Dienstag, 24. Januar 2017


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Sechs neue Glücksbringer für Ostfriesland

Bezirksschornsteinfegermeister zeigten sich ausbildungsfreudig

(lifePR) (Ostfriesland, ) Mit der bestandenen Gesellenprüfung erhalten die Männer und Frauen im Schornsteinfegerhandwerk das Recht zum Tragen des Zylinders. Sechs junge Schornsteinfeger wurden jetzt in den Gesellenstand erhoben - allerdings "in Zivil".

"Die Tradition des Zylindertragens geht auf eine Zeit zurück, als das Tragen des hohen Hutes das Privileg des Adels war; Schornsteinfeger waren königlich privilegiert, sie gehörten quasi zum Hofstaat", erläutert Obermeister Friedrich Lüpkes (Nüttermoor). Er wies darauf hin, dass sich die 57 selbständige Bezirksschornsteinfegermeister Ostfrieslands mit sechs jungen Gesellen in diesem Jahr besonders ausbildungsfreudig gezeigt hätten: In den fünf neuen Bundesländern zählte der Ausbildungsjahrgang insgesamt nur acht Junggesellen. Die Prüfung wurde an der Schornsteinfegerschule Niedersachsen und in der Handwerkskammer für Ostfriesland abgehalten. Lehrlingswart Hans-Georg Groen aus Westoverledingen fungierte als Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses.

"Schornsteinfeger als so genannte beliehene Unternehmen erfüllen staatliche Aufgaben, sie sind für den vorbeugenden Brandschutz und den Umweltschutz verantwortlich", erläutert stellv. Obermeister Bruno Stürenburg. Eine der wesentlichen Aufgaben sei heutzutage der Umweltschutz durch die regelmäßige Kontrolle der Heizungsanlagen. Hier komme es darauf an, dass der Ausstoß der Schadstoffe, besonders das klimaschädliche Kohlenmonoxid, auf das gesetzlich zulässige Maß beschränkt werde. Neu sei in den letzten Jahren die produktneutrale Energieberatung dazugekommen.

Die ersten Schornsteinfeger-Zünfte gehen auf das 17. Jahrhundert zurück. Früher wurden gerne kleine Lehrburschen beschäftigt, denn sie mussten durch den Schornstein klettern. Diese Art des Reinigens von innen gehörte noch bis 1972 zur Gesellenprüfung. Die Lehrjungen waren äußerlich an der zur rußigen Arbeit zweckmäßigen "Steigerkappe" erkennbar; den Zylinder durften nur die Gesellen und Meister tragen. Der Ruf des Schornsteinfegers als Glücksbringer rührt daher, weil früher das Kehrgeld meist am Neujahrstag erhoben wurde. Der Schornsteinfeger ging von Haus zu Haus und wünschte ein gutes Jahr, er gilt daher heute noch als Glücksbringer, vor allem zum Jahreswechsel.

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