Sonntag, 22. Januar 2017


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Information und Erfahrungsaustausch - Geopark Hong Kong besucht den hiesigen Geo-Naturpark und die Grube Messel

(lifePR) (Lorsch, ) Überraschend, aber wahr: Hong Kong, für uns das Paradebeispiel einer Weltstadt, ist kürzlich zum Nationalen Geopark der Volksrepublik China ernannt worden. Und man hat noch mehr vor - nun wird die Aufnahme in das UNESCO-Netzwerk der Globalen Geoparks angestrebt.

Im Rahmen der Bewerbungsvorbereitungen war nun eine Abordnung in der Region, um das Welterbe Grube Messel und den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, der in der Expertengruppe zur Beratung und Entwicklung des Geoparks Hong Kong vertreten ist, zu besuchen.

Zunächst erläuterten die Gäste, was den Geopark Hong Kong auszeichnet: am Rande des Stadtgebietes gibt es unbebaute, spektakuläre Landschaften, die mit echten Highlights, darunter 100 m hohe vulkanische Gesteinssäulen und besonders schöne Verwitterungsbildungen im Sandstein, aufwarten können. Diese werden professionell vermarktet, etwa über Videos, die in öffentlichen Bussen gezeigt werden.

Darauf aufbauend, galt es nun, sich über Management, Infrastruktur sowie regionale und internationale Vernetzung Globaler Geoparks zu informieren. Um den Gästen dazu einen Überblick zu verschaffen, hatte das Team um Reinhard Diehl (Geo-Naturpark) und Dr. Marie-Luise Frey (Welterbe Grube Messel) ein umfangreiches Programm vorbereitet. Nach dem Besuch der Deutschen UNESCO-Welterbestättenkonferenz, dem örtlichen Museum und der Grube Messel ging es zum Felsenmeer. Dort erfuhren die Gäste, wie erfolgreich der Besuchermagnet seit drei Jahren durch das Felsenmeer-Informationszentrum vermarktet wird. Nach einer Fahrt durch den Odenwald machte die Gruppe Station in Weinheim, wo Tourismuschefin Maria Zimmermann durch die Altstadt sowie das Geopark-Informationszentrum im städtischen Museum führte und den Gästen zum Abschluss die Wachenburg mit ihrem spektakulären Blick auf die Oberrhein-Ebene zeigte. Anschließend fuhr man zu "Wein und Stein" nach Heppenheim mit Besichtigung des Erlebnispfades und Rundgang durch die historische Altstadt.

Nach einem Besuch des UNESCO-Welterbes Kloster Lorsch gab es in der Geschäftsstelle des Geo-Naturparks eine Diskussionsrunde. Am meisten hat die Besucher beeindruckt, wie engagiert der Geo-Naturpark und die Kommunen vor Ort zusammen arbeiten, wie gut die Besucherbetreuung organisiert ist (Ranger und Geopark vor Ort-Begleiter), wie vielfältig der Geo-Naturpark in unserer schönen Landschaft verankert ist (Wanderkartenwerk, Pfade, Tafeln) und wie intensiv die Verbindung von "Geo und Kultur" in allen Angeboten integriert ist. Diese Informationen sowie intensive Einblicke in das Management und die internationale Vernetzung des Geo-Naturparks sind für die Gäste aus Hong Kong wichtige Pfeiler für die Weiterentwicklung ihres Geoparks vor Ort sowie den Austausch mit anderen Geopark-Partnern. In diesem Zusammenhang wurde direkt ein konkretes Projekt vereinbart: im kommenden Jahr werden Ranger aus dem Geopark Hong Kong im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald an einer Schulung zur Landschaftsinterpretation und Umweltbildung teilnehmen.

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