Sonntag, 04. Dezember 2016


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EXPO 2010: Nach langer Vorbereitung, beginnt die Reise

Freiburg ist zur Weltausstellung der Superlative eingeladen

(lifePR) (Freiburg, ) "Better City - Better Life" das ist das Motto der EXPO 2010, die am 1. Mai in der Millionenmetropole Shanghai eröffnet wird. In China befasst sich die mit erwarteten 70 Millionen Besuchern voraussichtlich größte Weltausstellung der Geschichte mit dem Leben der Menschen in den Städten der Zukunft. Als "Urban Best Practice-Beispiele" stehen deshalb neben den Pavillons der Nationen erstmals auch einzelne Städte im Fokus der Weltöffentlichkeit. Ausgehend vom Modell Vauban wird Freiburg - eine der kleinsten unter den 55 ausgewählten Städten - als Beispiel nachhaltiger Stadtentwicklung präsentiert.

Das Modell Vauban Der Modellstadtteil Vauban ist eines der zentralen Themen der Freiburger Präsentation und gab den Ausschlag für die Einladung der EXPO-Veranstalter an die Stadt Freiburg. Auf einem ehemaligen Kasernengelände der französischen Streitkräfte entstand seit 1994 auf einer Fläche von rund 35 Hektar das in Fachkreisen heute weltbekannte

"Quartier Vauban". Ein städtebauliches Konzept mit qualitätsvollen Straßenräumen und moderner Architektur mit Niedrigenergiebauweise, Passiv- und Plusenergiehäusern. Die Wärmeversorgung des gesamten Stadtteils, mit Ausnahme der Passivhäuser, erfolgt über ein Blockheizkraftwerk mit Holzhackschnitzeln, ein regenerativer und CO2- neutraler Energieträger. Photovoltaik und Solarthermie auf den Dächern sorgen zusätzlich für eine umweltfreundliche Energiebilanz.

Kommunikation und soziales Miteinander finden in verkehrsberuhigten und zum Teil autofreien Straßenräumen, auf zahlreichen Grün- und Spielflächen sowie auf öffentlichen Plätzen wie dem Marktplatz statt. Der Freiburger Stadtteil Vauban mit heute rund 5.000 Bewohnerinnen und Bewohnern zeichnet sich durch hohe Lebensqualität, ökologisches Bewusstsein, erneuerbare Energien, nachhaltiges Verkehrsmanagement und kurze Kommunikationsund Einkaufswege aus.

Standkonzept

Das gestalterische Konzept des Freiburger EXPOStandes stammt nach einer Wettbewerbsausschreibung von den Architekten Fuchs und Maucher. Der Messestand wird nach Ausschreibung in Shanghai durch die Münchner Firma Meplan über den chinesischen Messebauer Syma erstellt.

Auf einem angedeuteten Stadtgrundriss, welcher das historische Thema der europäischen Stadt mit Gassen, Strassen und Plätzen aufgreift, sind mehrere gebäudeartige Kuben angeordnet, die den Stand nach außen und nach innen definieren und gliedern. In Ihrer Anordnung gewähren die Kuben immer wieder Einblicke in und Zugänge zur offenen Mitte des Messestandes, schaffen aber gleichzeitig eine Atmosphäre von Intimität. Das Zentrum bildet - ähnlich einem Brunnen als Treffpunkt eines urbanen Platzes - ein Kommunikationszentrum.

Auf die Kuben umlaufenden Bildleisten werden Fotografien von über 200 Menschen aus Freiburg und der Region zu sehen sein. Die hinterleuchteten Fotos der Fotografin Astis Krause zeigen Menschen in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen sowie jeweils eines von fünf für die Stadt und die Region typischen Attributen: ein Bollenhut, eine Kuckucksuhr, ein Modell des Freiburger Münsters, eine Sonnenblume mit Solarmodul und ein Windrad.

Im Hintergrund des Messestandes öffnet sich der Blick in ein zweiseitig raumhohes Waldmotiv, das in Günterstal aufgenommen wurde und die Verbundenheit mit dem Schwarzwald symbolisiert.

Davor findet eine besondere Installation ihren Standort: Aus einem Ensemble aus insgesamt acht traditionellen und modernen Kuckucksuhren wird zu jeder vollen Stunde eine bestimmte Melodie erklingen, die von den jeweils im exakten Rhythmus erscheinenden Kuckucken "gesungen" wird. Zu hören und zu sehen sind das deutsche Volkslied "Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Wald", das europäische Volkslied "Bruder Jakob", "Für Elise" von Ludwig van Beethoven, das chinesischen Volkslied "Mo Li Hua" und "CooCoo Phasing", eine moderne Komposition der Musikhochschule Freiburg von Alexander Grebtschenko.

Der Film "Freiburger Impressionen" von Harald Herrmann, Bodo Kaiser und Thomas Cernay wird auf vier rundum angeordneten Plasmabildschirmen im Zentrum der Präsentation zu sehen sein. In 18 Minuten vermittelt er visuelle Eindrücke von Stadt und Region, Wissenschaft und Bildung, Wirtschaft und Forschung, Kultur, Festen und Bräuchen, Wein und Kulinarischem. Die künstlerische Umsetzung von Waldmotiv, den "Freiburger Impressionen" und den Bildleisten lag in den Händen von Harald Herrmann.

