Freitag, 09. Dezember 2016


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Brossardt: IG Metall-Vorstoß zur Neuregelung der Zeitarbeit absurd

Zeitarbeit für M+E-Industrie unverzichtbarer Jobmotor

(lifePR) (München, ) Mit Irritation hat der Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Metallarbeitgeberverbände bayme und vbm auf die Forderung der IG Metall reagiert, die Zeitarbeit neu zu regeln. Brossardt sieht keine Anhaltspunkte dafür, dass die deutschen Zeitarbeitsregelungen gegen europäisches Recht verstoßen. "Schon vor In-Kraft-Treten der EU-Richtlinie wurde in Deutschland der Equal-Pay-Grundsatz in das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz aufgenommen. Abweichungen durch Tarifverträge sieht die Richtlinie vor. Die Behauptung der IG Metall, die deutsche Regelung verstoße gegen EU-Recht, geht daher fehl."

Für Brossardt ist nicht nachvollziehbar, dass sich die IG Metall nur einen Tag, nachdem sie den neuen Zeitarbeitstarifvertrag zwischen der DGB-Tarifgemeinschaft und dem Bundesverband Zeitarbeit und Personaldienstleistungen (BZA) mit unterschrieben hat, bereits wieder von der Vereinbarung distanziert. "Hier wünsche ich mir mehr Verlässlichkeit von der IG Metall", sagte Brossardt.

Insgesamt warnte Brossardt davor, Hemmnisse für die Zeitarbeit aufzubauen: "Wer die Zeitarbeit eindämmen will, nimmt den Unternehmen ein wichtiges Flexibilisierungsinstrument und vielen Menschen die Chance auf Arbeit. Das ist weder im Sinne der Arbeitgeber, noch der Arbeitnehmer. Aus den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie ist Zeitarbeit nicht mehr wegzudenken. Sie bietet den Unternehmen die nötige Flexibilität, um schwankende Auftragslagen abzufedern. Das ist für die Weltmarktfähigkeit der M+E-Industrie unverzichtbar."

Zeitarbeit wirke für den Arbeitsmarkt wie ein Jobmotor. "Zwei Drittel der Zeitarbeitnehmer kommen aus der Arbeitslosigkeit. Zeitarbeit ist daher zu einem effektiven Arbeitsmarktinstrument geworden", sagte Brossardt. Insbesondere die Zahlen für die M+E-Industrie seien beeindruckend. Im letzten Aufschwung hätten die M+E-Betriebe rund 240.000 Arbeitsplätze geschaffen. Zusätzlich wurden 60.000 Zeitarbeitnehmer in den Betrieben eingesetzt. Gleichzeitig habe die Zeitarbeit im Durchschnitt aller M+E-Branchen in der letzten Aufschwungphase nie mehr als sechs Prozent erreicht. In der Gesamtwirtschaft liege die Quote mit zwei Prozent sogar noch deutlich niedriger. Von einer Verdrängung der Stammbelegschaften könne daher keine Rede sein.

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