Sonntag, 04. Dezember 2016


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War's Klaus Wowereit?

(lifePR) (Berlin, ) Heute wollen wir einen Blick auf Klaus Wowereit werfen.

Sie werden sagen, "das habt Ihr doch schon immer gemacht". Ja, stimmt. Aber jetzt sehen wir noch genauer hin - auf den Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Wowereit.

Wer ist eigentlich für das BER-Desaster verantwortlich?

Die Geschäftsführung? Wowereit sagt, die Geschäftsführung liege in den Händen der Geschäftsführung. Oder deren Mitarbeiter? Haben die schlecht gearbeitet oder einfach nichts gesagt? Oder haben sie was gesagt, aber niemand wollte es hören? Oder wollten sie was sagen, aber ihnen wurde mit Rauswurf gedroht, wenn sie was sagen würden?

Also nehmen wir der Einfachheit halber an, Wowereit hat Recht, es ist die Geschäftsführung. Die hat schlecht gearbeitet, wollte nichts hören und hat sogar gedroht. Aber vielleicht wollte auch Wowereit nichts hören und hat sogar gedroht.

Also doch Wowereit. Als es kritisch wurde, als Dr. Schwarz ihm einen Monat vor dem Eröffnungstermin 3. Juni telefonisch mitteilte, der Termin müsse platzen, rief der nicht etwa seinen Stellvertreter Matthias Platzeck an, um ihm vom Platzen zu berichten, sondern blieb, wo er gerade war: Beim 10. Geburtstag des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin Brandenburg im Berliner "Wintergarten". Es gab an diesem Abend nichts Wichtigeres zu tun, kein Notgespräch mit der Geschäftsführung, keine Notkonferenz der BER-Beteiligten, nichts. Im "Wintergarten" war es schöner.

Beim Richtfest am 10.5.2010 wurde der Eröffnungstermin 30.10.2011 bestätigt, mit einer Zeitspanne, die eineinhalb Jahre kürzer war, als man sie 1992 in München brauchte. Als die anwesenden Fachleute in weiser Voraussicht nicht klatschen wollten, wurden sie gefragt, ob man ihnen nicht genug Sekt gegeben habe. Wer war der Redner und Fragesteller? Klaus Wowereit.

Parallel zu dem sich anbahnenden Drama um den BER vollendete der damalige technische Geschäftsführer Manfred Körtgen seine Dissertation. Titel der Arbeit: "Optimierungsansätze zur prozessorientierten Abwicklung komplexer Baumaßnahmen unter Einsatz neuer Informations- und Kommunikationssysteme". Wer hat davon nichts mitbekommen? Klaus Wowereit.

Als Dr. Schwarz aus Düsseldorf weg ging, sollen dort die Sektkorken geknallt haben. Wer hat Dr. Schwarz nach Berlin geholt? Klaus Wowereit als Aufsichtsratsvorsitzender.

Nun berichtet die "Berliner Zeitung" am 5.9., dass in Frankfurt dasselbe geschah, als der neue Heilsbringer für den BER, Horst Amann, dort wegging. Wer hat ihn nach Berlin geholt? Klaus Wowereit.

Am 8.12.2010 wurde der Vertrag mit Dr. Schwarz, der sich inzwischen Prof. Dr. Schwarz nennen konnte, weil er Zeit genug hatte, in der Fachhochschule Wildau 2 Wochenstunden über "Luftfahrt" zu referieren, um weitere 5 Jahre verlängert. Zu dieser Zeit "brannte es bereits lichterloh". Wer hat die Verlängerung betrieben? Klaus Wowereit. Er wird in der Pressemitteilung des Flughafen zitiert: "Wir freuen uns über die langfristige Vereinbarung mit Herrn Schwarz."

Als die ersten Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Projekts auftraten, sollte ein weiterer Geschäftsführer eingestellt werden, zuständig für Finanzen. Es kam nicht dazu. Wer ließ die völlig überlastete Geschäftsführung als 2-Mann-Team weiterwurschteln? Der für das Führungspersonal ureigens zuständige Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Wowereit.

Als es bereits die Spatzen von den Dächern pfiffen, dass der Termin 17.3.2012 nicht zu halten sei, wurde weiter betont, der Termin sei "nicht vom Tisch". Folglich wurden von den Airlines weiterhin Tickets verkauft, in denen "Berlin-Brandenburg" als der Flughafen ab 17.3. genannt wurde. Wer war für diesen Schwebezustand verantwortlich? Klaus Wowereit.

Wir lesen inzwischen erstaunt, dass der Aufsichtsrat seit vier Jahren nur zweimal auf der BER-Baustelle war. Wer ist dafür verantwortlich, weil er die Aufsichtsratstermine macht? Klaus Wowereit, der Vorsitzende.

Man liest in den Zeitungen von Controlling-Berichten, die das ganze Ausmaß der Unfertigkeiten zeigten. Wer ließ sie sich offenbar nicht zeigen? Klaus Wowereit.

Immer wieder Klaus Wowereit.

Übrigens - ganz rührend: Auf der Homepage des Flughafens ist weiterhin die Werbeseite zu finden, auf der es heißt: "Ein echter Berliner setzt Trends, findet schnell Anschluss, und ist weltoffen. Im Juni 2012 bekommt Berlin einen neuen Flughafen, den es verdient. Freuen Sie sich auf den modernsten Flughafen Europas." Auch für Brandenburg gibt es etwas: "Ein echter Brandenburger: geradlinig, weltoffen und immer in Bewegung.

Man möchte Beifall klatschen: Da sind ja Klaus Wowereit und sein Stellvertreter Matthias Platzeck perfekt getroffen. Nur der angegebene Termin ist leicht aus dem Ruder gelaufen. Und der modernste Flughafen? Naja - warten wir mal ab.

An all dem ist der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Wowereit in vorderster Linie schuld. Es sollte, ja er muss zurücktreten, wenn auch nur noch ein Körnchen Selbstkritik in ihm steckt.

Die seit 2003 so großzügig in die Luft geworfenen Zahlen über Eröffnungsdaten und Flughafenkapazitäten sind inzwischen alle an der Realität zerschellt - und jeder neu genannte BBI-Eröffnungstermin trägt daher schon jetzt sein Verfallsdatum auf der Stirn.

Falls Sie das Stichwort "Tempelhof" vermissen: Ja, Klaus Wowereit hat Tempelhof geschlossen. Weil die Flughafengesellschaft 10 Mio Euro im Jahr sparen wollte. Inzwischen kommt der neue Flughafen zwei Jahre später als geplant, wird zu klein werden, gerät Tegel aus den Fugen, hat das Gelände Tempelhof das Vielfache an Geld gekostet, und muss nun der Steuerzahler erstmals richtig bluten. Auf die Frage "Wer war's?" können wir nur wieder antworten: Klaus Wowereit.

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