Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Das sicherste Wertpapier: Der Meisterbrief

464 Jungmeister erhielten in Dortmund ihre Urkunden

(lifePR) (Dortmund, ) 136 Frauen und 328 Männer haben im letzten Jahr erfolgreich bei der Handwerkskammer (HWK) Dortmund ihre Meisterprüfung abgelegt. Am Samstag wurde die neue Handwerks-Elite von 1.400 Gästen - darunter die Familien der Jungmeister und Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - im Dortmunder Konzerthaus gefeiert. Das Motto der Veranstaltung: "Die sichersten Wertpapiere gibt es immer noch im Handwerk!"

Präsident Otto Kentzler gratulierte den neuen Meistern. "Mit der Meister-Qualifikation sind Sie bestens gewappnet für die vielen Herausforderungen des Wirtschaftslebens", sagte er. Kentzler appellierte an die Jungmeister, der breiten Öffentlichkeit mit ihrer Arbeit zu zeigen, wie modern und innovativ das Handwerk sei. "Überzeugen Sie Kunden und Geschäftspartner von Ihrem vielfältigen Können!"

Gleichzeitig legte er ihnen ans Herz, als Unternehmer kontinuierlich junge Leute für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen. Dies sei wichtiger denn je, weil die demographische Entwicklung voranschreite. "Der Wettbewerb um die besten Köpfe und Hände hat längst begonnen. Wenn wir da nicht ins Hintertreffen geraten wollen, müssen wir bei der Findung junger Talente schnell und vor allem überzeugend sein", so der Handwerkspräsident. Die bundesweite Image-Kampagne biete dafür einen guten Rahmen. Mit ihr wolle man im Speziellen auch die Jugend für die 151 Berufe im Handwerk begeistern.

Regierungspräsident Helmut Diegel würdigte die 464 Jungmeister als nachgewiesene Leistungsträger. "Die Gesellschaft braucht Sie, jeden von Ihnen. Die Gesellschaft braucht das Handwerk als tragende Säule."

Im Mittelpunkt der Talkrunde standen aktuelle Entwicklungen in der beruflichen Bildung. "Mit der Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) für Lebenslanges Lernen eröffnet sich für das Handwerk die Chance, hochwertige Qualifikationen im europäischen Kontext angemessen zu verorten", sagte Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Bildungsexperte vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Man setze sich dafür ein, wie er betonte, dass die Meisterqualifikation der gleichen Niveaustufe des EQR zugeordnet werde wie der Bachelor. Aber auch die Schwächeren in der Gesellschaft dürfen nach Auffassung von Willi Brase, Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags, nicht in Vergessenheit geraten. "Wenn es die Geschäftslage zulässt, geben Sie auch Ihnen eine Chance. Denn letztendlich brauchen wir alle!"

Bei der Meisterfeier 2010 wurden die 22 Bestmeister der jeweiligen Gewerke besonders geehrt. Der Beste der Besten, der 28jährige Elektrotechnikermeister Peter-Rene Gräfe aus Iserlohn, wurde mit dem von der Signal Iduna Gruppe gestifteten Bestmeisterpreis in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet. Förderpreise des Soroptimist Clubs Dortmund in Höhe von jeweils 500 Euro erhielten die beiden Bestmeisterinnen, die 29jährige Damen- und Herrenschneidermeisterin Tatjana Nikulin aus Ennepetal und die 21jährige Friseurmeisterin Lena Gödde aus Olsberg.

Für beste Unterhaltung sorgten die Kabarettistin Uta Rotermund und die Pop- und Soulband "Die Komm' Mit Mann!s".

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