Donnerstag, 19. Januar 2017


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Eröffnung der Ausstellung: "J'Accuse...! ... ich klage an! Zur Affäre Dreyfus" an der Helmut-Schmidt-Universität

Am Dienstag, dem 13. April 2010, wird in der Bibliothek der Helmut-Schmidt- Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg eine Ausstellung über die Affäre Dreyfus eröffnet

(lifePR) (Hamburg, ) Selten hat ein Justizskandal eine Gesellschaft so tief erschüttert wie die Dreyfus-Affäre in Frankreich im ausgehenden 19. Jahrhundert. Nachdem der aus dem Elsass stammende, jüdische Hauptmann Alfred Dreyfus Ende 1894 wegen angeblicher Spionage und anhand von gefälschten Beweisen lebenslang auf die Teufelsinsel in Französisch-Guayana verbannt worden war, entbrannte im Land eine hitzige Debatte. Höchste Stellen in Militär, Staat und Kirche hatten die antisemitische und antideutsche Stimmung genutzt und einen Unschuldigen angeklagt, nur um ihre Macht zu sichern. Ein quasi deutscher Jude passte ihnen als Täter besser ins Bild als der wahre Spion.

Der Schriftsteller Emile Zola prangerte den Machtmissbrauch 1898 in seinem offenen Brief "J'Accuse...!" ("Ich klage an!") an Staatspräsident Félix Faure an. Sein Schreiben spaltete die Gesellschaft. Die heftigen Debatten führten letztendlich zur Neuordnung des Staates und zur Rehabilitation Alfred Dreyfus. Die Kirche verlor an Macht, Staat und Religion sind seitdem streng getrennt.

Die Ausstellung "J'Accuse... ! ... ich klage an!" zeigt 60 Original-Schriftstücke, Presseberichte, Fotos und viele andere Exponate aus dieser Zeit. Sie eröffnet am 13. März 2010 um 18 Uhr in der Bibliothek der Helmut-Schmidt- Universität, Holstenhofweg 85, 22043 Hamburg. Der Eintritt ist frei. Im Rahmen der Eröffnung erfolgt eine Lesung aus Dreyfus' "Lettre d'un innocent" (Briefe aus der Gefangenschaft). Die Ausstellung läuft bis zum 18. Mai 2010.

Am Mittwoch den 14. April, um 10 Uhr, wird Dr. Elke-Vera Kotowski vom Moses Mendelssohn Zentrum durch die Ausstellung führen.

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