Samstag, 10. Dezember 2016


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vbw Umfrage: Unternehmen wieder zuversichtlicher

Brossardt: "Dürfen nicht in Euphorie verfallen"

(lifePR) (München, ) Die bayerischen Unternehmen schätzen die konjunkturelle Lage derzeit besser ein als vor einem halben Jahr und blicken optimistischer in die Zukunft. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln für die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. durchgeführt hat. Deren Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt warnt allerdings: "Blickt man auf die Umfrageergebnisse von vor zwölf Monaten zurück, fällt die Bewertung der derzeitigen Konjunkturdaten anders aus. Nicht nur die Lageeinschätzung, vor allem auch die Erwartungen der Firmen waren vor einem Jahr spürbar optimistischer als heute. Die Unternehmen wurden bekanntlich enttäuscht, die deutsche Wirtschaft fiel im Sommerhalbjahr in eine Stagnation." Der gegenwärtige Aufschwung hängt mit Sondereffekten zusammen: "Der Ölpreis ist kräftig gefallen, der Eurokurs ist schwach, die Zinsen sind niedrig. All dies hilft der Wirtschaft aktuell, doch nachhaltig sind diese Entwicklungen nicht. Deshalb sollten wir vorsichtig bleiben und nicht erneut in Euphorie verfallen", so Brossardt.

Wie die Umfrageergebnisse zeigen, hat sich das Produktionsniveau mit einem Saldo von +17,7 Prozentpunkten aus positiven und negativen Antworten gegenüber der letzten Erhebung leicht verbessert. Bei der vorletzten Umfrage lag der Saldo mit +33,5 Prozentpunkten jedoch deutlich höher. Die positive Produktionsentwicklung wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen. Der Erwartungssaldo liegt bei +30,9 Punkten und hat gegenüber der letzten Erhebung (+3,1 Punkte) stark zugelegt.

Auch die Investitionen der bayerischen Unternehmen folgen per Saldo einem positiven Trend und haben sich im Halbjahresvergleich um gut sechs Punkte verbessert. Allerdings mahnt Brossardt: "Angesichts der guten Konjunktur, der verbesserten Geschäftserwartungen und der anhaltend niedrigen Zinsen müsste das Wachstum kräftiger ausfallen. Für eine spürbare Verbesserung müssen sich die Rahmenbedingungen am Standort verbessern. Die Firmen müssen von Kosten entlastet und von Regulierungen befreit werden."

Die Beschäftigung in den Unternehmen des Freistaats ist gewachsen. Der Saldo von +15,6 Prozentpunkten hat sich im Vergleich zur letzten Umfrage um 3,5 Punkte verbessert. Für den Jahresverlauf ist mit einer weiter steigenden Beschäftigung zu rechnen. Knapp 38 Prozent der bayerischen Unternehmen wollen Arbeitsplätze aufbauen, 19 Prozent befürchten, Stellen streichen zu müssen.

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