Freitag, 02. Dezember 2016


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Ausstellung zu Philipp Melanchthon in Tübingen

Kooperation von Stadtmuseum Tübingen und Einrichtungen der Universität Tübingen

(lifePR) (Tübingen, ) Vom 24. April bis 18. Juli 2010 ist eine Ausstellung im Tübinger Stadtmuseum unter dem Titel "Vom Schüler der Burse zum 'Lehrer Deutschlands' - Philipp Melanchthon in Tübingen" zu sehen. In einem Kooperationsprojekt von Einrichtungen der Eberhard Karls Universität Tübingen und des Stadtmuseums Tübingen wird damit anlässlich des 450. Todestages am 19. April an die Tübinger Zeit des großen Hu-manisten und Reformators Melanchthon (1497-1560) erinnert. Neben der Ausstellung wird es auch eine Studium-Generale-Vorlesungsreihe an der Universität sowie eine grundlegende wissenschaftliche Publikation geben.

Erstaunlicherweise sind Melanchthons Frühwerk und die prägende Rolle seiner Studienstadt Tübingen bisher kaum wissenschaftlich erarbeitet worden oder gar ins öffentliche Bewusstsein gedrungen. Diese Lücke versuchen nun das Museum der Universität MUT, die Evangelisch-Theologische Fakultät und das Institut für Geschichtliche Landeskunde in enger Kooperation mit dem Stadtmuseum Tübingen zu schließen. Die gemeinsame Ausstellung zeigt die Tübinger Universität zu Anfang des 16. Jahrhunderts, eingebunden in die Stadt Tübingen und in das Herzogtum Württemberg, als den intellektuellen und politischen Hintergrund, vor dem Melanchthon bereits zu diesem frühen Zeitpunkt vielfältig wirkte. Dabei war der Humanist noch nicht der spätere Reformator oder Theologe, sondern vor allem Philologe, der unter anderem eine griechische Grammatik erstellte. Neben Handschriften und frühen Drucken sind auch Porträts, Skulpturen, Graphiken und Universitätsinsignien in der Ausstellung zu sehen. Die Besucherinnen und Besucher sollen nicht nur Einblick in Melanchthons Frühwerk als Autor, Dozent und Druckerei-Mitarbeiter, sondern auch in die Anfänge des deutschen Humanismus in Stadt und Universität Tübingen im 16. Jahrhundert erhalten.

Philipp Melanchthon war ab 1512 Mitglied der Universität Tübingen, zunächst als Student und als 17-Jähriger auch in der Lehre. Bevor er 1518 einer Berufung an die Universität Wittenberg folgte, legte er bereits in seiner Heimat den Grundstein eines bildungsreformerischen Programms. Seine Forderungen, sich die ethischen Ideale der großen klassischen Denker anzueignen, dadurch die kulturelle Wüste des Mittelalters zu überwinden und mittels Bildung ein Gott und den Menschen gefälliges Leben zu führen, brachten Melanchthon in der Folge den Ruf als "Praeceptor Germaniae" ("Lehrer Deutschlands") ein.

Zur inhaltlichen Vertiefung und als bleibende wissenschaftliche Grundlage erscheint zur Ausstellung ein Begleitband, der erstmals Melanchthons Tübinger Zeit und Wirken näher beleuchtet. Autoren sind unter anderen die renommierten Frühneuzeit- und Kirchenhistoriker Ulrich Köpf, Sönke Lorenz, Günther Frank und Karin Reich.

Eine Vorlesungsreihe im Rahmen des Studium-Generale-Programms an der Universität Tübingen im Sommersemester 2010 (jeweils Montag, 20.15 Uhr, Hörsaal 22, Kupferbau) rundet das Thema ab.

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