Sonntag, 04. Dezember 2016


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Berliner Handwerk kommt besser durch die Krise als erwartet

(lifePR) (Berlin, ) Das Berliner Handwerk sieht optimistisch in die Zukunft. Nach dem Einbruch zu Beginn des Jahres 2009 hat sich die Stimmung in den Betrieben deutlich verbessert, der Geschäftsklimaindex stieg um 14 auf nunmehr 91 Punkte. Einer Umfrage der Handwerkskammer Berlin zufolge haben sich die Einschätzungen der Betriebe zu ihren Geschäftsergebnissen zwar nur leicht verbessert, doch die Erwartungen der Betriebe im Hinblick auf künftige Geschäfte ließen den Klimaindex ansteigen. "Der Anteil der Betriebe, die pessimistisch in die Zukunft schauen, ist um 15 Punkte auf 26 Prozent gesunken. Einen so starken positiven Umschwung hat es seit dem Frühjahr 1997 nicht mehr gegeben", so der Präsident der Handwerkskammer Berlin, Stephan Schwarz, bei der Frühjahrspressekonferenz der Kammer.

"Sicherlich wäre es verfrüht, zu sagen, dass das Berliner Handwerk die Krise vollständig überwunden hat. Doch aus dem Gröbsten sind wir raus", so Schwarz weiter. Das Berliner Handwerk sei gleich in zweifacher Hinsicht mit einem blauen Auge davongekommen - zum einen, weil der Wirtschaftszweig Handwerk von der Krise nicht ganz so hart getroffen worden sei wie andere Branchen, zum anderen, weil Berlin besser durch die Krise gekommen sei als alle anderen Bundesländer. Dies liege sowohl am hohen Dienstleistungsanteil in der Berliner Wirtschaft als auch am Konjunkturpaket 2, dessen Umsetzung erfolgreich angelaufen sei.

Im hauptstädtischen Bauhauptgewerbe hat der lange und harte Winter eine Verbesserung der Einschätzungen verhindert, doch ist die Auftragsreichweite, die vor einem Jahr noch bei 5,6 Wochen lag, auf 7,1 Wochen angestiegen. Dies ist mit Abstand der höchste Frühjahrswert seit 1999.

Im handwerklichen Ausbaugewerbe bleibt der Saldo sowohl aus den guten und schlechten Einschätzungen als auch der Saldo aus optimistischen und pessimistischen Erwartungen zwar im Minusbereich, dies aber deutlich geringer als im Vorjahr.

In der Gruppe des Handwerks für den gewerblichen Bedarf war der Geschäftsklimaindex zu Beginn des Jahres um 22 auf 84 Punkte abgestürzt - dieser Trend konnte gestoppt werden, der Klimaindex legte um zwölf Punkte zu. Die Betriebe aus dieser Gruppe sind optimistisch, dass sich die Auftragslage in den kommenden Monaten erholen wird.

Im Bereich der Nahrungsmittelhandwerke drücken zwar die Preissenkungsrunden der Discounter auf die Umsätze, die Prognosen der Betriebe sprechen jedoch von einer zumindest zufriedenstellenden Belebung der Nachfrage. Für 22 Prozent der Betriebe waren die Geschäfte in den ersten drei Monaten des Jahres gut, für 37 Prozent zufriedenstellend und für 41 Prozent schlecht.

Ambivalent stellt sich die Situation des Kfz-Handwerks dar. Zwar hat sich hier der branchenspezifische Index um 33 Punkte nach oben geschraubt, doch das Werkstattgeschäft lässt weiterhin zu wünschen übrig. Hier hat im vergangenen Jahr die Umweltprämie der drohenden Absatzflaute entgegengewirkt, gleichzeitig aber auch zu verstärkten Ausfällen bei der Nachfrage nach Reparaturleistungen geführt. Für die kommenden Monate sehen die Betriebe eher eine Verstetigung der aktuellen Situation als eine spürbare Verbesserung.

Das Berliner Handwerk zählte zum Ende des Monats März 2010 insgesamt 31.083 Betriebe, das sind 1.389 Betriebe weniger als zum Ende des Monats März 2009. Bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen musste die Kammer im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 7,7 Prozent auf nunmehr 4.941 Neuverträge registrieren. "Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat auch auf dem Berliner Ausbildungsmarkt Spuren hinterlassen", so der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin, Jürgen Wittke. Dass sich die Ausbildungszahlen dennoch relativ stabil präsentierten, sei nicht zuletzt dem Engagement und der Weitsicht der Berliner Handwerksunternehmen zu verdanken, so Wittke weiter. Darüber hinaus hätten mehr als 300 betriebliche Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können, da die Betriebe trotz intensiver Anstrengungen keine oder keine geeigneten Jugendlichen gefunden hätten. Auffallend sei, dass sich immer mehr Abiturienten für eine Ausbildung im Handwerk entschieden - 13,4 Prozent aller neuen betrieblichen Ausbildungsplätze wurden mit Abiturienten besetzt, im Vorjahr waren es noch 12,4 Prozent.

Es zeichne sich ab, dass es angesichts der schwindenden Zahl von Schulabgängern für die Betriebe zunehmend schwieriger werde, geeignete Auszubildende zu finden, so Wittke weiter. Diese Situation werde sich in den kommenden Jahren noch verschärfen, einer Studie zufolge stehe Berlin und Brandenburg bereits für das Jahr 2015 ein nicht gedeckter Fachkräftebedarf von mehr als 270.000 Arbeitsplätzen ins Haus. "Das Handwerk reagiert bereits auf diese Herausforderung. Dies geschieht zum einem im Rahmen von Projekten, die sich intensiv damit befassen, geeigneten Nachwuchs für die Betriebe zu gewinnen. Ein wichtiges Potenzial stellen hier sicherlich Jugendliche mit Migrationshintergrund dar, die einen hohen Anteil an der Zahl der Schulabgänger stellen", sagte Wittke.

Mit Blick auf die bewusst angestrebte Vorreiterrolle Berlins im Zuge der zweiten Stufe der Umweltzone mahnte Wittke die rückwirkende Einbeziehung in eine mögliche Förderung von Partikelfiltern für leichte Nutzfahrzeuge an. "Der Senat muss sich hier auf Bundesebene durchsetzen, wenn er nicht riskieren will, dass alle Berliner Betriebe für die vorzeitige Nachrüstung auch noch bestraft werden", so Wittke.

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