Die Kuben

Die fünf begehbaren Kuben stehen für fünf Freiburger Themen, die inhaltlich in verschiedenen Arbeitsgruppen mit Vertretern städtischer Ämter, externen Fachleuten aus der Wirtschaft, der Universität und Freiburger Forschungsinstituten vorbereitet wurden.

"Freiburg - District Vauban" stellt das Verkehrsund Energiekonzept des Stadtteils dar, dessen Architektur sowie die gewerbliche und soziale Infrastruktur. Aufbereitet wurden die Themen vom Stadtplanungsamt und dem Stadtteilverein Vauban.

"Freiburg Green City" präsentiert die Umwelt- und Solarwirtschaft, internationale Kooperationen, Wissenschaft und Forschung. Die Universität Freiburg, das Fraunhofer ISE und weitere Forschungseinrichtungen liefern Beiträge und Exponate, mit denen Freiburger Umwelttechnologie auch praktisch erfahren und erprobt werden kann.

"Green Buildings" widmet sich ökologischem Bauen und den Bausteinen für eine CO2-neutrale Stadt. Eine Zeitleiste zeigt die Entwicklung von den ersten Anfängen ökologischen Bauens in den 1970er Jahren bis zur heutigen Passivhausbauweise und Plusenergiehäusern. Das vorrangige Ziel der Präsentation: die Besucher sollen erfahren, was Städte auf kommunaler Ebene auf dem Weg zur CO2-neutralen Kommune bewegen können und bereits geleistet haben.

"Where Ideas Work" wird vom Land Baden- Württemberg gestaltet. Hier werden vor allem die Themen Stadtentwicklung, nachhaltige Produktion und Mobilität präsentiert.

"Freiburg and Friends" dokumentiert alle Sponsoren und Partner der Freiburg-Präsentation.

Hier können Besucherinnen und Besucher auch selbst aktiv mitmachen: Wärmebildkameras der Firma Testo aus Lenzkirch nehmen Objekte auf, die dann anhand der Wärmebilder definiert werden müssen.

Die grafische Konzeption der Außenflächen und die Gestaltung der Innenräume wurde von der BGA Group aus Freiburg im Rahmen einer Projektpartnerschaft übernommen.

So verschieden die Inhalte sind, zeigen sich alle Kuben nach einem gleichen Gestaltungsraster:

Neben Bildern sowie chinesischen und englischen Texten zeigt ein Plasmabildschirm Videos und Animationen zu den jeweiligen Inhalten.

Organisation und Finanzierung

Der Gemeinderat hat die FWTM/FMMI mit der Organisation und Finanzierung beauftragt. Unter Leitung des projektverantwortlichen Geschäftsführers Dr. Bernd Dallmann haben sich zu den verschiedenen Bereichen insgesamt acht Arbeitsgruppen mit 70 Beteiligten gebildet, die die inhaltlichen Aussagen erarbeitet haben. Das FWTM-Expo Team mit Nicole Horstkötter, Katharina Binz, Karin Guillou, Sabine Weber-Loewe, Lian Chen, Daniel Strowitzki und Marcella Kaltenbach war insgesamt 18 Monate mit der Vorbereitung befasst.

Die Gesamtkosten der Präsentation belaufen sich auf 740.000 Euro. Die FWTM deckt aus Überschüssen der Intersolar 2009 300.000 Euro ab. Weitere 440.000 Euro stammen aus Sponsoringmittel, eingeworben durch die FWTM bei Unternehmen und Institutionen.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Shanghai

12 Studierende, die meisten von ihnen von der renommierten Fudan Universität Shanghai sowie deutsche Mitarbeiter mit guten Sprach- und Landeskenntnissen, werden Freiburg Green City über sechs Monate, 183 Tage, jeweils 14 Stunden auf der EXPO in Shanghai repräsentieren. Am 2. Februar startete ein dreiwöchiger Lehrgang für die zukünftigen Standmitarbeiter und Mitarbeiterinnen, der neben Kenntnissen im Klimaschutz und einem grundlegenden technischen Verständnis der Umwelt- und Solarbranche den jungen Guides auch Einblicke in die Geschichte und Kultur der Region vermittelt hat.

Ein Highlight des Aufenthalts war die Teilnahme am Freiburger Rosenmontagsumzug. Der Leiter des Messestandes, Lian Chen, der in Shanghai geboren wurde und seit einigen Jahren für die FWTM arbeitet, wird für die Dauer der EXPO für die Betreuung des Teams vor Ort verantwortlich sein.

