Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 69236

Handwerkskonjunktur trotz erheblicher Branchenunterschiede stabil

Konjunktur im oberfränkischen Handwerk - III. Quartal 2008 / Repräsentativumfrage unter 547 oberfränkischen Handwerksbetrieben mit 9.926 Beschäftigten

(lifePR) (Bayreuth, ) Während des III. Quartals zeigt sich die Geschäftslage des oberfränkischen Handwerks im Durchschnitt aller Branchen recht stabil. Trotz leichter Abschwächung gegenüber dem Vorquartal überwiegen mit 28% die positiven Beurteilungen der Geschäftslage weiter gegenüber den negativen Stimmen (25%). Auch der Anteil der Betriebe mit befriedigender Geschäftslage verbleibt mit 47% auf hohem Niveau. Angesichts des sich verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Konjunkturumfeldes ist dies durchaus beachtlich.

"Dieses Gesamtergebnis darf allerdings nicht über die weiterhin großen Unterschiede zwischen den einzelnen Handwerkszweigen hinwegtäuschen", so betont HWK-Präsident Kurt Seelmann bei der Vorstellung der Ergebnisse. "Hauptsorgenkind bleibt das KFZ-Handwerk, in dem 42,5% die aktuelle Geschäftslage als schlecht einstufen. Sehr viel günstiger dagegen wird die Geschäftslage im Ausbaugewerbe beurteilt: In diesem Zweig bewerten 45,5% die Geschäftslage als gut und weitere 36,5% als befriedigend. Besonders Investitionen in den Bereichen Wärmedämmung und Energieeinsparung sorgen hier für Impulse, so Seelmann weiter.

Einheitliche Beurteilung in allen Teilregionen Oberfrankens
Erfreulich ist allerdings, dass die branchenspezifischen Unterschiede nicht zu verschiedenen Bewertungen innerhalb Oberfrankens führen. "Denn es fällt auf," so Seelmann weiter, "dass derzeit einheitlich in allen Teilregionen Oberfrankens 75% der befragten Handwerksbetriebe die Geschäftslage als befriedigend bis gut einstufen. Im Raum Hof/Wunsiedel fällt das Ergebnis sogar noch etwas günstiger aus."

Auftragsbestände auf Vorjahresniveau
Oberfrankenweit beläuft sich die durchschnittliche Auslastung momentan auf 72%. Sie bewegt sich damit in Höhe des Vorquartals, liegt aber geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Saisonbedingt haben zuletzt zwar die Auftragseingänge nachgelassen. Mit durchschnittlich 5,3 Wochen liegen die Auftragsbestände jedoch weiter auf Vorjahresniveau. Insgesamt hat das Handwerk im III. Quartal Beschäftigung aufgebaut. HWK-Hauptgeschäftsführer Horst Eggers dazu: "Hervorheben möchte ich dabei besonders die Ausbildungsleistung unserer Betriebe, denn die Zahl der neu eingetragenen Lehrverträge stieg gegenüber dem Vorjahr nochmals um 3,7% an."

Auswirkungen der Finanzkrise für das Handwerk noch nicht absehbar
Die Erwartungen für die kommenden Wochen sind naturgemäß am Ende des III. Quartals zurückhaltend. Die Betriebe rechnen bislang noch mit einer saisonüblichen Abschwächung. "Nicht berücksichtigt sind dabei allerdings," so erläutert Eggers, "mögliche Auswirkungen der sich jüngst verschärfenden weltweiten Finanz- und Bankenkrise. Denn der Großteil der Fragebögen ging bereits vor Bekanntwerden der Krise um Hypo Real Estate ein."

Kreditvergabe bislang noch nicht besorgniserregend verschärft
Eggers betont dazu aber, dass sich "die Kreditvergabe für Handwerksbetriebe bislang noch nicht besorgniserregend entwickelt hat." So ist der Anteil der investierenden Betriebe nach einem vorübergehenden Rückgang im 1. Halbjahr wieder auf gut 29% leicht gestiegen. Eggers weiter: "Fakt ist aber auch, dass die Banken künftig bei der Kreditvergabe für die Wirtschaft insgesamt sicherlich zurückhaltender agieren werden. Das wird sich negativ auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen auswirken und Handwerksbetriebe werden mittelfristig darunter leiden, wenn sich auf der einen Seite der Export abschwächt und auf der anderen Seite Investitionen ausbleiben."

Auftragseingänge im handwerklichen Zuliefersektor lassen nach
Bereits jetzt zeichnet sich im handwerklichen Zuliefersektor eine merkliche Eintrübung der Geschäftslage ab. Bislang stand dieser Zweig mit weitem Abstand an der Spitze der Handwerkskonjunktur. Im III. Quartal gingen aber erstmals Auftragseingänge wie auch Auslastung zurück. Die Betriebe gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung weiter verstärken wird.

Eggers: "Funktionierende Binnenwirtschaft wichtiger denn je"
"Entscheidend ist deshalb, dass die Märkte wieder Vertrauen aufbauen", so Eggers weiter: "Das gilt für Exportmärkte gleichermaßen wie für Inlandsmärkte." Für die Begrenzung der weltweiten Finanzkrise sind deshalb internationale Spielregeln unabdingbar. "Besonders wichtig ist uns aber" so betont Eggers abschließend, "dass sich bei uns im Inland das Konsum- und Investitionsklima verbessert. Ein funktionierender Binnenmarkt ist gerade jetzt wichtiger denn je. Dazu brauchen wir beherzte Entlastungsmaßnahmen, und zwar für Konsumenten und Betriebe gleichermaßen (Verbesserung des Steuerbonus für Handwerksleistungen, Einführung einer Energiesparprämie). Denn fehlendes Wachstum ist für unsere Wirtschaft und für unsere Gesellschaft sicherlich die größte Gefahr."

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