Freitag, 09. Dezember 2016


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Softeis aus Algen

Erste Schülerakademie des Landes fördert Schülerinnen und Schüler im MINT-Bereich

(lifePR) (Köthen, ) Begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler außerhalb des Unterrichts im MINT-Bereich zu fördern und sie an Fragestellungen der anwendungsorientierten Forschung heranzuführen, ist das Ziel der neugegründeten Schülerakademie des Landes Sachsen-Anhalt, die vom 13. bis 24. Juli 2015 an der Hochschule Anhalt stattfindet. Betreut wird der Nachwuchs von Professoren und Mitarbeitern der Hochschule Anhalt. Die Akademieteilnehmer lernen in den Kursen wissenschaftliche Arbeitsweisen, Methoden und Denkansätze in den Bereichen Biotechnologie und Informatik kennen und damit über den Horizont ihrer schulischen Erfahrungswelt hinaus zu blicken.

"Anders als bei den auf Bundesebene organisierten Schülerakademien, die stärker die Persönlichkeitsbildung adressieren, präferieren wir die fachliche Entwicklung", sagt Prof. Dr. Carola Griehl, Leiterin des Projektes an der Hochschule Anhalt. "Besonderer Fokus liegt bei uns auf der Verknüpfung von Theorie und Praxis. Aber auch die Persönlichkeitsentwicklung kommt nicht zu kurz, durch den intensiven Dialog mit Wissenschaftlern, teamorientiertes Arbeiten und ein attraktives Freizeitprogramm."

Die Landesschülerakademie startet am 13. Juli 2015 mit einem 36-stündigen Kurs im Bereich Angewandte Biotechnologie am Standort Köthen der Hochschule Anhalt. Die Schüler lernen hier wie man Bakterien, Hefen und Algen so kultiviert, dass man damit Wirkstoffe und Lebensmittel herstellen kann. Auch Aufgaben der Synthetischen Biologie und die Herstellung von Aspirintabletten stehen auf dem Plan.

Ob ein Softeis mit wirkstoffangereicherten Algen schmeckt, erfährt der Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Stephan Dogerloh, bei seinem Besuch am 14. Juli um 14:30 Uhr im Algenlabor der Hochschule.

Vom 20. bis 24. Juli findet der 30-stündige Kurs Informatik mit "Data Mining & mobiler Anwendungsentwicklung" der ersten Schülerakademie des Landes statt. Hier lernen die Teilnehmer die semiautomatische Auswertung großer Datensammlungen, um neues Wissen ableiten zu können und erhalten eine Einführung in die Programmierung von mobilen Anwendungen für Tablet-PCs und Smartphones. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln eine eigene App.

An beiden Kursen nehmen insgesamt 28 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 11 aus ganz Sachsen-Anhalt teil. Ausgewählt wurden sie von einer Fachjury bestehend aus fünf Professoren. Das Gemeinschaftsprojekt des Kultusministeriums und der Hochschule Anhalt wird durch die Bayer-Schulförderung finanziell unterstützt.

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