Oberbürgermeister Dieter Salomon erwartet von der halbjährigen Freiburger Präsenz auf der EXPO einen Schub für das Profil als "Green City": "In der Dimension der Besucherzahlen und der teilnehmenden Nationen übertrifft die EXPO Shanghai alles bisher Dagewesene. Es war bereits eine besondere Ehre, nach Shanghai als kleinste Stadt in den Themenpark "Urban Best Practice" eingeladen zu sein, und für Freiburg ist es eine großartige Chance, unsere Ziele und Konzepte zu präsentieren und gleichzeitig von anderen zu lernen!" Ausdrücklich dankt Dieter Salomon den städtischen Ämtern und externen Partnern, die unter der Regie der FWTM an der Vorbereitung der Freiburger Präsentation mitgewirkt haben. "Hier ist ein tragfähiges und kreatives Netzwerk aus Stadtpolitik, Wirtschaft und Wissenschaft entstanden, das auch über die EXPO hinaus eine gute Basis für nachhaltige Stadtentwicklung bleiben wird."

OB Salomon geht davon aus, dass die Freiburger Präsentation sich auch für die Umweltwirtschaft der Region nachhaltig auswirken wird. "Wir sind eines der weltweit führenden Zentren in der wissenschaftlichen Forschung und Anwendung der Solartechnologie. Die größten chinesischen Hersteller arbeiten mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme zusammen. Freiburger Know-How und Erfahrungen in der Umweltwirtschaft sind einer unserer wichtigsten 'Exportartikel', den wir auf dem weltweit größten Markt präsentieren können." Davon werde der Wirtschaftsstandort nachhaltig profitieren.

Der projektverantwortliche FWTM-Geschäftsführer Dr. Bernd Dallmann: "Die Freiburg-Präsentation auf der Weltausstellung EXPO in Shanghai mit einem eigenen Stand ist die längste, intensivste und insgesamt bedeutendste Darstellung der Stadt Freiburg auf internationalem Parkett. Wir werden dort einem Weltpublikum für sechs Monate zeigen, welchen Beitrag Freiburg zur zukunftsfähigen nachhaltigen Entwicklung von Städten anbieten kann.

In einer Zeit, in der es das Thema Nachhaltigkeit einen überaus hohen Stellenwert in der weltpolitischen Diskussion hat, wird Freiburg einen substantiellen Beitrag liefern und anhand der eigenen Entwicklung darstellen, wie eine Stadt attraktiv, nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

Der Freiburg-Auftritt auf der Weltausstellung verbindet die Vielseitigkeit und Fachkompetenz von Freiburg Green City mit dem hohen Sympathiewert der Stadt.

Die mittelfristige Wirkung dieses Auftrittes wird bedeutender sein, als die bisher größten Veranstaltungen, nämlich die Landesgartenschau mit 2 Millionen Besuchern bzw. die zweitägige Tour de France mit 1 Millionen Besuchern. Wir versprechen uns für die Stadt einen vergleichbaren Imagegewinn und eine hohe Präsenz in den internationalen Medien.

Die eineinhalbjährige Projektvorbereitung war intensiv und breit angelegt. Mehr als siebzig Personen waren an der Findung der Themen und Erarbeitung der Inhalte aktiv beteiligt. Während dieser Phase sind auch viele neue Erkenntnisse zum Thema 'Green City' entstanden, Materialien wurden erarbeitet und Historisches erforscht. Eine so breite Darstellung des Themas 'Freiburg Green City' hat es in der Vergangenheit noch nicht gegeben; die erarbeiteten Materialien werden auch für die Zukunft Bedeutung haben. Ich danke an dieser Stelle nicht nur den vielen Projektbeteiligten, sondern insbesondere dem FWTMEXPO- Team mit Nicole Horstkötter, Katharina Binz, Karin Guillou, Sabine Weber-Loewe, Lian Chen, Daniel Strowitzki und Marcella Kaltenbach. Sie haben in den vergangenen 18 Monaten eine großartige inhaltliche und organisatorische Leistung erbracht.

Jetzt geht der Stab über an das Ausstellungsteam unter Herrn Lian Chen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Shanghai."

"Der Freiburg-Präsentation gelingt es, im Spiel mit starken, zum Teil traditionellen Motiven und moderner Gestaltung das Lebensgefühl unserer Region - unserer Heimat - zu vermitteln," kommentiert FWTMGeschäftsführer Klaus W. Seilnacht. Im Zusammenspiel mit der Marke "Green City" trage der hohe Sympathiewert dazu bei, das Freiburger Messeund Kongresswesen auch international weiter zu stärken: "Als Geburtsstätte der Intersolar etabliert sich Freiburg weiterhin als Treffpunkt der internationalen Solar- und Umweltszene. Bei den Solar Summits oder der Internationalen Geothermiekonferenz diskutieren Experten aus aller Welt im Konzerthaus Freiburg neuste Technologien und Entwicklungen auf dem Energiemarkt. Gleichzeitig stärken Endverbrauchermessen wie die Gebäude Energie Technik die regionale Wirtschaft."

Für das Freiburger Team ist die Präsentation in Shanghai vor allem wegen der großen Distanz eine logistische Herausforderung. Klaus W. Seilnacht: "Über einen Zeitraum von 6 Monaten werden 70 Millionen Besucher erwartet. Die Ansprüche, die an Messestand und Exponate gestellt werden sind sehr hoch, die Abwicklung vor Ort - von Personal über Programmgestaltung und Standmanagement - komplex."

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