Donnerstag, 19. Januar 2017


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Keine Sanierung ohne Energieberatung!

Grenzüberschreitendes Initiativprogramm gestartet

(lifePR) (Kempten (Allgäu), ) Noch saniert nicht jeder private und öffentliche Gebäudeeigentümer so weitgehend, wie es wirtschaftlich Sinn macht. Um hier anzusetzen und die Sanierungsqualität gemeinsam vom Allgäu über Vorarlberg bis in den Bodenseeraum von Baden Württemberg zu verbessern, starteten das Energieinstitut Vorarlberg, die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) und das Energieund Umweltzentrum Allgäu (eza!) das grenzüberschreitende Initiativprogramm "Sanieren mit GRIPS".

Als öffentlicher Auftakt für das Projekt "Sanieren mit GRIPS!" fand am 18. November im Kornhaus in Kempten der erste Jahreskongress statt. Die rund 150 Teilnehmer waren Energieberater, Architekten, Ingenieure und Handwerksbetriebe, die sich über neue Entwicklung und Praxiserfahrungen im Bereich der Altbausanierung austauschten.

Gut geplante Altbausanierungen können eine Reduktion des Heizenergiebedarfs von bis zu 90 % erreichen - und sind häufig auch wirtschaftlich umsetzbar. Daher propagieren eza!, Energieinstitut und KEA ganzheitliche Sanierungskonzepte, am besten auf diesen Sanierungsstandard ausgerichtet. Aber: "Häufig können oder wollen Hauseigentümer nur Teilsanierungen durchführen. Aber auch in diesen Fällen ist ein Gesamtkonzept, das auch zukünftige Sanierungsschritte betrachtet, sehr wichtig", sagt eza!-Geschäftsführer Martin Sambale. Daher fordert er: "Keine Sanierung ohne Energieberatung!". Dass dies für Hauseigentümer kein Problem darstellt, zeigte er anhand einer Karte aller gut 90 Energieberatungsstellen in der Region. In diesen werden als erste Anlaufstelle für Bürger kostenlose und neutrale Beratungen angeboten.

Adi Groß, der Geschäftsführer des Energieinstituts Vorarlberg und Landesenergiebeauftragte von Vorarlberg, betonte, dass diese Energieberatung immer der erste Schritt sei, dass aber die anschließende Auswahl des Planers und der ausführenden Betriebe große Bedeutung habe. "Mit der Plattform 'Partnerbetrieb Traumhaus Altbau' in Vorarlberg und dem Netzwerk der eza!- partner im Allgäu gibt es bereits eine Vielzahl an Architekten, Ingenieuren und Handwerksbetrieben, die sich kontinuierlicher Qualitätskontrolle und regelmäßigen Weiterbildungen unterziehen - dies sind die richtigen Partner für gelungene Sanierungen."

Nachdem alle Partner des Projektes in Ihren Regionen in der Vergangenheit bereits sehr gute Erfolge erzielt haben, sollen jetzt mit dem Projekt GRIPS noch mehr Hauseigentümer noch besser erreicht werden. Volker Kienzlen, Geschäftsführer der KEA, erläuterte, dass neben einer gemeinsamen Internetseite vor allem an der Vernetzung von Fachleuten und Energieberatern gearbeitet wird und für diese verbesserte Arbeitsmaterialien erstellt werden.

"Sanieren mit GRIPS!" (= GRenzüberschreitendes InitiativProgramm für's Sanieren) wird über Interreg IVA aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert. Auf der Internetseite www.grips.info können jetzt Hauseigentümer auf einen Blick auf einer Landkarte alle gut 90 Beratungsstellen der gesamten Region sehen. Veranstaltungshinweise tragen zur wirksamen Vernetzung der gesamten Region bei.

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