Freitag, 02. Dezember 2016


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Ein Bildmosaik aus fast 5000 Einzelbildern

Aufwändige Bildbearbeitung der Flugthermografieaufnahmen von Belm

(lifePR) (Belm, ) Mitte Februar dieses Jahres hat die Gemeinde Belm mit ihren Kooperationspartner RWE Deutschland, TÜV Rheinland und der belgischen Firma Eurosense die "RWE Flugthermografie" gestartet. Das Projekt wird in dieser Größenordnung erstmals in Niedersachsen durchgeführt und Belm ist damit landesweit Pilotgemeinde. In den frühen Morgenstunden des 12. März war die zweimotorige Cessna der belgischen Firma Eurosense mit der eingebauten Wärmebildkamera über dem gesamten Gemeindegebiet im Einsatz. Fast 5000 Wärmebildaufnahmen von Belmer Hausdächern wurden dabei gemacht. Doch was passierte dann mit diesen Flugthermografiebildern? Die weitere Bildbearbeitung und Auswertung der Daten des dreieinhalbstündigen Überflugs ist ein kompliziertes Verfahren. Geometrische und radiometrische Bildbearbeitungen sollen dafür sorgen, dass die gewonnenen Bilddaten geometrisch korrekt, kontrastreich und im Farbspektrum passend zusammengestellt werden.

"Unmittelbar nach dem Flug wurden zunächst die dabei gespeicherten GPS-Daten geladen und geprüft. Als Ergebnis lassen sich die Flugbahn und Sensorposition punktgenau abbilden", erklärt Diplom-Geograph Rolf Wilting, Geschäftsleiter von Eurosense in Deutschland. Anschließend wurde unter Verwendung eines digitalen Geländemodells von Belm aus den tausenden von Einzelbildern ein zusammenhängendes und übergangsloses Wärmebild des gesamten Gemeindegebietes erstellt und mit den örtlichen Katasterdaten verknüpft. Abschließend kommen bei der Bildbearbeitung durch die Firma Eurosense noch die Referenzmessungen der teilnehmenden Bürger in Belm zum Einsatz. "Wir benötigen die Referenzdaten zur Interpretation und Kalibrierung der Wärmebild-Farbwerte um eine möglichst hohe Messgenauigkeit erzielen zu können", sagt Wilting. Thermografische Luftbilder bestehen zunächst einmal nur aus den Messwerten zum Zeitpunkt der Datenerfassung. Die durch den Sensor eingefangenen Strahlungswerte bedürfen einer detaillierten Interpretation, um aus ihnen Informationen zur Dachisolierung von Gebäuden ableiten zu können. Eine Reihe von Faktoren, wie etwa die Form, das Material oder die Temperatur in den Räumen unterhalb des Daches zum Zeitpunkt der Befliegung spielen diesbezüglich eine Rolle. "Um die aus der Befliegung gewonnenen Daten gewinnbringend einzusetzen, ist es somit entscheidend, nicht nur ein Bildmosaik mit den Strahlungswerten zu erstellen, sondern die Daten für den Bürger auch so aufzubereiten und zu interpretieren, dass dieser daraus die für ihn wichtigen Informationen ableiten kann", sagt Rolf Wilting.

Die weitere Bearbeitung der von Eurosense vorbereiteten flugthermografischen Bilddaten passiert jetzt beim TÜV Rheinland, wo nach Auswertung der Einverständniserklärungen der teilnehmenden Hauseigentümer dann auch die Verknüpfung mit den aktuellen Adressdaten vorgenommen wird. Im Oktober sollen die Flugthermografiebildern den Hauseigentümern zur Verfügung gestellt werden.

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