Dienstag, 17. Januar 2017


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vbw legt Krisenbetroffenheitsindex für Dezember vor

Brossardt: "Bayern weiterhin überproportional betroffen, holt aber auf!"

(lifePR) (München, ) Bayern und Baden-Württemberg sind nach wie vor von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise überdurchschnittlich stark betroffen. Das geht aus dem "Krisenbetroffenheitsindex" für den Monat Dezember hervor, den die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. vorgelegt hat. Die vbw hat diesen Index, der die Auswirkungen der Krise bis auf die einzelnen Landkreise herunterrechnet, erstmals im Juli dieses Jahres präsentiert.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw: "Wir haben derzeit eine Krise der Starken." Bayern habe sich in den letzten Monaten bei der Krisenbe-troffenheit aber wieder näher an den Bundesdurchschnitt herangearbeitet. "Während im ersten Halbjahr die Auswirkungen der Krise in Bayern deutlich stärker zu spüren gewesen sind als im Bundesdurchschnitt, kam es in den letzten Monaten wieder zu einer Annäherung. Bayern holt also auf!" Auch für die Zukunft ist Brossardt zuversichtlich für den Freistaat: "Bayern hat vom zu-rückliegenden Aufschwung überdurchschnittlich profitiert, wir werden folglich auch wieder schneller aus der aktuellen Krise herauskommen."

Generell zeige die Studie, dass Regionen mit hoher Industriedichte und hoher Exportquote besonders unter der Krise leiden. Innerhalb Bayerns ist Schwaben daher am stärksten getroffen, auf dem zweiten Rang folgt die Oberpfalz.

Brossardt: "In der Oberpfalz sind vor allem die ländlichen Regionen immer stärker betroffen. Wenn die Entwicklung so weiter geht, könnte die Oberpfalz bald Schwaben als am meisten von der Krise gebeutelte Region ablösen." Auf Rang drei folgt Unterfranken, gefolgt von Niederbayern und Oberfranken. Die geringsten Auswirkungen sind in der Region Oberbayern messbar. Brossardt: "Oberbayern nimmt im gesamten süddeutschen Raum eine Ausnahmestellung ein." Das liege zum einen an dem hohen Tourismus- und Dienstleistungsanteil in den ländlichen Regionen sowie an dem sehr breiten Branchenmix in und rund um die Landeshauptstadt, der auch derzeit weniger betroffene Sektoren umfasse, wie beispielsweise die Informationstechnologie oder Bio Tech.

Brossardt: "Nur mit einer starken Industrie kommen wir wieder aus der Krise." Die Bundesregierung müsse daher alles daran setzen, um den Industriestandort Deutschland nachhaltig zu stärken, z. B. durch eine Stabilisierung der Lohnzusatzkosten. "Diskussionen um höhere Beiträge zur Arbeitslosenversi-cherung passen hier überhaupt nicht ins Bild", betont er.

Die vollständige Studie finden Sie unter www.vbw-bayern.de

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