partnerschaft (Kooperation Unternehmen der Region und Schulen) unterstützen.

Wiesen kooperiert bereits seit dem Herbst 2009 mit den Schülern aus Kall. Einmal pro Woche simuliert der engagierte Schreinermeister mit den jungen Menschen in der schuleigenen und gut ausgestatteten Holzwerkstatt die Arbeit in einer Schreinerei. Die Schüler lernen neben ablängen, bohren, schrauben und schleifen auch den sicheren Umgang mit elektrischen Werkzeugen. Auf diese Weise bekommen sie einen Einblick in eine mögliche spätere Tätigkeit.

Bei der Unterzeichnung des KURS-Vertrags am 09. März begrüßte Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen, die neue Lernpartnerschaft sehr: "Menschen mit Behinderung wollen ein selbstbestimmtes Leben führen und als gleichberechtigte Partner angesehen werden. Für viele scheinen schon Alltagsprobleme als unüberwindbare Hürde. Mit der neuen Lernpartnerschaft erhalten die Schülerinnen und Schüler konkrete Hilfestellung auf dem Weg in die Berufswelt."

Andrea Luxemburger-Schlösser, Schulleiterin der Sankt-Nikolaus-Schule, sieht den Gewinn der Kooperation darin, dass "Arbeitskompetenzen für die zukünftige Arbeit in der Berufswelt hier vermittelt werden und Schülern ermöglicht wird, Arbeitsprozesse unter echten Bedinungen zu organisieren, durchzuführen und fertigzustellen."

Auch Bettina Ismar aus dem Büro für Lernpartnerschaften im Kreis Euskirchen freut sich über die Zusammenarbeit: "Jeder Förderschwerpunkt der KURS-Initiative ist nicht nur mit einem Lernpartner verbunden. Mittlerweile hat sich die Kooperation einzelner Schulen auf mehrere Bereiche ausgedehnt. So arbeitet die Sankt-Nikolaus-Schule bereits seit Jahren mit den Werkstätten der Arbeiterwohlfahrt zusammen und kann nun die Arbeitswelt nicht nur im Dienstleistungsbereich sondern auch im Handwerk in die Schule holen."

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