Donnerstag, 19. Januar 2017


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20 Jahre Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern

Brossardt zieht positive Bilanz: "Kooperation besser als gesetzlicher Zwang"

(lifePR) (München, ) Bei den Feierlichkeiten anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Gesellschaft für Altlastensanierung in Bayern (GAB) bezeichnete der Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Bertram Brossardt die GAB als "Erfolgsstory".

Die bayerische Wirtschaft und der Freistaat Bayern hatten die GAB 1989 gegründet, um Altlastensanierungen in den Fällen finanziell und fachlich zu unterstützen, wo Verantwortliche nicht mehr greifbar oder zahlungsfähig sind. Brossardt betonte: "Es handelt sich dabei um ein freiwilliges Kooperationsmodell. Staat und Wirtschaft übernehmen partnerschaftlich Verantwortung für Mensch und Umwelt - ohne gesetzlichen Zwang."

In den letzten 20 Jahren seien so in über 70 verschiedenen Projekten mehr als 42 Millionen Euro für die Sanierung industrieller und gewerblicher Altlasten eingesetzt worden. Die bayerische Wirtschaft habe dabei über 26 Millionen Euro für die Altlastensanierung aufgewendet. 900.000 Quadratmeter verschmutzter Fläche konnten dadurch für eine Nachnutzung saniert werden.

"Die GAB ist überaus erfolgreich bei der Altlastenerkundung und Altlastsanierung. Sie hat sich Anerkennung erworben bei Rechts- und Finanzbehörden, bei Planungs- und Untersuchungsbüros, bei Sanierungsfirmen und nicht zuletzt bei den von der Altlast Betroffenen", fasste Brossardt zusammen.

Brossardt würdigte zudem, dass das Modell der Freiwilligkeit der GAB Vorbildcharakter für den "Umweltpakt Bayern" gehabt habe. Der 1995 erstmals geschlossene Umweltpakt Bayern ist die erste freiwillige Vereinbarung zwischen Wirtschaft und Umwelt in ganz Deutschland im Bereich der Umwelt und ist von der vbw mitunterzeichnet worden. Die GAB ist mit Gründung des Umweltpaktes Bayern in diesen aufgenommen worden.

Brossardt weiter: "Die GAB und der Umweltpakt Bayern liefern ein gutes Beispiel dafür, dass ein kooperativer Politikansatz die besseren Ergebnisse liefert. So wird ein hoher Umweltschutz-Standard erreicht, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu gefährden." Dieser Weg sollte sowohl in Berlin als auch in Brüssel als Vorbild dienen. Dort würden Umweltprobleme in der Regel mit Hilfe des Ordnungsrechts und ohne Einbindung der Betroffenen angegangen. "Das führt jedoch zu Bürokratie und hohen Kosten - ohne im gleichen Maße dem Schutz der Umwelt zu dienen", erläuterte Brossardt und erteilte damit einer europäischen Bodenschutzrahmenrichtlinie eine klare Absage.

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