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Neuer Landesvorsitzender gewählt: Dr. Günther Petry, OB der Stadt Kehl, tritt an die Spitze des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg
Dr. Günther Petry ist seit fast 25 Jahren in der Kommunalpolitik tätig und will das humanistische Menschenbild als verbindendes Element des pluralen Dachverbandes weiter schärfen, wie er in seiner Antrittsrede erklärte. "Die Aufgabe des Landesvorsitzenden verstehe ich so, dass er nach innen das artikuliert, was für alle Mitglieder wichtig ist - die Werte, die uns zusammenhalten", betonte Dr. Petry. "Das Engagement im sozialen Bereich ist heute nötiger denn je. Gesellschaftlich gesehen deshalb, weil die konsequente und gewollte Durchdringung aller Lebensbereiche mit wirtschaftlichen und finanziellen Denkstrukturen zu einer Schwächung des sozialen Kerngedankens führt (menschliche Zuwendung zum (Hilfebedürftigen) Mitmenschen). Individuell deshalb, weil die Arbeit an der Überwindung des Widerspruchs menschlich geboten ist und deshalb in Beruf und Ehrenamt sinnstiftend ist."
Dem Paritätischen Baden-Württemberg und seinen Mitgliedsorganisationen ist Dr. Petry seit Jahren eng verbunden als Vorsitzender des Kreisverbandes des Paritätischen im Ortenaukreis, als Mitglied im Kreistag des Ortenaukreises (Krankenhausausschuss/Sozialausschuss) und Mitglied im Sozialausschuss des Städtetags Baden-Württemberg. Die Beschäftigung mit der gesamten Bandbreite sozialer Einrichtungen und sozialen Engagements ist ein Schwerpunkt seiner Arbeit als Oberbürgermeister. Als Kreisvorsitzender des Paritätischen hat er die soziale Welt auch aus Sicht der Einrichtungen, der darin arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Verantwortlichen kennengelernt.
Anlässlich der Verabschiedung von Gerd Weimer wurde der scheidende Vorsitzende im Rahmen der Mitgliederversammlung für seine großen Verdienste um den Verband mit der goldenen Ehrennadel des Paritätischen des Paritätischen Baden-Württemberg ausgezeichnet. Seit 2005 war Gerd Weimer Landesvorsitzender und damit auch ein wichtiger Vertreter des Landesverbandes im Verbandsrat und in der Konferenz der Vorsitzenden im Bundesverband. Nach seiner Berufung zum ehrenamtlichen Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Herbst 2011 hat Gerd Weimer sein Amt zuerst ruhen und dann zur Verfügung gestellt. Weimer hat sich während seiner gesamten Amtszeit als Landesvorsitzender in einem außergewöhnlichen Umfang und mit großer Intensität ehrenamtlich für die Belange des PARITÄTISCHEN und seiner rund 800 Mitgliedsorganisationen engagiert. Von Anfang an war ihm ein intensiver Kontakt zur Basis und zu den 38 Kreisverbänden des Paritätischen im Land wichtig", erklärte Birgit Bender, stellv. Landesvorsitzende des Paritätischen Baden-Württemberg in ihrer Laudatio. Gerd Weimer hat mit großem persönlichen Einsatz und hoher Kompetenz den Verband zu verschiedenen Anlässen bei den Mitgliedsorganisationen repräsentiert. Dabei war es Weimer ein besonderes Anliegen, gesellschaftspolitisch relevante Themen wie Inklusion, Bildung, Bürgerbeteiligung und kommunalpolitische Mitgestaltung voranzubringen, um wichtige Impulse für die Teilhabe aller Menschen an unserer Gesellschaft zu setzen. Der Paritätische ist ihm zu großem Dank verpflichtet", so Bender.
Die Jahresmitgliederversammlung stand unter dem Motto "Generationen verbinden - der PARITÄTISCHE - Gestalter des demografischen Wandels". "Der demografische Wandel hat viele Facetten und bringt für jeden von uns in der einen oder anderen Weise tiefgreifende Veränderungen mit sich. Um die Zukunftschancen für alle in Deutschland lebenden Menschen zu sichern und gleichzeitig die Generationengerechtigkeit zu garantieren, sind neue Strategien, kreative Lösungen und vor allem ein gesamtgesellschaftliches Handeln im Sinne einer Partizipation aller erforderlich", sagte Hansjörg Böhringer, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg. "Der Landesverband sieht sich in diesem Zusammenhang als aktiven, innovativen und sozialpolitischen Experten, Impulsgeber und Mitgestalter des demografischen Wandels. Denn zusammen mit unseren über 800 Mitgliedsorganisationen aus allen Bereichen der sozialen Arbeit und des sozialen Engagements stellen wir mit vielen Projekten, guten Praxisbeispielen und -erfahrungen, ein großes Potenzial und einen hohen gesellschaftlichen Mehrwert zur aktiven Gestaltung des demografischen Wandels dar. Ob Mehrgenerationenhäuser, Vereine der Nachbarschaftshilfe oder Integrationsprojekte für Benachteiligte, sie alle tragen dazu bei, unsere Zukunft positiv zu gestalten", so Böhringer. Weitere Informationen zur Jahreskampagne 2012/2013 "Generationen verbinden" finden Sie unter www.swef.de.
Über Der Paritätische Wohlfahrtsverband LV Baden-Württemberg
Der PARITÄTISCHE ist einer der sechs anerkannten Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Er ist weder konfessionell, weltanschaulich noch parteipolitisch gebunden. Ihm sind in Baden-Württemberg über 800 selbständige Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 4000 sozialen Diensten und Einrichtungen angeschlossen. Vielfalt ist das paritätische Markenzeichen. Im Paritätischen verbinden sich soziale Einrichtungen und Initiativen aus den verschiedensten sozialen Bereichen. Gemeinsam sichern wir die Vielfalt der Angebote und vereinen soziale Verantwortung, Selbsthilfe und Bürgerengagement in unseren Mitgliedsorganisationen und unserem Wirken als deren Dachverband.
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