Samstag, 03. Dezember 2016


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An Englisch ist fast kein Vorbeikommen mehr

(lifePR) (Esslingen am Neckar, ) Die englische Sprache wird an der Hochschule Esslingen immer wichtiger. Deutlich macht diesen Trend zur Internationalisierung das Beispiel der Fakultät Informationstechnik. Dort wurde im vergangenen Herbst in den Bachelor-Studiengängen Kommunikationstechnik, Technische Informatik sowie Softwaretechnik und Medieninformatik ein durch alle Semester gehendes Angebot in Englisch installiert. Das Feedback der Studierenden ist positiv.

Zwar gab es auch schon bisher im ersten Semester das Pflichtprogramm, in dem Englisch ganz normal als Fremdsprache unterrichtet wurde. Doch damit ist es mittlerweile nicht mehr getan. "Englisch ist in vielen Unternehmen mittlerweile absolute Voraussetzung. Viele Projektteams sind mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen besetzt. Die Kommunikation erfolgt deshalb auf Englisch", erklärt Prof. Jürgen Nonnast, Dekan der Fakultät Informationstechnik an der Hochschule Esslingen.

Das neue Angebot sieht im zweiten Semester - zusätzlich zum Englisch-Kurs bei Studienbeginn - einzelne Vorlesungen in englischer Sprache vor. Im dritten Semester gibt es dann die Möglichkeit direkt hintereinander zuerst dieselbe Vorlesung in Deutsch und dann in Englisch zu hören. Die Resonanz hat die Erwartungen von Nonnast noch übertroffen. "In den englischen Vorlesungen haben wir einen deutlich höheren Zulauf, als gedacht. Ein Viertel der Studierenden besucht sogar beide Vorlesungen hintereinander", sagt der Dekan. Verblüffend war für ihn auch die Erkenntnis, dass es in der englischen Vorlesung eine hohe Interaktion gibt. "In diesem relativ ungezwungenen Rahmen erkennen viele die Chance, sich zu melden und ihre Sprachkenntnisse zu testen", erklärt Nonnast. Zuständig für beide Veranstaltungen ist derselbe Professor. Das ändert sich dann im vierten Semester. Dort sind es zwei verschiedene Dozenten und die Studierenden müssen sich von Anfang an für eine der beiden Vorlesungen entscheiden.

Eng mit dem neuen Englisch-Angebot verbunden ist der Namen von Eve Warendorf. Die gebürtige US-Amerikanerin lebt seit 15 Jahren in Deutschland und ist die Leiterin des Instituts für Fremdsprachen an der Hochschule Esslingen. Wesentlicher Bestandteil des Angebots sind die regelmäßigen Labortermine im Semester. Etwa vier Mal pro Halbjahr treffen sich die Studierenden mit ihrem Professor, um in kleinen Gruppen ihre Englischkenntnisse zu testen. In so genannten Chats sitzen sie an einem Tisch und versuchen, in der Fremdsprache zu fachsimpeln. Jeder Teilnehmer hat dazu ein kurzes Referat über Laborinhalte vorbereitet, das er dann in der Gruppe vorträgt. Anschließend verfasst jeder Studierende einen etwa halbseitigen Bericht - in Englisch. An dieser Stelle kommt Eve Warendorf ins Spiel. An sie werden die Berichte weitergegeben. Die Leiterin des Instituts für Fremdsprachen analysiert, korrigiert und gibt ein schriftliches Feedback an die Studierenden ab. So sollen nicht nur das Verständnis für die Sprache wachsen, sondern auch die schriftlichen Leistungen im Fachbereich verbessert werden. Denn: "Jeder sollte in der Lage sein, auf Englisch eine verständliche E-Mail zu schreiben", sagt Warendorf. Die Schwächen der Studierenden lägen vor allem bei der Grammatik und beim Satzbau. Aber auch in der Aussprache könnten sich viele verbessern.

Insgesamt ist Prof. Jürgen Nonnast mit den ersten Ergebnissen des erweiterten Englisch-Angebots zufrieden: "Das Niveau in den Diskussionen ist deutlich höher als erwartet." Aus Rücksicht auf diejenigen Studierenden, die das nicht leisten könnten, besteht aber weiterhin die Möglichkeit, das Studium komplett ohne englische Teilbereiche zu absolvieren. Das Modell mit permanenten englischen Elementen im Lehrbetrieb habe sich jetzt schon bewährt, sagt Nonnast, der durch seine positiven Erkenntnisse auch andere Fakultäten dazu ermutigen will, dieses Konzept zu übernehmen. Ebenso strebt der Dekan an, die Studiengänge auch für ausländische Studierende noch attraktiver zu machen. Diese benötigen für ein erfolgreiches Auslandssemester exakt 30 Credits - durch das veränderte Angebot ist das in der Informationstechnik mittlerweile auch in englischer Sprache problemlos möglich.

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