Samstag, 03. Dezember 2016


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Wohngeld im Bundestag: Koalition macht einen ersten Schritt für notwendige umfassende Reform

GdW fordert dynamische Anpassung an Preis- und Lohnentwicklung und eine Energiekostenkomponente

(lifePR) (Berlin, ) "Mit der heutigen abschließenden Beratung zur Reform des Wohngeldes machen die Bundestagsfraktionen einen ersten Schritt in die richtige Richtung", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. "Das Wohngeld leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Schaffung stabiler Bewohnerstrukturen in den Quartieren", so der GdW-Chef.

Kritisch sieht die Wohnungswirtschaft, dass die Koalitionsparteien die notwendige dynamische Anpassung des Wohngelds an die Preis- und Lohnentwicklung sowie die Einführung einer Energiekostenkomponente nicht schon heute beschließen. Lediglich eine Prüfung der Dynamisierung des Wohngelds und der Einführung einer Klimakomponente im Wohngeld sind im heutigen Entschließungsantrag zugesichert. "Wir werden die Politik beim Wort nehmen", so Gedaschko. "Es ist nicht verständlich, dass zwar die Kosten der Unterkunft an die jährliche Preis- und Lohnentwicklung angepasst werden, nicht aber das Wohngeld. Das führt zwangsläufig dazu, dass immer weniger Haushalte Wohngeld beziehen und immer mehr Haushalte Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II). Ohne Unterstützung sind diese Menschen am freien Mietmarkt verloren. Dies gefährdet eine sozial ausgewogene Mischung in den Quartieren", mahnte Gedaschko. Zusätzlich verschlimmere sich die finanzielle Lage der Kommunen, die für immer mehr Leistungsempfänger nach SGB II aufkommen müssen. Hier dürfe keine Kostenverschiebung zu Lasten der Kommunen erfolgen.

"Das Wohngeld muss gestärkt werden, damit der soziale Zusammenhalt der Gesellschaft nicht in Gefahr gerät", so Gedaschko. Durch das Wohngeld sind Haushalte mit geringem Einkommen nicht auf das enge Wohnungssegment mit besonders günstigen Mieten beschränkt, sondern haben auch Zugang zu Wohnungen mit durchschnittlichen Mieten.

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