Samstag, 10. Dezember 2016


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Die Vorzeichen umkehren

"Initiative Zollernalb" startet

(lifePR) (Reutlingen, ) Die "Initiative Zollernalb" hat ihre Arbeit aufgenommen. Auf Einladung der IHK kam die Initiative zu ihrem ersten Treffen zusammen. Drei Themen sollen in der nächsten Zeit besonders vorangebracht werden: Bildung, Verkehrs- und Breitbandinfrastruktur sowie die Außendarstellung des Kreises.

Ohne formellen Gründungsakt kam die Auftaktsitzung der "Initiative Zollernalb" in der IHK-Akademie Albstadt aus. Stattdessen ging es gleich an die Arbeit: Gemeinsam wollen sich Wirtschaft und Politik um wichtige Zukunftsfragen kümmern. Denn der Kreis schneidet bei zahlreichen Indikatoren aktuell nicht gut ab. Bis 2025 wird man über vier Prozent der Bevölkerung verlieren. Die Bürger sind mit 43 Jahren aktuell älter als der Landesschnitt. Und bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat der Kreis seit Mitte der 90er Jahre rund 13.000 Arbeitsplätze verloren. Zugleich sind die Stärken des Kreises, insbesondere als Standort für Unternehmen, aber auch bei Tourismus und Freizeit, längst nicht so bekannt wie es wünschenswert wäre. "Wir wollen die Vorzeichen umkehren und die Perspektiven für den Kreis verbessern", sagte Dr. Thomas Lindner, Vorsitzender des IHK-Gremiums Zollernalb, bei der Eröffnung der ersten Sitzung.

Bildung als Standortfaktor

In der Runde mit Landrat Günther-Martin Pauli, dem Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß, sieben Oberbürger- und Bürgermeistern sowie Vertretern der Wirtschaft bestand schnell Einigkeit: Die Initiative wird sich realistische Ziele setzen und mit konkreten Vereinbarungen arbeiten. "Die Maßgabe lautet: Wer kümmert sich bis wann um welches Thema?", sagte Lindner. Im neuen Jahr wollen sich die Partner der Initiative um Bildung, Verkehrs- und Breitbandinfrastruktur sowie die Außendarstellung des Kreises kümmern. Für den Bereich Bildung schlägt die IHK vor, das Angebot an Ganztagesschulen auszubauen, die Profile der Gymnasien im Kreis aufeinander abzustimmen und die Schulqualität zu evaluieren. "Wir müssen Bildung zum Standortfaktor entwickeln. Dadurch machen wir den Zolleralbkreis attraktiv und zukunftsfähig", so Thomas Lindner.

Breitbandversorgung existentiell

Beim Thema Infrastruktur will die "Initiative Zollernalb" neben den Dauerbrennern B 27, B 32, B 463 und der Elektrifizierung der Zollernalbbahn ein besonderes Augenmerk auf die flächendeckende Breitbandversorgung legen. Aktuell sind nur 73 Prozent des Kreises mit Breitbandzugängen von einem Megabit pro Sekunde und mehr versorgt. Am besten sieht es noch im Dreieck zwischen Hechingen, Balingen und Albstadt aus. In einigen Randbereichen liegt der Wert jedoch zum Teil unter 60 Prozent. "Breitband ist für Unternehmen existenziell. Wenn wir Firmen ansiedeln oder auch halten wollen, müssen wir bei der Versorgung besser werden", forderte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp. Zumal schon in wenigen Jahren 50 Megabit pro Sekunde als Breitband-Standard gelten dürfte.

Stärken bekannter machen

Die "Initiative Zollernalb" will Vorschläge entwickeln, wie die Außendarstellung des Kreises verbessert werden kann. Neben der Arbeit, die die regionale Standortagentur auf internationaler Ebene leistet, gilt es, die Stärken des Kreises bei Tourismus und Freizeitangeboten bekannter zu machen. "Vor allem in Baden-Württemberg kann der Zollernalbkreis eine Größe werden", sagte Epp. "Neben Schwarzwald und Bodensee muss die Alb zur dritten Kraft werden." Der IHK-Hauptgeschäftsführer schlägt vor, im Rahmen der Standortagentur einen eigenen Fonds für den Zollernalbkreis aufzulegen - und das trotz knapper kommunaler Kassen. "Für ein gutes Konzept lassen sich sicher auch Mittel aus der Wirtschaft einwerben."

Arbeitsgruppen verabredet

Für die drei Themenschwerpunkte der Initiative wurden Arbeitsgruppen verabredet. In einem nächsten Schritt wird die IHK Reutlingen die Initiative bei der regelmäßig tagenden Bürgermeisterversammlung vorstellen. Es sollen noch mehr Gemeinden des Kreises für die Initiative gewonnen werden.

"Initiative Zollernalb"

Die Idee

Die Idee für die "Initiative Zollernalb" entstand im IHK-Gremium Zollernalb. Auslöser waren die im letzten Sommer veröffentlichten neuerlichen Zahlen des Statistischen Landesamtes zur demografischen Entwicklung im Zollernalbkreis. Im IHK-Gremium treffen sich Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem gesamten Landkreis. Dort tauschen sie sich über aktuelle regionale und wirtschaftliche Fragen aus.

Die Teilnehmer

An der Auftaktsitzung nahmen Landrat Günther-Martin Pauli, Thomas Bareiß, Mitglied des Deutschen Bundestags, sowie die Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow, Albstadt, und Helmut Reitemann, Balingen, sowie die Bürgermeister Jürgen Weber, Hechingen, Georg Maier, Obernheim, Gabriele Schlee, Winterlingen, Hubert Schiele, Bitz, Oliver Schmid, Geislingen, und Hans-Josef Baum, Arbeitsagentur Balingen, teil. Von Seiten der Wirtschaft waren Dr. Thomas Lindner, Vorsitzender des IHK-Gremiums Zollernalb, Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen, und Walter Herrmann, stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen, dabei.

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