Donnerstag, 19. Januar 2017


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Gleich zu Oktoberbeginn gibt es zwei Premieren im HAU zu feiern

(lifePR) (Berlin, ) Zum einen die der Operette "Wiener Blut" von Johann Strauß in der Regie von Cordula Däuper und unter der musikalischen Leitung von Tobias Schwencke (Premiere am 01. Oktober, weitere Veranstaltungen vom 03. bis 05. Oktober 2008 im HAU 1). Zum anderen, einen Tag später - am 02. Oktober, jene von Tamer Yigits und Braka Prlics Produktion "Ein Warngedicht" im HAU 3. Weitere Veranstaltungen finden am 03., 04. und 05. Oktober 2008 statt.

Außerdem ist vom 08. bis 10. Oktober das Stück "Tote Fliegen verderben gute Salben" der Regisseurin Anna-Sophie Mahler im HAU 3 zu sehen. "Tote Fliegen verderben gute Salben" ist ein musiktheatralisches Projekt über Wahnsysteme. Über Menschen, die sich ein eigenes System geschaffen haben, mit dem sie die Welt betrachten. Aus Gesprächen mit Psychiatriepatienten über Religion und Politik, über magische Quadrate und Zahlenmystik, über Erfindungen und Zusammenhänge und nicht zuletzt über ganz persönliche Wünsche hat die Regisseurin Anna-Sophie Mahler ein eigenes System aus Texten entwickelt. Dieses Textsystem wird mit einem völlig unabhängig entstandenen räumlichen System des Bühnenbildners und Rauminstallateurs Duri Bischoff und einem musikalischen System des Komponisten und Pianisten Stefan Wirth konfrontiert. Stefan Wirth setzt sich für seine Komposition die Aufgabe, Musik zu schreiben, die sich scheinbar entwickelt, die jedoch auf einem gänzlich statischen hermetischen System beruht.

Für seine neueste Produktion "Saving the World" begibt sich das Künstlerkollektiv Gob Squad auf eine kühne und ambitionierte Mission: die Welt zu retten. In einem filmischen Portrait des Hier und Heute verwandelt sich der Mehringplatz in Berlin-Kreuzberg in einen Mikrokosmos der gesamten Welt, um anschließend im Theaterraum in Form eines "Allround-Cinemas" als Projektion wieder aufzuerstehen. Die Zuschauer, umgeben von Film, schauen raus auf einen Platz mitten in die Welt. Mit Hilfe von mehreren kreisförmig angeordneten Videokameras lassen Gob Squad den öffentlichen Platz zur Bühne werden. Was wäre, wenn man nur einen Film hätte, um die Welt zu retten? Das Künstlerkollektiv läßt einen utopischen Raum voll neuer Möglichkeiten entstehen, in dem die Grenzen zwischen Fiktion und Realität fließend werden. In der Beschränkung auf einen Platz und einen Tag sehen Gob Squad eine Möglichkeit, die weite und unüberschaubare Welt, in der wir leben, zu erfassen und so Orientierung und Handlungsspielraum zu gewinnen. Berlin-Premiere ist am 09. Oktober 2008, weitere Veranstaltungen am 10., 11., 12. Oktober 2008 um 20.00 Uhr sowie am 11. Oktober zusätzlich um 17.00 Uhr im HAU 2.

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