Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 130431

Deutsche Post DHL erhöht Prognose für das Gesamtjahr auf mindestens 1,35 Milliarden Euro - Auswirkungen der Wirtschaftskrise im dritten Quartal erfolgreich bewältigt

(lifePR) (Bonn, ) .
- Q3-EBIT vor Einmaleffekten und Arcandor-Insolvenz um 25 Prozent gestiegen
- Transportmengen im dritten Quartal leicht verbessert
- Konzernumsatz sinkt um 18,6 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro
- CEO Frank Appel: "Kostenmanagement trägt Früchte"

Der weltweit führende Post- und Logistikkonzern, Deutsche Post DHL, verzeichnete infolge der anhaltenden globalen Wirtschaftskrise im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 18,6 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. Mit Hilfe des konsequenten Kostenmanagements konnten die Auswirkungen auf die Profitabilität des Konzerns jedoch deutlich gemindert werden. Das EBIT vor Einmaleffekten lag daher mit 378 Millionen Euro 10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Ohne die nicht als Einmaleffekte ausgewiesene Ergebnisbelastung aus dem Insolvenzverfahren der Arcandor AG in Höhe von 146 Millionen Euro wäre das EBIT vor Einmaleffekten im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres sogar um rund 25 Prozent gestiegen.

"Weil unser Kostenmanagement Früchte trägt, behaupten wir uns erfolgreich in der Krise", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL, Frank Appel. "Auch wenn wir erste positive Signale durch die Stabilisierung der Transportmengen sehen, gibt es noch keine Anzeichen einer umfassenden konjunkturellen Erholung. Wir dürfen deshalb jetzt nicht nachlassen, sondern müssen im Gegenteil unsere Bemühungen weiter forcieren."

Roadmap to Value

Im November 2007 hatte die Deutsche Post DHL ihr Kapitalmarktprogramm Roadmap to Value vorgestellt. Die Ziele, innerhalb von zwei Jahren im Hinblick auf Effizienz, Nettoumlaufvermögen, Cash Generierung und Transparenz deutliche Verbesserungen zu erzielen, wurden erreicht. Besonders deutlich spiegeln sich der Fortschritt und die erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen des Konzerns in der beschleunigten Umsetzung des IndEx-Programms wider, mit dem Ende letzten Jahres auf den konjunkturellen Abschwung reagiert wurde. Heute ist der Konzern zuversichtlich, das ursprünglich für Ende 2010 geplante Gesamteinsparziel von 1 Milliarde Euro indirekter Kosten bereits Ende 2009 zu erreichen. Allein in den ersten neun Monaten 2009 konnten 720 Millionen Euro eingespart werden. Insgesamt liegt das bisherige Einsparvolumen seit November 2008 bei 859 Millionen Euro.

Drittes Quartal

Das berichtete EBIT auf Konzernebene belief sich im dritten Quartal auf 231 Millionen Euro nach 953 Millionen Euro im Vorjahr. Für den deutlichen Rückgang waren vor allem die im Vorjahr enthaltene Rückzahlung der EU-Beihilfe, Ergebnisbelastungen aus der Arcandor-Insolvenz und die Restrukturierungsaufwendungen für das US-Expressgeschäft verantwortlich. Darüber hinaus wirkte sich die Folgebewertung der Verkaufsoptionen auf Aktien der Deutschen Postbank AG negativ auf das Konzernperiodenergebnis nach Minderheiten aus, das im dritten Quartal 2009 bei minus 83 Millionen Euro lag, nach 879 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie sank dementsprechend von 73 Cent im Vorjahr auf minus 7 Cent. Der operative Cashflow vor Einmaleffekten konnte dagegen von 753 Millionen Euro auf 807 Millionen Euro gesteigert werden.

Neun Monate

In den ersten neun Monaten 2009 sank der Umsatz um 16,4 Prozent auf 33,8 Milliarden Euro. Während das berichtete EBIT um 80,2 Prozent auf 367 Millionen Euro zurückging, lag das EBIT vor Einmaleffekten mit 947 Millionen Euro 31 Prozent unter dem Vorjahreswert. In diesen operativen Ergebnissen sind Belastungen aus der Arcandor-Insolvenz in Höhe von 186 Millionen Euro enthalten. Der Konzerngewinn nach Minderheiten erreichte einen Wert von 927 Millionen Euro nach 1,5 Milliarden Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Positiv wirkte sich hier das verbesserte Finanzergebnis in Folge der Bewertung der Postbank-Verkaufsoptionen im ersten Quartal 2009 aus. Dem standen jedoch Einmalaufwendungen für das US-Expressgeschäft sowie der Wegfall der Rückzahlung der EU-Beihilfen aus dem letzten Jahr gegenüber. Das Ergebnis je Aktie lag dementsprechend mit 77 Cent unter dem Vorjahreswert von 1,24 Euro. Beim operativen Cashflow vor Einmaleffekten konnte in den ersten neun Monaten jedoch ein leichter Anstieg von 1,38 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,39 Milliarden Euro in 2009 erzielt werden.

