Freitag, 09. Dezember 2016


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GKV-Spitzenverband verhöhnt niedergelassene Ärzte in Deutschland

Statt leistungsgerechter Bezahlung sollen Honorare drastisch fallen

(lifePR) (Berlin, ) Der GKV-Spitzenverband plant drastische Honorareinschnitte von 7% für das kommende Jahr. Nicht nur aus Sicht des Deutschen Hausärzteverbandes ist der Vorstoß des stellvertretenden Vorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus Freiherr von Stackelberg, die Honorare der niedergelassenen Ärzte zu beschneiden, eine grobe Missachtung der Leistungen, die Ärztinnen und Ärzte hierzulande täglich für ihre Patenten erbringen. "Die Forderung nach Absenkung der ärztlichen Honorare in einer alternden Gesellschaft mit einem immer höheren Anteil an chronisch Kranken bei gleichzeitig prall gefülltem Portemonnaie der Kassen ist eine Verhöhnung der Ärzte", erklärt Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes in Berlin. "Weder Hausärzte noch Fachärzte werden sich das gefallen lassen."

Darüber hinaus riskiert der GKV-Spitzenverband mit seiner Forderung das Ausbluten der flächendeckenden Versorgung. Schon heute suchen die Menschen in ländlichen Regionen und unterversorgten Stadtgebieten händeringend nach Nachfolgern für die noch bestehenden Praxen. "Alle Bemühungen, junge Kolleginnen und Kollegen für die Versorgung der Menschen vor Ort in wohnortnahen Praxen zu finden, werden hier mit einem Federstrich konterkariert", so Weigeldt. Auch erste Erfolge über freie Verträge, um die sich abzeichnende Misere zu lindern, würden so wieder zunichte gemacht.

"Es zeigt sich wieder, dass das überkommene System des Kollektivvertrages nicht in der Lage ist, das Gesundheitssystem für unsere Bevölkerung zukunftsfest zu sichern", sagt Ulrich Weigeldt weiter. Neben Protesten gegen den Versuch, die Honorare für die Praxen zu beschneiden, werden die Hausärzte, inzwischen bereits gemeinsam mit einigen Facharztverbänden, für die Tarifautonomie der niedergelassenen Ärzte kämpfen. Nur freie Verträge mit den Kassen und Honorare nicht in Punktsystemen, sondern kalkulierbar in Euro und Cent, werden diese Strategien des GKV-Spitzenverbandes erfolgreich durchkreuzen.

Wir fordern die Politik auf, die Blockaden für freie Verträge umgehend zu beseitigen. Der erste Schritt wäre die sofortige Rücknahme der Änderung des § 73b durch das GKV-FinG mit der Streichung des Absatzes 5a.

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