Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 139178

Gute Laune und clever bestücktes Gepäck

Kleiner "Kreuzfahrt-Knigge"

(lifePR) (Hamburg, ) Wer eine Kreuzfahrt bucht, reist mit großem Gepäck. Falls die Adresse für 6, 12 oder gar 21 Tage "Luxusliner" heißt. An Bord eines Traumschiffes - ob Atlantiküberquerung nach New York oder schippern in warmen Gewässern - man könnte meinen, dass die zweite Hauptbeschäftigung neben Speisen in ständigem Umkleiden besteht. Darum sollten auch Männer nicht zögern und viele ihrer guten Sachen einpacken.

Schon zum Frühstück wird korrekte sportliche Kleidung erwartet, etwa feines T-Shirt ohne Werbeaufdruck, Bluse, Hemd, Stoffhose, gute Pullover, falls Jeans dann edel. Also keine kurzen Hosen oder Badebekleidung.

In den exklusiven Restaurants, zum Kapitäns-Dinner und für die verschiedenen Gala- Veranstaltungen ist Abendgarderobe erforderlich, die man sich auch an Bord gegen Entgelt leihen kann. Wer hat, nimmt seinen Smoking mit oder alternativ einen dunklen Anzug.

Abendkleid/er, kleines Schwarzes, Cocktailkleid/er oder eleganter Hosenanzug für die Dame. Komplettiert mit schönem Schmuck sowie ausgefallenen Accessoires. Jackett und Krawatte wird benötigt, Regenjacke, feste Schuhe und natürlich Sportkleidung.

Generell ist auf Kreuzfahrten die Kleiderempfehlung an See-Tagen formell bis informell und an Tagen, an denen das Schiff im Hafen liegt, informell bzw. leger. Man kann jedoch eigentlich nichts falsch machen, denn die Garderobenvorschläge stehen immer im Tagesprogramm der Schiffe und sind während des ganzen Abends ab 18.00 Uhr gültig Und wem die Hübschmacherei hin und wieder zu anstrengend ist, kann auch einmal in das einfache Bord-Restaurant ausweichen.

"Freestyle Cruising" heißen neue und erfolgreiche Konzepte einiger Reedereien: Kein Gängeln der Passagiere bei Kleider- und Tischordnung sowie bei der Nahrungsaufnahme.

Mindestens sechs Mahlzeiten - oft auch mehr - können täglich an Bord eingenommen werden. Da stellt sich die Frage, ob man die Hauptmahlzeiten stets mit den gleichen Personen am zugewiesenen Tisch einnehmen muss. Normalerweise ist mit der Wahl der Kabine auch automatisch eine Tischreservierung in einem der Restaurants verbunden.

Sitzplatzwünsche werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Natürlich kann man sich untereinander am Tisch absprechen, um auch einmal einen anderen Blickwinkel zu haben.

Im Allgemeinen genießt der Gast einen perfekten 5-Sterne-Service. Was jedoch nicht heißt, regelmäßig Sonderwünsche zu haben, um sich wichtig zu machen. Gerade die Küchencrew gibt bei zwei "Sitzungen" (18:00 + 20:30 Uhr) im Restaurant ihr Äußerstes.

Speiseunverträglichkeiten und spezielle Vorlieben sollten bei der Buchung angegeben werden.

Macht man sich bekannt mit den Tischnachbarn? Ja, das ist selbstverständlich - man möchte ja nicht für etliche Tage anonym mit einander sprechen.

Ohne gepflegten Smalltalk geht es nicht. Da alle Gäste annähernd die gleichen Erfahrungen machen und ähnliche Eindrücke sammeln, bieten sich folgende Themen an:

Das Schiff, das Wetter, das Programm an Bord, die sportlichen Aktivitäten, Land und Leute. Darüber hinaus werden die Sinne auf Empfang gestellt. Was man sieht, hört, riecht und schmeckt kann dem angeregten Austausch dienen. Natürlich wird man auch privates erzählen, machen Menschen mehr, anderen weniger. Englischkenntnisse sind von Vorteil, da die Gäste z. B. bei Transatlantikfahrten zu 60% Amerikaner sind.

Amerikaner sind sehr harmoniebedürftig. Bei Konflikten und Kritik ist Zurückhaltung angesagt. Schlechte Laune wird zuhause gelassen, Meckerei und Rechthaberei, weil plötzlich alles anders ist, kommt überhaupt nicht an. Deutsche Besserwisserei wirkt erst recht arrogant. Zauberworte im Umgang mit Amerikanern sind: "Please" und "Thank you" sowie "Sorry" und "Excuse me"! Vieles ist "Great".

Rauchen bei Tisch ist nicht gestattet - in allen öffentlichen Bereichen wird nicht geraucht.

Es gibt ausgewiesene Bereiche für Raucher ebenso wie es auch eine Lounge für Raucher von Pfeifen und Zigarren gibt.

Trinkgelder sind auch auf dem Schiff ein Thema. Auf den meisten Luxuslinern schließen die Reisepreise keine Trinkgelder ein. Für die Trinkgeldgabe der Kabinen- und Restaurant- Stewards wird das Bordkonto belastet - ungefähr mit Tagessätzen zwischen 9 und 13 EUR. Ein bisschen verwirrend ist, dass auch noch Trinkgelder auf den Rechnungen z. B.

im Spezialitätenrestaurant stehen und erwartet werden. Grundsätzlich sind Trinkgelder eine freiwillige Leistung, und wer mit dem Service nicht zufrieden war, kann den Tip vor Ende der Reise entsprechend kürzen oder ganz streichen lassen. Falls Tips direkt übergeben werden möchten, lässt man bei herausragendem Service einen angemessenen Betrag im Briefumschlag in der Kabine liegen oder übergibt ihn direkt.

Technikverliebte Allesfilmer können für Mitreisende lästig werden. Stilvolle Menschen vergewissern sich, bevor sie fremde Personen ablichten oder das ganze Menü beim Kapitäns-Dinner filmen.

Und am Ende der angenehmen Zeit auf See? Visitenkarten und Telefonnummern austauschen? Sich gleich gegenseitig einladen? Manche Urlaubsbekanntschaft hält, die meisten nicht. Wer keine weiteren Kontakte möchte bleibt vage und ist damit nicht unhöflich.

Etikette Trainer International (ETI)

ETI ist ein Zusammenschluss von internationalen Etikette Trainern, die gesellschaftliche Entwicklungen diskutieren, mit traditionellen Formen vergleichen und gegebenenfalls neue Standards setzen. Diese Empfehlungen werden in Seminaren, Pressegesprächen und Veröffentlichungen transportiert. Alle Mitglieder haben eine qualifizierte Ausbildung im Bereich Umgangsformen, Hotellerie, Gastronomie oder Protokoll und bilden sich ständig weiter. Dieses Netzwerk von Spezialisten steht für Aktualität, Kompetenz und Qualität.

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