Freitag, 20. Januar 2017


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VMW fordert spezifische Beratung in den Kammern für migrantische Gründer

VMW fordert: Interkulturelle Öffnung und spezifische Beratung in den Kammern für migrantische Unternehmer und Gründer

(lifePR) (Berlin, ) Jeder fünfte Unternehmensgründer in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Um so wichtiger ist es, dass sie die Hürden, die speziell Migranten bei Unternehmensgründungen nehmen müssen, kennen und sich darauf vorbereiten. Wir appellieren an die Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern sich interkulturell zu öffnen und in den Kammern vor Ort Geschäftsbereiche für die spezifische Beratung von Migranten-Unternehmen einzurichten. Der VMW-Vorstand, zu dem unter anderem Aygül Özkan und Nihat Sorgec gehören, hat jetzt diese Forderungen an die Präsidenten von ZDH und DIHK gerichtet.

Aus der Sicht der Migrantenunternehmer haben die Kammern einen verwaltenden und überwachenden Charakter, weniger eine beratende und unterstützende Funktion. Deshalb ist es notwendig, dass die IHK's mehr über ihre Beratungsfunktionen aufklären und sich interkulturell öffnen. Die vorhandenen Programme, Beratungsstellen und befristet geförderten Projekte für Migrantenunternehmen können keine dauerhafte, zielgruppenspezifische Beratung leisten.

Berufliche Unabhängigkeit, sozialer Aufstieg, Flexibilität in der Arbeitsgestaltung sowie Diskriminierung und Benachteiligung in der Arbeitswelt sind einige der wesentlichen Faktoren, die viele Migranten zu einer Selbstständigkeit bewegen. Die Zahl der neugegründeten Migrantenunternehmen, die innerhalb der ersten zwei Jahre scheitern, ist derzeit noch zu hoch. Spezifische Beratungsangebote und eine verbesserte Willkommenskultur könnten dem entgegen wirken und so volkswirtschaftlichen Schaden verringern.

Mit der Einrichtung eines Geschäftsbereichs für migrantische Unternehmen, die in den Kammern zu einer Mitgliedschaft verpflichtet sind, könnte den spezifischen Belangen und Anliegen dieser Mitglieder effektiv Rechnung getragen werden. Zusätzlich könnten sich Interessierte gezielt über Förder- und Beratungsmöglichkeiten informieren und in Anspruch nehmen. Mehr Ausbildungsbeteiligung, soziale- und gesellschaftliche Beteiligung bzw. ehrenamtliche Tätigkeiten wären auch die logische Konsequenz.

Der VMW vertritt die Interessen der Unternehmen, der Selbstständigen, der Freiberufler und Fach- und Führungskräfte mit Migrationshintergrund. Wir setzen uns für die Förderung und eine öffentliche Akzeptanz der Leistungen der Migrantenwirtschaft, der ausländischen Unternehmen und Arbeitgeber ein.

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