Donnerstag, 19. Januar 2017


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Girl's Day 2010 - Mehr Boys für die Pflege!

Pflege wird zum Mangelberuf / Absenkung des Zivildienstes wird Zahl der männlichen Bewerber reduzieren / Greencard keine Lösung

(lifePR) (Berlin, ) Anlässlich des Girl's Day 2010 fordert der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens, Initiativen, um mehr Männer für den Beruf zu gewinnen. Pflege ist mit einem Anteil von etwa 15% Männern ein Frauenberuf. Gerade durch die Einführung des Zivildienstes konnten bisher viele Männer für den Beruf interessiert werden. Angesichts der Verkürzung der Wehrpflicht und damit des Zivildienstes wird für viele Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegebereich der Schulungsaufwand zu groß werden. Zivildienstplätze werden dann eher im Transportdienst oder in nicht-pflegerischen Bereichen angeboten werden.

"Angesichts des gerade erst beginnenden dramatischen Pflegepersonalmangels können wir uns es nicht leisten, auf geeignete Bewerber zu verzichten", sagt Ricarda Klein, Vize-Präsidentin des DPR. Pflege ist nach wie vor ein toller Beruf, der viele Entwicklungsmöglichkeiten und Abwechslung bietet. Und der Mangel wird auch Karrierechancen und Vergütung verbessern, so Klein weiter. Der Gesetzgeber ist aufgefordert gegenzusteuern, z.B. durch eine freiwillige Verlängerung des Zivildienstes.

Der wichtigste Beitrag für eine steigende Attraktivität der Pflegeberufe als Berufswunsch ist nach Auffassung des DPR aber die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Solange dies nicht geschieht, werden alle Imagekampagnen verpuffen.

Auch der Greencard für Pflegefachkräfte erteilt der DPR eine Absage. Damit werden keine qualifizierten Fachkräfte nach Deutschland kommen, denn alle unsere Nachbarn bieten wesentlich bessere Bedingungen. Die mit der Greencard verknüpfte Bereitschaft der Arbeitgeber, bei Qualifikationsanforderungen (z.B. Sprachkenntnissen) Abstriche zu machen, ist für den DPR völlig inakzeptabel. Politik und Arbeitgeber müssen endlich ihre Hausaufgaben machen und der Ausbeutung Pflegender ein Ende bereiten. Leider ist davon bis in das Bundesgesundheitsministerium hinein bisher nicht viel zu bemerken.

Deutscher Pflegerat e.V. - DPR

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Seit 2003 handelt der Deutsche Pflegerat e.V. als eingetragener, gemeinnütziger Verein. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerates. Präsident Andreas Westerfellhaus

Mitgliedsverbände

- Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS)
- AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG)
- Bundesausschuss der Lehrerinnen und Lehrer für Pflegeberufe e.V. (BA)
- Bundesverband Geriatrie e.V. (BV)
- Verband Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen e.V. (BALK)
- Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV)
- Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD)
- Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK)
- Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
- Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF)
- Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV)
- Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS)
- Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP)
- Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD)
- Verband der PflegedirektorInnen der Unikliniken e.V. (VPU)

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