Dienstag, 06. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 156216

Tarifverhandlungen gescheitert

Fluglotsenstreik unwahrscheinlich

(lifePR) (Langen, ) Die Tarifverhandlungen zwischen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) sind gescheitert. Ein Streik der Fluglotsen zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nach Auffassung der DFS jedoch unwahrscheinlich.

Bei den Tarifverhandlungen ging es um den Belastungsausgleich für Fluglotsen. Hierbei handelt es sich um die unterschiedlichen Arbeitszeiten, die Fluglotsen je nach Belastung abzuleisten haben. Die Arbeitsbelastungen, denen Fluglotsen ausgesetzt sind, variieren je nach Verkehrsaufkommen und Komplexität des Flugverkehrs und werden regelmäßig untersucht und tariflich angepasst. Die Verhandlungen wurden in diesem Jahr erstmalig mit Gesprächen zu einer gemeinsamen Personaleinsatzplanung verknüpft. Diese Gespräche waren kürzlich von der Gewerkschaft angeboten worden, um gemeinsam mit den Arbeitgebern die punktuellen Personalprobleme, die die DFS derzeit an zwei Niederlassungen hat, zu lösen. Die GdF hatte signalisiert, auf gewisse tarifliche Vereinbarungen zu verzichten, um den Personaleinsatz flexibler zu gestalten.

Im Rahmen der Verhandlungen blieb die GdF jedoch bei ihrer Forderung kürzere Arbeitszeiten an Flughäfen zu fordern, an denen ein Verkehrsrückgang zu verzeichnen ist. Dies hätte zu einer weiteren Personalaufstockung geführt. So forderte die GdF beispielsweise mehr Personal für den Flughafentower in Saarbrücken, obwohl dieser Flughafen einen Verkehrsrückgang von 13,5 Prozent im vergangenen Jahr zu verzeichnen hatte und ohnehin schon zu den verkehrsärmsten in Deutschland gehört. Die von der DFS vorgeschlagenen Lösungsansätze, die dem Verkehrsrückgang Rechnung getragen hätten, wurden jedoch von Gewerkschaftsseite allesamt kategorisch abgelehnt.

"Für mich sind die Forderungen der Gewerkschaft nicht nachvollziehbar", sagte DFS-Arbeitsdirektor Jens Bergmann. "Auf der einen Seite verhandeln wir darüber, wie wir Personalengpässe beseitigen und Verspätungen im Luftverkehr reduzieren können und auf der anderen Seite stellt die GdF Forderungen, die dazu führen, den Personalengpass weiter zu verschärfen. Das passt nicht zusammen." Er fordere die Gewerkschaft daher auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Wenn wir wirklich ernsthaft das gemeinsame Interesse haben, in der DFS die erforderliche Personalnachführung zu bewerkstelligen und gleichzeitig überall neben hervorragender Safety auch hohe Pünktlichkeit liefern wollen, dann müssen wir dafür auch die passenden Mittel wählen. Dabei Forderungen zu erfüllen, die einfach keine inhaltliche Rechtfertigung haben, kommt für uns nicht in Frage."

DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5.600 Mitarbeitern. Die DFS sorgt für einen sicheren und pünktlichen Flugverlauf. Die Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr knapp drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen. Die DFS erbringt weltweit Beratungs- und Trainingsleistungen und entwickelt und vertreibt Flugsicherungs-, Ortungs- und Navigationssysteme. Auch flugrelevante Daten, Luftfahrtpublikationen und Flugberatung gehören zum Angebot. Die DFS hat folgende Geschäftsbereiche: Center, Tower,

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