Samstag, 03. Dezember 2016


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WissenschaftspreisträgerInnen 2009 gekürt

Auszeichnung des Landes Niederösterreich würdigt Leistungen in Wissenschaft und Erwachsenenbildung

(lifePR) (Krems, ) Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll überreichte am 27. November die diesjährigen Wissenschaftspreise des Landes Niederösterreich im Rahmen eines Festaktes in der Donau-Universität Krems. Ausgezeichnet wurden heuer neun WissenschaftlerInnen und ErwachsenenbildnerInnen für Lebenswerke und herausragende wissenschaftliche Projekte aus den verschiedensten Disziplinen. Der Rektor der Donau-Universität Krems, Univ.-Prof. Dr. Jürgen Willer, verwies in seiner Begrüßung auf die besonderen Herausforderungen der Wissenschaften im 21. Jahrhundert. WissenschaftlerInnen seien mehr als je zuvor aufgefordert, ihre Arbeiten öffentlich zu diskutieren.

Das Land Niederösterreich ehrt und fördert jährlich herausragende ForscherInnen in den Kategorien "Wissenschaft" und "Erwachsenenbildung", die durch ihre Arbeiten einen wesentlichen Beitrag zur wissenschaftlichen Eigenständigkeit des Landes leisten. 2009 wurden drei Würdigungspreise für das Lebenswerk und sechs Anerkennungspreise für herausragende Projekte verliehen. Videoporträts, erstellt vom ORF Niederösterreich, veranschaulichten die Leistungen der PreisträgerInnen bei der Verleihung.

Der Rektor der Donau-Universität Krems, Univ.-Prof. Dr. Jürgen Willer, sagte in seiner Begrüßung, die Wissenschaften stünden am Beginn des 21. Jahrhunderts in besonderem Maße in einem Spannungsverhältnis ihrer öffentlichen Wahrnehmung, weil ihnen sowohl eine konstruktive als auch eine destruktive Rolle zugewiesen wird. Mehr als je zuvor seien WissenschaftlerInnen aufgefordert, ihre Arbeit öffentlich zu diskutieren und mit den BürgerInnen ins Gespräch zu kommen.

Regierungsprogramm stützt Wissenschaft

"Niederösterreich hat sich in der Vergangenheit als wichtiger Wissenschaftsstandort positioniert, etabliert und emanzipiert und wird heute als solcher registriert und anerkannt", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bei der feierlichen Preisverleihung im Audimax der Donau-Universität Krems. "Diese Strategie wollen wir auch in Zukunft fortführen", sagte Pröll und verwies auf ein Investitionsprogramm von 320 Millionen Euro im Wissenschaftsbereich. Ziel sei es, die Zahl der WissenschaftlerInnen in Niederösterreich von 1.000 auf 2.000 zu verdoppeln.

Wissenschaft sichtbar machen

Gastrednerin Prof. Dr. Doris Rusch hob anlässlich der Verleihung die Bedeutung der Sichtbarkeit von Wissenschaft hervor. WissenschaftlerInnen und ihre Disziplinen müssten zunächst sichtbar gemacht werden, um in weiterer Folge auch Anerkennung erlangen zu können. Als WissenschaftlerIn sei es wesentlich, die Mechanismen des Systems zu erkennen, "um sich kompetent in ihm bewegen zu können, aber sich von ihm nicht überwältigen zu lassen", betonte Rusch. Die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, werde in der heutigen Zeit immer wichtiger. Die erfolgreiche Wissenschaftlerin arbeitet zurzeit am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und ist Gastlektorin an der Donau-Universität Krems. Am MIT beschäftigt sie sich mit der jungen Disziplin der Computerspielforschung, die auch an der Donau-Universität Krems betrieben wird. Rusch studierte unter anderem Linguistik, Englisch und Philosophie und verbindet das interdisziplinäre Wissen erfolgreich in ihren Forschungsschwerpunkten im Bereich der Medien- und Bildwissenschaften.

Individuelle Preistrophäe für Würdigungspreise

Erstmals erhielten die drei WürdigungspreisträgerInnen em. o. Univ.-Prof. Mag. Dr. DDr. h.c. Elisabeth Lichtenberger, Univ.-Prof. Dr. Dieter Falkenhagen und Mag. Dr. Erich Rabl im Rahmen der Preisverleihung eine individuelle Preisskulptur. Die Hornskulptur auf Aluminiumsockel mit dem Namen "hyle" (ausgesprochen "huhlay") wurde von der niederösterreichischen Künstlerin Judith Fegerl entworfen. Jede Preisskulptur ist aufgrund des verwendeten Materials einzigartig.

Anerkennung in Wissenschaft und Erwachsenenbildung

Die Anerkennungspreise für wissenschaftliche Leistungen gingen 2009 an: Dr. Kurt Decker (Department für Geodynamik und Sedimentologie, Universität Wien), DI Alexander Kusternig (Institut für Computergraphik und Algorithmen, Technische Universität Wien), DI Dr. Dietrich Liko (Institut für Hochenergiephysik, Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Priv.Doz. Mag. Dr. Andreas H. Zajic, MAS (Institut für Mittelalterforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften).In der Kategorie Erwachsenenbildung ausgezeichnet wurden Christoph Mayer, Niklas Perzi und Ernst Wurz von der Waldviertel Akademie sowie der Autor und Literaturvermittler Prof. Harald Mandl aus Gerasdorf. Moderatorin Inge Winder, ORF Niederösterreich, führte durch den feierlichen Abend. Für die musikalische Gestaltung der Vergabe der Wissenschaftspreise sorgte das niederösterreichische Klarinettenquartett CLARI.NET.WORK.

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