Sonntag, 11. Dezember 2016


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GdW: Technische Assistenzsysteme unterstützen ein langes Leben in den eigenen vier Wänden

Neue Studie zeigt weiteren Finanzierungsbedarf auf

(lifePR) (Berlin, ) Technische Assistenzsysteme halten mit Bezeichnungen wie Ambient Assisted Living (AAL) und Smart Home zunehmend in Mietwohnungen Einzug. Sie helfen, älteren und körperlich eingeschränkten Menschen länger sicher, komfortabel und eigenständig in ihrer angestammten Umgebung und Wohnung leben zu können. Aber nicht nur Mieter, sondern auch Wohnungsunternehmen und Gesellschaft profitieren. Zudem wird der Gesundheitsstandort Wohnung gestärkt. Zu diesen Ergebnissen kommt die im Rahmen der Forschungsinitiative "Zukunft Bau" des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung geförderte Studie "Technische Assistenzsysteme für ältere Menschen - eine Zukunftsstrategie für die Bau- und Wohnungswirtschaft", die gemeinsam vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dem SIBIS Institut für Sozialforschung und Projektberatung GmbH und der InWIS GmbH erstellt wurde.

Es bestehen aber noch wesentliche Hemmnisse für die Verbreitung von technischen Assistenzsystemen, so die Studie: Häufig fehlt bei potenziellen Anwendern ein Bewusstsein über den Nutzen der Systeme. Zudem sind die Finanzierungsbedingungen aktuell noch schwierig. "Das von der Politik bislang zur Verfügung gestellte Instrumentarium reicht nicht, um den Nutzen von technischen Assistenzsystemen konsequent zu heben", mahnte GdW-Präsident Axel Gedaschko bei der Präsentation der Studie auf einem Fachforum des GdW. Es bedürfe der Entwicklung und Erprobung neuer interdisziplinärer Modelle, in die beispielsweise die Kommunen, Kranken- oder Pflegekassen und System- und Dienstleistungsanbieter mit einbezogen werden sollten. "Konkret empfiehlt sich eine Erweiterung des Leistungskataloges der Pflegekassen um intelligente, IT-gestützte Monitoringsysteme", so der GdW-Chef.

Zudem sollten auch Wohnungsunternehmen Investitionszuschüsse für im Rahmen des KfW-Programms "Altersgerecht Umbauen" in Anspruch nehmen können und steuerliche Anreize für Mieter und/oder Unternehmen sollten diese dabei unterstützen, die entsprechenden Systeme einzubauen. Ausdrücklich lobte Gedaschko, dass die KfW den Einbau technischer Assistenzsysteme bereits fördere. "Barrierereduziertes Wohnen wird im Zuge des demografischen Wandels und einer zunehmend alternden Gesellschaft immer mehr Relevanz erfahren und muss deshalb dringend verstärkt gefördert werden", so Gedaschko.

Dagegen kritisierte Axel Gedaschko den vom Bundeskabinett am 27. Mai 2015 beschlossenen Entwurf eines "E-Health-Gesetzes". Danach soll bislang lediglich die telemedizinische Befundung von Röntgenaufnahmen in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgenommen werden."Hier muss nachgebessert werden, um telemedizinische Leistungen nicht nur halbherzig zu fördern. Zudem ist das strikte Fernbehandlungsverbot für Ärzte aufzuheben", forderte der GdW-Präsident.

Der umfassende Einsatz von datenübermittelnder Technologie berge viele Chancen, den Grundsatz "ambulant vor stationär" nachhaltig umsetzen zu können. Gleichzeitig müsse das technische System ausreichend Sicherheit dafür bieten, dass unerlaubte Zugriffe auf Daten, ausgeschlossen sind, auch um das Vertrauensverhältnis zwischen Mieter und Vermieter nicht zu beschädigen. Die Unternehmen und Verbände im GdW zählen zu den Vorreitern des technikunterstützten Wohnens. "Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung. Alle Marktbeteiligten und die Politik müssen die Menschen stärker darüber aufklären, dass Technik zwar besonders Ältere unterstützen kann, aber in erster Linie ein Gewinn an Komfort und Lebensqualität für alle Generationen darstellt", erklärte GdW-Präsident Gedaschko.

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

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