Freitag, 02. Dezember 2016


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Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleich 2013: Fachhochschulen wenden mehr als 85% ihrer Lehrressourcen für Bachelorstudiengänge auf

(lifePR) (Hannover, ) Im Jahr 2013 wenden Fachhochschulen aus sechs nord‑ und ostdeutschen Ländern im Mittel 85,7% ihrer der Lehre gewidmeten Ressourcen für Bachelorstudiengänge auf. Dies ist ein Ergebnis des Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleichs (AKL), den das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) mit den Fachhochschulen der Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein regelmäßig durchführt. Überraschend ist der Befund, dass für das Masterstudium relativ weniger Lehrkosten entstehen, als es seinem Anteil an den Studierenden entspricht.

Gegenüber der Auswertung auf Basis des Jahres 2011 bedeuten die Ergebnisse des AKL 2013 einen marginalen Rückgang des Kostenanteils für das Bachelorstudium um 0,8 Prozentpunkte. Die Kostenanteile der unterschiedlichen Abschlusstypen entsprechen etwa ihren Anteilen an den Studierenden in der Regelstudienzeit. Die Annahme, dass für ein Masterstudium aufgrund seiner Spezialisierung und der vergleichsweise kleineren Studiengänge eine tendenziell höhere monetäre Ausstattung erforderlich ist, bestätigt sich anhand dieser Zahlen für die Fachhochschulen nicht (siehe Tabelle). Der AKL 2013 zeigt, dass Fachhochschulen für ein Masterstudium keine überdurchschnittlich teure Lehrausstattung aufwenden.

Bei einer nach Fächergruppen differenzierten Betrachtung zeigen sich größere Unterschiede lediglich in der Fächergruppe "Kunst, Kunstwissenschaft", die an Fachhochschulen weitgehend nur das Fach "Gestaltung" umfasst. Hier werden für das Bachelorstudium relativ weniger Lehrkosten aufgewendet verglichen mit seinem Anteil an den Studierenden.

Zum AKL: Seit Mitte der 1990er Jahre stellt das DZHW (ehemals HIS-Institut für Hochschulforschung) mit den Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleichen für Universitäten, Fachhochschulen und Künstlerische Hochschulen eine breite und verlässliche Informationsbasis für Hochschulen und Wissenschaftsministerien der Länder bereit. Der AKL ermöglicht eine Abbildung individueller Hochschulstrukturen in einheitlicher und vergleichbarer Methodik. Mit dem AKL 2013 legt das DZHW zum achten Mal eine Basis für den länderübergreifenden Vergleich von Leistungen und Kostenstrukturen von Fachhochschulen vor.

Die Publikation "Ausstattungs-, Kosten- und Leistungsvergleich Fachhochschulen 2013. Kennzahlenergebnisse für die Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein auf Basis des Jahres 2013" ist in der Reihe Forum Hochschule (Nr. 2|2015) erschienen und kann kostenfrei unter folgendem Link geladen werden:

http://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201502.pdf

Download: Tabelle "Anteile der Abschlusstypen an den Studierenden und den Lehrkosten" (http://www.dzhw.eu/images/news/pm_dzhw_akl2013_tabelle.jpg)

Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung GmbH

Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW GmbH) führt als Partner und Dienstleister für Wissenschaft, Gesellschaft und Politik anwendungsorientierte Grundlagenforschung im Bereich des Hochschulwesens durch. Bis zu seiner Ausgründung im September 2013 war das DZHW über 40 Jahre Teil der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS). Das interdisziplinär aufgestellte Zentrum ist eine von Bund und Ländern geförderte Forschungseinrichtung mit über 120 Beschäftigten. Hauptsitz ist Hannover.

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