Mittwoch, 18. Januar 2017


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Schulpsychologie stärken

(lifePR) (Berlin-Schöneberg, ) Sigrid Baumgardt, Vorsitzende der GEW BERLIN fordert mehr Stellen für Schulpsychologischen Dienst.

Baumgardt: "Die Schülerinnen und Schüler brauchen mehr schulpsychologische Beratung. Die Schulpsychologie muss sich neben den Kindern und Jugendlichen, auch um die pädagogisch Be­schäftigten, um Eltern und um Prävention kümmern. Zurzeit haben wir in Berlin gut 70 Schulpsy­chologinnen oder-psychologen für die 430.000 Lernenden. Als Messgröße für die benötigten Stel­len dürfen nicht die tatsächlich bearbeiteten Fälle dienen, da diese immer in Abhängigkeit zu den besetzten Stellen stehen. Ein Beispiel aus Neukölln zeigt, dass im Jahr 2014 die Gewaltfälle hoch waren, die Zahl der tatsächlich bearbeiteten Fälle aber wegen Überlastung gesunken ist. Es waren zu wenige Schulpsychologinnen oder -psychologen da! Die OECD empfiehlt ein Verhältnis von einer Stelle für 2.500 Kinder und Jugendliche. Dafür müssten die Stellen in der Schulpsychologie mehr als verdoppelt werden. In einem ersten Schritt fordern wir die Senatsverwaltungen für Bildung und für Finanzen auf, im kommenden Doppelhaushalt 25 neue Stellen zu schaffen."

Die Landesdelegiertenversammlung der GEW forderte im November 2014 die Rücknahme der ange­kündigten Kürzung um neun Stellen in der Schulpsychologie. Die Senatsbildungsverwaltung (SenBJW) ist dem zwar gefolgt, jedoch sind noch immer nicht alle Stellen neu besetzt. Laut SenBJW existieren derzeit 84 Stellen für die Schulpsychologie, wovon allerdings dreizehn Stellen für die Leitung der Schulpsychologischen und inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentren (SIBUZ) vorgesehen sind. Sie stehen dem operativen Dienst nicht mehr zur Verfügung.

Im Jahr 2014 verließen viele Schulpsycholog*innen in Neukölln die Region.

Matthias Siebert, Sprecher der Vereinigung Berliner Schulpsycholog*innen in der GEW (VBSP): "Es gibt Ereignisse, die zu Brüchen in einer Schullaufbahn führen können, wie der Verlust eines gelieb­ten Menschen. Solche Ereignisse werden unterschiedlich erlebt, verarbeitet und drücken sich auf unterschiedliche Art und Weise im Schulalltag aus. Dies zu verstehen, an Lösungen zu arbeiten und wohlwollend für ein gelingendes Schulleben zu vermitteln, ist eine zentrale Aufgabe der Schulpsy­chologie."

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