Montag, 05. Dezember 2016


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Welt-Elefanten-Tag 2015: Feiern oder trauern?

(lifePR) (Hamburg, ) Morgen ist Welt-Elefanten-Tag - zu Ehren der sensiblen, hoch sozialen Dickhäuter, die uns Menschen so faszinieren. Doch die Bilanz zu diesem Datum sieht finster aus: Zollbehörden haben in diesem Jahr laut Medienberichten weltweit bereits mindestens 70 Beschlagnahmungen durchgeführt mit insgesamt fast 22 Tonnen illegalen Elfenbeins.

„Für jedes Kilo Elfenbein, das beschlagnahmt wird, sind Elefanten gestorben. Die meisten in afrikanischen Ländern, wo Armut und politische Instabilität es Wilderern und den Handelskartellen dahinter leicht machen, ungehindert zu operieren“, so Dörte von der Reith, Pressesprecherin des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds).

Während die Bedrohung der Elefanten durch Wilderei und Lebensraumverlust größer ist denn je, steigt aber auch die Entschlossenheit von Regierungen, Artenschutzorganisationen und Öffentlichkeit, die Wilderei-Krise zu beenden und dafür zu sorgen, dass Elefanten unbehelligt von Konflikten mit Menschen in Freiheit leben können.

„Auch wenn das Schicksal der Elefanten düster aussieht, ist doch in den letzten Monaten einiges passiert auf Seiten der internationalen Politik, die endlich begreift, dass sie handeln muss“, resümiert von der Reith. „Aber es ist noch lange nicht genug. Wir fordern, dass die EU einen verbindlichen Aktionsplan aufstellt und mit genügend finanziellen und personellen Ressourcen ausstatten, um dieses Problem wirksam in Angriff zu nehmen. Auch die Bundesregierung muss ihren Einfluss innerhalb der EU nutzen, um einen solchen dringend benötigten Aktionsplan durchzusetzen.“

Auch die Schließung der Verkehrswege und Märkte ist ein wichtiger Baustein in der Strategie des IFAW im Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel.

„Gerade erst hat die EU beschlossen, die Einfuhr von Elefanten-Jagdtrophäen aus drei weiteren afrikanischen Ländern zu verbieten“, so von der Reith. „In einigen Ländern haben große Fluggesellschaften den Transport von Trophäen aus der Großwildjagd untersagt. Das sind alles Maßnahmen, die es Kriminellen schwerer machen, ihrem blutigen Geschäft nachzugehen.“

Am morgigen Welt-Elefanten-Tag wird der IFAW alle 15 Minuten einen Tweet und ein Elefantenfoto auf @ifawde und international auf @action4ifaw posten, um an das Sterben der Elefanten im Viertelstundentakt zu erinnern. Schließen Sie sich an, und teilen Sie den Hashtag #every15minutes

Etwa 35.000 Elefanten werden jedes Jahr wegen ihres Elfenbeins getötet. Der illegale Wildtierhandel ist mit geschätzten 19 Milliarden Dollar Gewinn eines der lukrativsten kriminellen Geschäfte weltweit. Er rangiert in einer Liga mit internationalen Verbrechen wie dem Handel mit Drogen, Menschen, Öl und der Produktpiraterie.

IFAW - Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH

Seit seiner Gründung 1969 schützt der IFAW weltweit Tiere in Not. Mit Projekten in über 40 Ländern retten wir einzelne Tiere, setzen uns gegen Grausamkeit gegenüber Tieren ein und engagieren uns für den Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen.

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