Sonntag, 04. Dezember 2016


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FachkräfFachkräftebedarf in Gesundheitswirtschaft wird erforscht

(lifePR) (Berlin, ) Dem Fachkräftebedarf der regionalen Gesundheitswirtschaft gehen Experten jetzt auf den Grund. Dazu startet das Unternehmernetzwerk Gesundheitswirtschaft HealthCapital Berlin-Brandenburg das deutschlandweit größte Fachkräftemonitoring in dieser Branche. Ziel ist es, Empfehlungen für Politik, Bildungseinrichtungen und Arbeitnehmer zu erarbeiten, um einem Fachkräftemangel zu begegnen. Dazu sollen bis Dezember 2008 insgesamt 600 Unternehmen in beiden Bundesländern befragt werden. An dem Projekt sind auch die IHK Berlin, die Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg LASA GmbH, die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, die Zukunftsagentur Brandenburg GmbH, die Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH und die Berlin Partner GmbH beteiligt.

Gegenwärtig sind in Berlin-Brandenburg rund 350.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft tätig. Das ist fast jeder achte Arbeitnehmer. Auch bei der Qualifizierung von Fachkräften in diesem Bereich nimmt die Region europaweit eine Spitzenstellung ein: Rund 35.000 Auszubildende und 15.000 Studierende bereiten sich zurzeit auf einen Beruf in der Gesundheitswirtschaft vor.

"Um dem wachsenden Bedarf an Fachkräften in akademischen und nichtakademischen Gesundheitsberufen entsprechen zu können, muss der gegenwärtige Stand detailliert analysiert werden", begründete der Sprecher des Netzwerkes Gesundheitswirtschaft / HealthCapital Berlin-Brandenburg, Prof. Dr. Dr. h.c. Günter Stock, die Studie. Mit den Ergebnissen der Studie könnten Angebote bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung wie auch bei den Studiengängen verbessert und ergänzt werden, um den künftigen Fachkräftebedarf in allen Teilen von Berlin und Brandenburg zielgenau abdecken zu können. Stock: "Vor diesem Hintergrund ist es ein Erfolg, dass bei der Studie länderübergreifend kooperiert wird".

Die Gesundheitswirtschaft ist ein zentrales Wachstumsfeld der Region. Von 2004 bis 2007 wuchs die Branche um mehr als acht Prozent. Berlin-Brandenburg besitze damit hervorragende Möglichkeiten, eine internationale Spitzenposition einzunehmen, erklärte die Geschäftsführerin Innovation und Umwelt der IHK Berlin, Dr. Marion Haß. Zugpferd dieses Erfolgs seien gute Ideen und bestens geschulte Mitarbeiter. Anliegen der IHK sei es, insbesondere die Kooperation zwischen Schulen, Hochschulen und Unternehmen zu unterstützen, um die Nachwuchskräfte schon frühzeitig mit den Anforderungen der Unternehmen vertraut zu machen und den langfristigen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft anzuregen.

Der Geschäftsführer der LASA Brandenburg GmbH, Hartmut Siemon, sieht in der Initiative ein leistungsfähiges Instrument für eine gestaltende Arbeitsmarktpolitik. Erfahrungen ähnlicher Umfragen bestätigten, dass die Befriedigung der aktuellen und mittelfristigen Nachfrage nach Fachkräften in Kernbranchen der Region eine wesentliche Voraussetzung dafür bildet, die Wachstums- und Arbeitsmarktchancen der Hauptstadtregion nutzen zu können. Zielgenaue Initiativen zur Vermeidung von Personalengpässen seien nur dann möglich, wenn frühzeitig bekannt ist, in welchen Regionen, Branchensegmenten und Berufen sich Nachfrage abzeichnet.

Dr. Jens Regg, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin- Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, verwies darauf, dass die umfassende Arbeitsmarktstrukturanalyse den Arbeitsagenturen den gezielten Einsatz von Arbeitsmarktinstrumente ermöglicht. Die Förderung kann am konkreten Fachkräftebedarf der Gesundheitswirtschaft ausgerichtet werden. Dadurch werde ein wichtiger Beitrag zur weiteren Verbesserung der Beschäftigungsstruktur in der Region geleistet.

Die Ergebnisse der Befragung präsentiert das Netzwerk HealthCapital Berlin-Brandenburg auf der Messe "Gesundheit als Beruf" am 27. Februar 2009 in der Urania in Berlin. Das Netzwerk war im Oktober 2006 zur Umsetzung des Masterplans "Gesundheitsregion Berlin- Brandenburg" gegründet worden. Die Mitglieder engagieren sich insbesondere für mehr Transparenz in der Aus- und Weiterbildung. Weitere Informationen sind im Internet unter www.healthcapital.de abrufbar.

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