Freitag, 09. Dezember 2016


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Schaden durch Falschgeld dennoch gesunken

(lifePR) (Frankfurt, ) Die Bundesbank hat im Jahr 2009 rund 52.500 falsche Euro-Banknoten registriert. Die Zahl der Faelschungen ist damit gegenueber dem Vorjahr um 28 Prozent gestiegen. Das Aufkommen liegt aber weiterhin deutlich unter dem Spitzenwert von ueber 80.000 Faelschungen im Jahre 2004.

Der durch Falschgeld verursachte Schaden hat sich hingegen weiter verringert. Da die Bundesbank weniger falsche Banknoten mit hohem Nennwert registrierte, sank die Schadenssumme im Jahr 2009 im Vorjahresvergleich von 3,5 auf 3,1 Millionen Euro.

"Deutschland liegt mit rund sechs Faelschungen auf 10.000 Einwohner pro Jahr nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums", betont Helmut Rittgen, Leiter des  Zentralbereichs Bargeld bei der Deutschen Bundesbank. "Der Schaden durch Falschgeld entwickelt sich erfreulicherweise ruecklaeufig und hat den niedrigsten Stand nach dem Einfuehrungsjahr der Euro-Banknoten erreicht", so Rittgen weiter.

Im 2. Halbjahr 2009 wurden 28.216 falsche Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr registriert. Dies ist ein Anstieg von rund 16 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr.

Dabei dominieren gefaelschte 50 Euro-Banknoten, auf die fast jede zweite Faelschung entfaellt. Weiterhin hoch ist auch der Anteil der falschen 20 Euro-Banknoten. Stark ruecklaeufig entwickelte sich dagegen die Anzahl der Faelschungen bei 100 und 200 Euro-Banknoten.

"In unseren Schulungen zeigen wir, dass falsche Euro-Banknoten schnell und sicher erkannt werden koennen. Dieses kostenlose Angebot, das sich insbesondere an den Handel und die Banken richtet, stiess auch 2009 mit rund 1.200 Schulungsveranstaltungen auf reges Interesse", fuehrt Rittgen aus.

Falsche Banknoten erkennen

Banknoten sollten stets aufmerksam geprueft werden, denn fuer Falschgeld gibt es bekanntlich keinen Ersatz.

In die Pruefung sollten mehrere Sicherheitsmerkmale einbezogen werden, denn die Sicherheit der Euro-Banknoten liegt im Zusammenspiel der verschiedenen Merkmale:

- Auf der Vorderseite der Banknoten sind z.B. erhabene Teile des Druckbildes (Schriftzug "BCE ECB EZB EKT EKP" am oberen Rand) zu fuehlen.
- Das Wasserzeichen laesst sich im unbedruckten Bereich in Durchsicht erkennen.
- Die Hologrammelemente veraendern sich beim Kippen der Banknote.
- Auf der Rueckseite kann der Perlglanzstreifen (Stueckelungen bis 20 Euro) oder der Farbwechsel der rechten Wertzahl (Stueckelungen ab 50 Euro) beim Kippen der Noten geprueft werden.

Alle Faelschungen, die bisher aufgetreten sind, lassen sich zweifelsfrei erkennen. Empfehlenswert ist es, bei der Pruefung einer verdaechtigen Banknote eine zweifelsfrei echte Banknote zum Vergleich heranzuziehen, etwa eine Banknote, die von einem Geldausgabeautomaten ausgezahlt wurde.

Bei der Pruefung von Banknoten mit Lupen, Pruefstiften oder UV-Lampen laesst sich nicht immer ein eindeutiges Pruefergebnis erzielen. Diese Hilfsmittel sollten deshalb besser in Kombination mit der Pruefung anderer Sicherheitsmerkmale genutzt werden.

Weniger Faelschungen bei Muenzen

Im Jahr 2009 wurden rund 78.500 falsche Muenzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. Im Vorjahr lag das Aufkommen noch bei rund 80.000 falschen Muenzen. Damit kommen in Deutschland auf 10.000 Einwohner pro Jahr rund neun falsche Muenzen.

Muenzen auf Echtheit pruefen

Euro-Falschmuenzen sind in der Regel nur bei sehr sorgfaeltiger Pruefung visuell von echten Muenzen zu unterscheiden. Folgende Hinweise koennen die Echtheitspruefung von Muenzen erleichtern:

- Bei echten Muenzen tritt das Muenzbild deutlich abgegrenzt aus dem Muenzgrund hervor. Muenzfaelschungen wirken dagegen oft verschwommen und weisen haeufig Unebenheiten auf.
- Die Farbtoenung weicht in der Regel von echten Muenzen ab.
- Die Randpraegungen der echten 2 Euro-Muenzen sind gestochen scharf in den Muenzrand eingepraegt. Faelschungen weisen haeufig unvollstaendige oder unregelmaessige Randpraegungen auf.
- Echte 1-Euro- und 2-Euro-Muenzen sind nur schwach magnetisch und bleiben zwar am Magneten haften, lassen sich dann aber auch leicht wieder abloesen. Faelschungen hingegen werden in der Regel nicht angezogen oder haften sehr fest am Magneten.

Falschgeldpraevention

Die Bundesbank bietet ueber ihr Filialnetz kostenlose Schulungen fuer Kreditwirtschaft, Einzelhandel und andere Interessierte an. Die Teilnehmer be­kommen dort auch typische Faelschungen zum Fuehlen, Sehen und Kippen vorgestellt. Die Kontaktdaten der Filialen findet man unter:
http://www.bundesbank.de/hv/hv.php.

Weiterhin koennen kostenlos Informationsmaterialien (Broschueren, CD-ROMs und Poster) und ein neues interaktives Lernprogramm "Falschgeld erkennen" bei der Bundesbank bestellt werden. Die Informationsangebote im Internet der Bundesbank (http://www.bundesbank.de/bargeld/bargeld_falschgeld.php) bzw. der Europaeischen Zentralbank ( http://www.ecb.europa.eu/euro/banknotes/security/html/index.de.html) sowie der deutschen Polizei (http://www.polizei.propk.de/vorbeugung/betrug/faelschung_von_geld_und_wertzeichen/) werden regelmaessig aktualisiert.

Damit wichtige Hinweise auf Personen, die Falschgeld in Umlauf bringen, nicht verloren gehen, raet die Bundesbank dringend, falsche Banknoten und Muenzen umgehend der Polizei anzuzeigen und dort abzugeben.

Diese Pressemitteilung der Deutschen Bundesbank finden Sie auch mit dem folgendem Link:
http://www.bundesbank.de/download/presse/pressenotizen/2010/20100111.falschgeld.php

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