Freitag, 09. Dezember 2016


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Katzen als Lärmdetektive

GRÜNE LIGA nutzt Katzen zur beschleunigten Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie

(lifePR) (Berlin, ) Der Bundesverband der GRÜNEN LIGA startet am Donnerstag ein neues Projekt zur Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie: Vier zu Lärmdetektiven ausgebildete Katzen nehmen ihre Arbeit auf, um den Schutz der Bevölkerung vor Lärm in Deutschland endlich voranzubringen.

"Wir haben festgestellt, dass Katzen nicht nur äußerst lärmsensibel sind, sondern dass sie sogar den momentanen Schalldruckpegel sehr präzise wahrnehmen und mit etwas Übung in ihrer Körpersprache signalisieren können", so Katrin Kusche, Bundesgeschäftsführerin der GRÜNEN LIGA e.V. Da Schallmessungen über längere Zeiträume durchgeführt müssen und daher für einzelne betroffene Bürger kaum bezahlbar sind, rückt die GRÜNE LIGA mit ihren ausgebildeten Katzen nun dem Lärm auf die Pelle.

Bereits bis zum 18. Juli 2008 (!) hätten Kommunen, die unter die erste Phase der Umgebungslärmrichtlinie fallen, ihre Aktionspläne zur Bekämpfung von Lärm aufgestellt haben müssen - doch selbst im Jahre 2010 haben längst nicht alle Kommunen ihre Aktionspläne erarbeitet - und der Plan ist nur die eine Seite, die Umsetzung rückt vielerorts in noch viel weitere Ferne.

Weil etliche Kommunen noch nicht mit der Aktionsplanung und erst recht nicht mit deren Umsetzung begonnen haben, setzt die GRÜNE LIGA jetzt ihre Lärm-Detektiv-Katzen ein, um die dem Verband von Bürgerinnen und Bürgern mitgeteilten Lärmprobleme genauer zu identifizieren und im Nachgang Vorschläge zur kurzfristigen Abhilfe zu unterbreiten. "Manchmal sind es ganz einfach Lösungsmöglichkeiten, die Ruhe verschaffen", so Katrin Kusche von der GRÜNEN LIGA.

Die Umgebungslärmrichtlinie bietet aus Sicht der GRÜNEN LIGA eine Chance für den Weg zu leiseren Städten. "Besonders die Vorgaben der Richtlinie zu einer umfassenden Mitwirkung der Bevölkerung bei der Aufstellung der Aktionspläne sollten die Kommunen ernst nehmen und von der Vor-Ort-Kenntnis der Bevölkerung profitieren", so Katrin Kusche.

Lärm hat Einfluss auf die Erholung, die Konzentrationsfähigkeit und den Krankenstand von Menschen. Nach einer Studie des Europäischen Bundes für Transport und Umwelt verursacht Verkehrslärm jährlich 55.000 tödliche Herzinfarkte in Europa. Auch andere Studien weisen das große Gefährdungspotential von Lärm nach.

Verkehrslärm wird mit Abstand am häufigsten durch den Straßenverkehr verursacht. Allerdings sind Schienen- und Flugverkehrslärm nicht zu unterschätzen, da gerade der Fluglärm besonders stark schädigt und der Bahnverkehr insbesondere in den Nachtstunden - die eine wichtige Erholungsfunktion für den Menschen besitzen - die Anwohner stört.

Die GRÜNE LIGA fordert die Kommen auf, wirksame Maßnahmen gegen Lärm zu treffen. "Das Aussitzen des Problems ist keine geeigneten Maßnahmen gegen Lärm, auch Schallschutzfenster sind eine Maßnahme von vorgestern", so Katrin Kusche, die Bundesgeschäftsführerin der GRÜNEN LIGA. Die größten Potentiale liegen in der Verkehrsvermeidung und der Veränderung des Modalsplits in Richtung Fahrrad und öffentlicher Personenverkehr.

"Push and pull" ist angesagt, das heißt: den Individualverkehr erschweren und umweltverträglichere Verkehrsträger fördern, zum Beispiel durch eine Senkung der Bahnpreise und eine Verbesserung der städtischen Angebote für den Radverkehr. Das beginnt bei verkehrssicheren Radwegen und kann bis zu kostenlosen beziehungsweise sehr preiswerten Citybikes reichen - Städte wie Paris, Kopenhagen und Barcelona sind da schon ein ganzes Stück weiter. Solche Maßnahmen mindern nicht nur den Lärm, sondern wirken sich auch positiv auf die innerstädtischen Fein-staubmengen, die Fitness der Menschen und die Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr aus. Viele weitere Maßnahmen sind möglich: zum Beispiel Tempo 30, LKW-Fahrverbote, Parkraumbewirtschaftung, Straßenumbauten, Anschaffung leiserer Fahrzeuge ...

Mit ihren Lärm-Detektiv-Katzen will die GRÜNE LIGA mehr Schwung in die Lärmminderung in Deutschland bringen. "Wir würden uns freuen, wenn wir für unsere Lärmminderungsprojekte Patinnen und Paten finden", so Katrin Kusche. Spendenkonto: GRÜNE LIGA, 8025676900 bei der GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67.

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