Dienstag, 06. Dezember 2016


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So vermeiden ältere Patienten Unterzuckerungen

Diabetes im dritten Lebensabschnitt

(lifePR) (Berlin, ) Heutzutage sind mehr als 50 Prozent der Menschen mit Diabetes älter als 65 Jahre. Etwa 1,3 Millionen sind aktuell pflegebedürftig, davon haben 450 000 einen Diabetes. Bis zu 250 000 von ihnen sind insulinpflichtig. Sehstörungen, eingeschränkte Beweglichkeit und Demenz können die Therapie der Zuckerkrankheit dann deutlich erschweren. Das kann im schlimmsten Fall zu schweren Stoffwechselentgleisungen führen. Wie Angehörige, Ärzte oder Pflegende die Lebensqualität von Menschen mit Diabetes im höheren Lebensalter verbessern und gleichzeitig Unterzuckerungen vermeiden können, erklärt Dr. med. Jürgen Wernecke vom Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg im nächsten Experten-Chat von [b]diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe am 9. Juli 2015. Fragen können ab sofort kostenlos und anonym eingesendet werden.[/b]

Wichtig für ältere Menschen mit Diabetes ist ein Therapiekonzept, das vor allem den Austausch zwischen Hausärzten, Diabetologen, Pflegenden aber auch Angehörigen beinhaltet. "Im Übrigen sollte sich die Behandlung des Diabetes bei gesund alternden Menschen wie bei jüngeren Patienten an den Leitlinien orientieren", sagt Dr. Wernecke. Anders sehe das bei gebrechlichen Betroffenen aus. Hier sei es Ziel, die Lebensqualität zu erhalten. "Bei geriatrischen Patienten muss möglichst lange der Erhalt der Selbstständigkeit angestrebt werden", betont der Experte. Darüber hinaus ist für sie Bewegung und eine ausgewogene Ernährung von entscheidender Bedeutung. Vor allem gehe es darum, Unterernährung und somit eine Verschlechterung des körperlichen Zustands zu vermeiden.

Generell müsse das erste Therapieziel bei älteren Patienten mit Diabetes eine optimale Einstellung des Blutzuckers sein. Mindestens ebenso wichtig sei aber, Unterzuckerungen zu vermeiden. "Das Risiko, eine Unterzuckerung zu erleiden, erhöht sich bei schlechter Nierenfunktion, fehlerhafter Medikamenteneinnahme aufgrund einer Demenzerkrankung oder Gewichtsverlust", erklärt der Chat-Experte. Das Gefährliche daran ist, dass Unterzuckerungen im höheren Alter kaum oder im schlimmsten Fall gar nicht gespürt werden. Auf welche Symptome Patienten, Angehörige und Ärzte deshalb genau achten sollten, erläutert Dr. Wernecke im Experten-Chat am Donnerstag, 7. Juli 2015.

Terminhinweis:
Experten-Chat zum Thema "Diabetes im höheren Lebensalter" mit Dr. med. Jürgen Wernecke: 9. Juli 2015, 16 bis 18 Uhr

Quelle: M. A. Nauck, J. J. Meier, Kursbuch Klinische Diabetologie, Verlag Kirchheim + Co GmbH, Mainz, 2013

Weitere Informationen unter www.diabetesde.org

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