Freitag, 02. Dezember 2016


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Tischlergeselle Daniel Scherf gewinnt Landespreis Gestaltendes Handwerk 2009

(lifePR) (Berlin, ) Handwerkskammer Berlin kürte am 4. Dezember die diesjährigen Landespreissieger. Anlässlich der Vernissage im Kunstgewerbemuseum am 4. Dezember zeichnete Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin, Kunsthandwerker und Gestalter aus. Die Ausstellung "ARTverwandt" ist noch bis zum 17. Januar 2010 im Kunstgewerbemuseum, Kulturforum Potsdamer Platz, Matthäikirchplatz zu sehen.

Den ersten Preis gewann der Tischlergeselle Daniel Scherf für seinen zerlegbaren Hocker aus formverleimtem Eichefurnier. Die Besonderheit des Sitzmöbels: Es kommt gänzlich ohne herkömmliche Befestigung aus und trägt sich durch ein ausgeklügeltes statisches System selbst. Die drei gebogenen Beine stützen sich gegenseitig und werden lediglich durch Magnete gehalten. Scherf stammt aus Meißen, der Stadt der Porzellanmanufaktur, hat sich aber einem ganz anderen Werkstoff verschrieben: dem Holz. Heute lebt und arbeitet er in Berlin.

Der 2. Preis ging an den Keramiker und Diplom-Designer Andreas Tesch. Der gebürtige Australier überzeugte die Jury mit seinen doppelwandigen, wippenden Riesen-Schalen, denen eine aufwändige Engobentechnik ihr individuelles Design verleiht.

Die Preisrichter vergaben auch zwei dritte Preise an Dörte Behn für eine Schalkollektion und an Mirjam Fränkle für eine Serie von Silberingen. Dörte Behn legte ihr Staatsexamen in Medizin ab, wandte sich aber 1989 von der Heilkunst ab und dem Kunsthandwerk zu. Seit dieser Zeit arbeitet sie als Künstlerin und Designerin textiler Produkte, die bereits vielfach ausgezeichnet wurden. Die Goldschmiedin und Diplom- Designerin erhält die Auszeichnung für ihre Ring-Serie mit einer außergewöhnlichen Oberflächenstruktur.

"Bei all den ausgestellten Exponaten wird die Verschmelzung von Kunst und Handwerk sichtbar", sagte Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin.

"Kunsthandwerk ist alltagstaugliche Kunst und mit dieser Ausstellung zeigen wir einen breiten Querschnitt durch zeitgenössische Arbeiten", so Schwarz.

Johannes Altenwerth, Vorstandsmitglied der Berliner Volksbank, betonte: "Es liegt uns als Bank für den Mittelstand am Herzen, dass solide und gestalterisch überzeugende handwerkliche Leistungen wieder den Stellenwert bekommen, der ihnen gebührt. Und uns liegt auch am Herzen, dass die hier gezeigten Arbeiten in unser aller Alltagsbewusstsein einziehen und unsere Sinne für Qualität schulen."

Dr. Angela Schönberger, Direktorin des Kunstgewerbemuseums, erklärte: "Die zunehmende Virtualisierung unseres Lebens verunsichert viele Menschen. Die Grenzen zwischen Virtualität und Realität sind undicht geworden. Ich denke, dass die Menschen heute mehr denn je eine konkrete, sinnlich erfahrbare Umgebung benötigen. Der Wunsch nach Individualität, Differenzierung und Identität ist existentiell. Das Kunsthandwerk spielt daher eine ganz wichtige Rolle bei der Gestaltung von zukünftigen Lebensräumen. Es stellt vielfältige, phantasievolle und hochwertige Einzelobjekte einer weltweit ähnlicher werdenden Produktwelt gegenüber. Ich wünsche dem Kunsthandwerk mehr Beachtung und sehe eine große Chance für die Zukunft des Kunsthandwerks in unserer globalisierten Welt."

Insgesamt 110 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker, unter ihnen Tischler, Metallbauer, Textilkünstler, Gold- und Silberschmiede und Keramiker, beteiligten sich mit annähernd 250 Objekten am diesjährigen Wettbewerb "Landespreis Gestaltendes Handwerk". Das Motto "ARTverwandt" sollte die Teilnehmer inspirieren, sich sowohl vom Kunstbegriff ("ART") leiten zu lassen als auch mit Verwandtschaftsbeziehungen zu spielen - etwa zwischen Formen, Mustern oder Materialien.

Die Handwerkskammer Berlin bedankt sich bei der Berliner Volksbank und dem Kunstgewerbemuseum für die freundliche und zuverlässige Unterstützung des Landespreises. Insgesamt ist der Preis mit 16.000 Euro dotiert und wird in zwei Kategorien vergeben: Landespreis und Förderpreis. Der Förderpreis honoriert erste Glanzpunkte der Arbeit von jungen Nachwuchskünstlern.

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