Samstag, 10. Dezember 2016


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Biotechnologie birgt höchstes Potential für den High-Tech-Standort Deutschland

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer besuchte das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried, das Top-Medikamente und neue Therapien für Patienten mit schweren Erkrankungen hervorbringt

(lifePR) (Planegg/Martinsried, ) Schon früh setzte der Freistaat Bayern auf Biotechnologie. In diesem Jahr feiert das IZB sein 20jähriges Jubiläum und blickt auf eine große Erfolgsgeschichte zurück. Dies nahm Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer zum Anlass sich einen Einblick in den weltweit anerkannten Wissenschaftsstandort zu verschaffen. "Um im globalen Wettbewerb - gerade mit Blick auf Amerika - den Anschluss nicht zu verlieren, ist es nun wichtig, das benötigte Kapital für eine schnelle und dynamische Entwicklung in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der steuerlichen Aspekte ist hier auch unsere Politik gefragt", so Dr. Peter Zobel, Geschäftsführer.

In einem Rundgang durch beispielhafte IZB-Unternehmen konnte Pschierer in die spannende Welt der Biotechnologie eintauchen. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer: "Das IZB zeigt, wie zukunftsweisende Technologien erfolgreich angewendet werden können. Die Biotechnologie birgt ein enormes Potenzial, das noch mehr genutzt werden kann. Hier gilt es jetzt, die richtigen Weichen zu stellen, um am Erfolg dieser Branche teilzuhaben. Es ist unser Ziel, Bayern als Biotechnologie-Standort europaweit an die Spitze zu führen. In den letzten 10 Jahren hat der Freistaat Bayern daher über 600 Millionen Euro in diese Schlüsseltechnologie investiert."

Dr. Barbara Mayer von der Spherotec GmbH präsentierte die Analyse des individuellen Krebsmedikamentes für Tumorpatienten. Mit ihrer Diagnose kann von Anfang an das richtige Medikament für die Chemotherapie eingesetzt werden. Dr. Frederico Bürsgens von GNA Biosolutions stellte ein neues Gerät zur ultraschnellen Diagnose von resistenten Krankenhauskeimen vor, das die Ergebnisse in 10 Minuten liefert. So können schon bei der Aufnahme eines Patienten am Empfang des Krankenhauses entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Die Proteine aus Alpakas von der ChromoTek GmbH sind begehrt. Diese kurzkettigen Proteine können für Forschungsarbeiten auf der ganzen Welt eingesetzt werden und verkürzen ein Projekt um ein Vielfaches. Dr. Marion Jung exportiert ihr Produkt bereits in über 50 Länder.

Enno Spillner, Geschäftsführer der 4SC AG präsentierte die Krebsmedikamente, die das Unternehmen derzeit zum Beispiel für Lungenkrebspatienten erfolgreich entwickelt. Die 4SC erforscht und entwickelt zielgerichtet wirkende, niedermolekulare Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf in verschiedenen Krebs- und Autoimmunindikationen. Damit sollen den betroffenen Patienten innovative Therapien mit verbesserter Verträglichkeit und Wirksamkeit im Vergleich zu bestehenden Behandlungsmethoden für eine höhere Lebensqualität geboten werden. Die Pipeline des Unternehmens umfasst vielversprechende Produkte in verschiedenen Phasen der klinischen Entwicklung. Durch Partnerschaften mit Unternehmen der Pharma- und Biotechnologieindustrie setzt die 4SC auf zukünftiges Wachstum und Wertsteigerung.

Fördergesellschaft IZB mbH

Die Fördergesellschaft IZB mbH, im Jahre 1995 gegründet, ist die Betreibergesellschaft der Innovations- und Gründerzentren Biotechnologie in Planegg-Martinsried und Freising-Weihenstephan und hat sich zu den Top Ten der Biotechnologiezentren der Welt entwickelt. Auf 25.000 qm2 sind derzeit 63 Biotechunternehmen mit über 650 Mitarbeitern angesiedelt. Hier wird an der Entwicklung von Medikamenten gegen schwerste Erkrankungen, wie etwa Krebs, Alzheimer und diversen Autoimmunerkrankungen gearbeitet - und es gibt erste Erfolge. Im IZB Freising-Weihenstephan - 15 Minuten vom Flughafen entfernt - befassen sich Wissenschaftler mit Entwicklungen im Bereich Life Science. Ein wesentliches Kriterium für den Erfolg der IZBs ist die räumliche Nähe zur Spitzenforschung. Mehr Infos unter www.izb-online.de

Institutionen auf dem Campus Martinsried: Max-Planck-Institut für Biochemie, Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Fakultät für Biologie der LMU*, Klinikum Großhadern der LMU*, Fakultät für Pharmazie und Chemie der LMU*, Neurologisches Forschungszentrum, HelmholtzZentrum München Hämatologikum, Zentrum für Neuropathologie und Prionforschung (ZNP), Genzentrum der LMU* und Institut für Biochemie, Biomedizinisches Zentrum der LMU*, Zentrum für Schlaganfall- und Demenzforschung (im Bau), Bio SysNet (im Bau), Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie IZB sowie das Bayerische Cluster für Biotechnologie und zahlreiche Biotech-Unternehmen. (*LMU=Ludwig-Maximilians-Universität)

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