Unternehmensbereich BRIEF

Im Briefbereich war der Umsatz im dritten Quartal weiter rückläufig. Mit 3,3 Milliarden Euro lag er 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. In dieser Entwicklung spiegeln sich sowohl die globale Wirtschaftskrise als auch die zunehmende Substitution des Briefs durch elektronische Medien wider. Trotz höherer Löhne und Forderungsausfälle im Zusammenhang mit der Arcandor-Insolvenz konnten umfassende Kostensenkungsmaßnahmen den Rückgang des EBIT vor Einmaleffekten begrenzen. Es lag im dritten Quartal bei 323 Millionen Euro, und damit 6,1 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Unternehmensbereich EXPRESS

Besonders erfolgreich war das konsequente Kostenmanagement im Unternehmensbereich EXPRESS. Zwar fiel der Umsatz hier aufgrund weiterhin erheblich geringerer Volumina und des Wegfalls des inneramerikanischen Expressgeschäfts im dritten Quartal mit 2,5 Milliarden Euro fast 1 Milliarde Euro niedriger aus als noch 2008. Dieser starke Rückgang konnte jedoch durch umfangreiche Sparmaßnahmen vollständig ausgeglichen und die Profitabilität sogar erhöht werden. Das EBIT vor Einmaleffekten lag mit 131 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahresniveau von 24 Millionen Euro. Auch inklusive der einmaligen Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem US-Geschäft ist das Ergebnis immer noch positiv ausgefallen.

Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT

Im Luft- und Seefrachtbereich haben sich die Transportvolumina im Laufe des Jahres von Quartal zu Quartal verbessert. Vor allem in den Bereichen Life Science und Konsumgüter haben die eingeleiteten Vertriebsmaßnahmen Wirkung gezeigt und insgesamt zu einem Ausbau der Marktposition geführt. Aufgrund geringerer Treibstoffzuschläge und insgesamt gesunkener Frachtraten fiel der Umsatzrückgang im Unternehmensbereich GLOBAL FORWARDING, FREIGHT mit 30,4 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro jedoch stärker aus als in den ersten sechs Monaten des Jahres. Gleichzeitig sind die Einkaufspreise für Transportdienstleistungen als Folge der erheblich reduzierten Transportkapazitäten zuletzt stark gestiegen. Der Einfluss auf das EBIT vor Einmaleffekten, das auf 76 Millionen Euro zurückging, konnte jedoch durch das erfolgreiche Kostenmanagement und weitere Produktivitätssteigerungen begrenzt werden.

Unternehmensbereich SUPPLY CHAIN

Auch das Kontraktlogistikgeschäft der Deutschen Post DHL konnte seine Marktposition im dritten Quartal durch den Abschluss neuer Verträge mit einem Volumen von rund 300 Millionen Euro weiter stärken. Dennoch ging der Umsatz um 11,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zurück. Neben dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wirkte sich auch die Arcandor-Insolvenz negativ aus. Aufgrund der Arcandor-Aufwendungen in Höhe von 141 Millionen Euro sank das EBIT vor Einmaleffekten im dritten Quartal von 51 Millionen Euro in 2008 auf minus 81 Millionen Euro in diesem Jahr. Diese Entwicklung verdeckt jedoch die deutlichen Effizienzsteigerungen im operativen Bereich im Vergleich zum Vorjahr. Dementsprechend wäre das operative Ergebnis ohne den Arcandor-Effekt im dritten Quartal trotz des Umsatzrückgangs gestiegen.

Ausblick

Aufgrund der Fortschritte im Kostenmanagement und den ersten Zeichen einer Markterholung, hat Deutsche Post DHL trotz des weiterhin schwierigen Umfelds sein bisher angepeiltes Ziel von 1,2 Milliarden Euro EBIT vor Einmaleffekten im Gesamtjahr 2009 auf mindestens 1,35 Milliarden Euro erhöht. Darüber hinaus erwartet der Konzern weiterhin einen positiven Nettogewinn für 2009. "Die Ergebnisse des dritten Quartals und die erhöhte Prognose für das Gesamtjahr beweisen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte der Finanzvorstand der Deutschen Post DHL, Larry Rosen. "Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, um unser Potential vollständig zu entfalten."

Deutsche Post AG

Deutsche Post DHL ist der weltweit führende Post- und Logistikkonzern.

Die Konzernmarken Deutsche Post und DHL verfügen über ein einzigartiges Portfolio rund um Logistik (DHL) und Kommunikation (Deutsche Post). Die Gruppe bietet ihren Kunden sowohl einfach zu handhabende Standardprodukte als auch maßgeschneiderte, innovative Lösungen - vom Dialogmarketing bis zur industriellen Versorgungskette. Dabei bilden die rund 500.000 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern und Territorien ein globales Netzwerk, das auf Service, Qualität und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Mit seinen Programmen in den Bereichen Klimaschutz, Katastrophenhilfe und Bildung übernimmt der Konzern gesellschaftliche Verantwortung. Deutsche Post DHL erzielte 2008 einen Umsatz von mehr als 54 Milliarden Euro.

Die Post für Deutschland. The Logistics company for the world.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Wohnungsüberlassung an Tochter steuerlich nicht anerkannt

, Finanzen & Versicherungen, Wüstenrot & Württembergische AG

Wird eine Wohnung einem unterhaltsberechtigt­en Kind nicht gegen Geld überlassen, sondern im Rahmen der elterlichen Unterhaltspflichten zum Bewohnen...

Vorweihnachtliche Überraschungen statt aufwändiger Weihnachtsgeschenke

, Finanzen & Versicherungen, Taunus Sparkasse

Die Taunus Sparkasse verzichtet auch in diesem Jahr auf aufwändige Geschenke für Kunden und Geschäftspartner. Stattdessen spendet sie insgesamt...

Was tun gegen vereiste Windschutzscheiben?

, Finanzen & Versicherungen, Wüstenrot & Württembergische AG

Wer kennt das nicht? Die Temperaturen gehen gegen null, und schon sind die Scheiben am Auto vereist. Bei klirrender Kälte müssen Autofahrer dann...

Disclaimer