Freitag, 09. Dezember 2016


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Trotz Krise: Deutsche wollen nicht an Weihnachtsgeschenken sparen

Verbraucherumfrage zu geplanten Käufen von Weihnachtsgeschenken

(lifePR) (Stuttgart, ) .
- Stabiles Weihnachtsgeschäft zu erwarten
- Konsumenten wollen im Durchschnitt 226 Euro ausgeben - 5 Euro mehr als 2008
- Bücher, Gutscheine und Kleidung sind die beliebtesten Weihnachtsgeschenke
- Fachgeschäfte profitieren am stärksten vom Weihnachtsgeschäft

Trotz Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit: Wenn es um Geschenke für Freunde und Familie geht, wollen die Deutschen in diesem Jahr keine Abstriche machen: Durchschnittlich 226 Euro wollen die Deutschen für Weihnachtsgeschenke ausgeben, 5 Euro mehr als im Vorjahr. Am meisten wollen die Befragten für Gutscheine, Kleidung und Bücher ausgeben. Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Basis der Studie ist eine repräsentative Umfrage unter 2.000 Verbrauchern.

Wie in den Vorjahren stehen auch 2009 Bücher ganz oben auf der Einkaufsliste: 57 Prozent der Verbraucher haben vor, Literatur zu verschenken. Ebenfalls gerne verschenkt werden Kleidung und CDs bzw. DVDs (49 bzw. 45 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) planen, Geld oder Gutscheine zu verschenken. DVD-Spieler, HiFi-Anlagen oder Flachbild-Fernseher sind vielen Deutschen dagegen offenbar nicht festlich genug - nur 27 Prozent wollen Unterhaltungselektronik auf den Gabentisch legen - im Vorjahr lag der Anteil noch bei 32 Prozent.

Steigende Umsätze sind in diesem Jahr vor allem in den Bereichen Spielwaren und Sportartikel zu erwarten: Hier steigen die geplanten Ausgaben im Vergleich zu 2008 von 19 auf 23 Euro bzw. von 4 auf 8 Euro. Weniger ausgeben wollen die Befragten hingegen für Eintrittskarten (Veranstaltungen/Freizeiteinrichtungen) und Reisen. Im Durchschnitt wollen die Konsumenten für Geschenke aus diesen Bereichen 10 Euro (2008: 12 Euro) bzw. von 4 Euro (2008: 6 Euro) ausgeben.

"Die Ergebnisse lassen auf ein zumindest stabiles Weihnachtsgeschäft hoffen" kommentiert Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. Im vergangenen Jahr hatte die Wirtschaftskrise massiv die Kauflaune getrübt: Die Budgets für Weihnachtsgeschenke fielen im Vergleich zu 2007 um 10 Prozent von 246 auf 221 Euro. Dass es in diesem Jahr nicht zu einer weiteren Reduzierung gekommen ist, führt Harms darauf zurück, dass der befürchtete drastische Anstieg der Arbeitslosigkeit bisher ausgeblieben sei und die Wirtschaft weniger stark geschrumpft sei als erwartet. "Die Krise ist bislang bei den Verbrauchern gar nicht vollständig angekommen, die konkreten Auswirkungen halten sich bei den meisten Menschen noch in Grenzen", stellt er fest. Zudem kämen aus der Wirtschaft wieder vermehrt gute Nachrichten. "Es macht sich eine gewisse Erleichterung breit: Die Menschen haben den Eindruck, dass das Schlimmste vorbei sein könnte".

Harms warnt allerdings vor allzu großem Optimismus: "Der sich abzeichnende Aufschwung steht immer noch auf schwachen Füßen, die Wirtschaft ist nach wie vor sehr anfällig. Und die Stimmung unter den Verbrauchern könne sich schnell wieder drehen - wenn etwa die neue Bundesregierung Steuern und Abgaben erhöht oder es zu einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit kommt".

Fachgeschäfte profitieren am stärksten vom Weihnachtsgeschäft

Ihre Geschenkeinkäufe wollen die Deutschen in erster Linie in Fachgeschäften bzw. Fachmärkten tätigen: Im Durchschnitt werden die Verbraucher 48 Prozent ihres Budgets (das entspricht 108 Euro) im Fachgeschäft ausgeben, 26 Prozent (=59 Euro) im Kaufhaus und 14 Prozent (=31 Euro) bei Online-Händlern.

Jüngere Konsumenten (unter 35 Jahren) kaufen inzwischen im Internet fast so viel ein wie in Kaufhäusern: Im Internet wollen sie 47 Euro ausgeben (das sind 23 Prozent der Gesamtausgaben), im Kaufhaus 54 Euro (27 Prozent der Gesamtausgaben).

Westdeutsche sind spendabler als 2008, im Osten soll gespart werden

Während die Konsumenten in Ostdeutschland ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke deutlich reduzieren wollen (von 237 auf 213 Euro) planen die Menschen in den westdeutschen Bundesländern, in diesem Jahr ihre Budgets aufzustocken: von 217 auf 229 Euro.

Frauen wollen mehr für Kleidung (Frauen: 28 Euro / Männer: 24 Euro), Bücher, (26/21) und Spielwaren (24/21) ausgeben als Männer, während Männer traditionell mehr in Unterhaltungselektronik (Männer: 18 Euro / Frauen: 10 Euro) und Schmuck (17/8) investieren wollen.

Gutverdiener mit einem Hauhaltseinkommen von mehr als 50.000 Euro Brutto wollen durchschnittlich 374 Euro in Weihnachtsgeschenke investieren, während Verbraucher mit geringem Einkommen (unter 25.000 Euro) nur 179 Euro für Geschenke ausgeben wollen. Während Gutverdiener besonders viel Geld für Spielwaren, Kleidung und Bücher ausgeben, investieren Geringverdiener vor allem in Geldgeschenke.

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