Samstag, 25. Oktober 2014


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IG Metall: "Tarifergebnis sichert Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg, mehr Rechte für Leiharbeiter und Zukunftsperspektiven für junge Leute."

(lifePR) (Sindelfingen, ) Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, hat das Tarifergebnis für die 800.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg als besonderes Ergebnis bezeichnet. "Wir haben einen Forderungsdreiklang aufgestellt, um die Herausforderungen einer modernen Arbeitswelt bewältigen zu können", sagte Huber am 19. Mai in Sindelfingen. In allen drei Punkten sei die IG Metall vorangekommen. Huber bedankte sich ausdrücklich bei den Teilnehmern der Warnstreiks und Aktionen: "Das heutige Ergebnis war möglich, weil die Mitglieder der IG Metall ein machtvolles Zeichen gesetzt haben." Bundesweit hatten sich mehr als 800.000 Teilnehmer beteiligt. Das Engagement und der bemerkenswerte Einsatz der Mitglieder hätten sich gelohnt.

Ab 1. Mai gebe es eine Entgelterhöhung von 4,3 Prozent. Damit liege das Ergebnis deutlich über der Inflationsrate, für Auszubildende gelte künftig im Grundsatz die unbefristete Übernahme. Für die Leiharbeitsbeschäftigten biete die verpflichtende Übernahme nach 24 Monaten beim Entleiher mehr Sicherheit. Hierauf verständigten sich IG Metall und Arbeitgeber im Pilotbezirk Baden-Württemberg in der fünften Verhandlungsrunde in der Nacht vom 18. zum 19. Mai.

Die Entgelterhöhung von 4,3 Prozent tritt rückwirkend zum 1. Mai 2012 in Kraft. Der Tarifvertrag sieht eine Gesamtlaufzeit von 13 Monaten vor. Das Ergebnis beteilige die Beschäftigten an der Wohlstandsentwicklung, die außergewöhnlich gute Entwicklung aus dem Jahr 2011 sei darin eingeflossen, so Huber.

Das Ergebnis bei der Leiharbeit setze ein Zeichen gegen die fortschreitende Spaltung in den Betrieben und auf dem Arbeitsmarkt. Der Tarifabschluss zeige erneut, dass in den IG Metall-Tarifverträgen bereits die notwendigen Flexibilisierungsinstrumente als Antwort auf die zunehmend volatile Wirtschaft enthalten seien.

Die Auszubildenden der Metall- und Elektroindustrie hätten mit der jetzt festgeschriebenen unbefristeten Übernahme deutlich mehr Sicherheit. "Die zentrale Botschaft ist: Alle Auszubildenden, die nach dem 31. Dezember 2012 ihre Prüfung bestehen, werden besser gestellt, als das heute der Fall ist", betonte Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall.


Besondere Bedeutung komme jetzt den Betriebsparteien zu, so das für Tarifpolitik zuständige Vorstandsmitglied der IG Metall, Helga Schwitzer. Die Betriebsräte hätten jetzt bei den Vereinbarungen zu Leiharbeit und Ausbildungsplätzen mehr Rechte und Handlungsmöglichkeiten. Jetzt gelte es, die getroffenen Vereinbarungen zügig umzusetzen. Das betreffe vor allem auch die Leiharbeitgeber. "Wir fordern sie auf, mit uns zügig in Verhandlungen zu treten um mehr Fairness in der Leiharbeit und Perspektiven für die jungen Leute zu schaffen.", sagte Schwitzer.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.igmetall.de/presse

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