Samstag, 10. Dezember 2016


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Michael Najjar als Redner zu »Blick im 21. Jahrhundert – Wider den Analpha-BILD-ismus«

Najjars Ansätze auf internationaler bildwissenschaftlicher Konferenz der Donau-Universität, Krems

(lifePR) (Berlin, ) Vom 16. bis 18. Oktober 2008 findet im Stift Göttweig in der Wachau die internationale Konferenz »BLICK im 21. JAHRHUNDERT – Wider den Analpha-BILD-ismus« der niederösterrei-chischen Donau-Universität Krems, Department für Bildwissenschaften, unter Prof. Dr. Oliver Grau statt. Zur zweiten internationalen bildwissenschaftlichen Konferenz in Stift Göttweig werden hochkarätige Wissenschaftler und Künstler ihre Ansätze vortragen. Felice Frankel (Harvard University, Masschusetts), Barbara Stafford (Universität Chicago, em.) und Peter Weibel (Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe) halten die Eröffnungsreden. Neben dem Medienkünstler Michael Najjar aus Berlin werden u.a. Prof. Dr. Oliver Grau (Donau-Universität Krems), Stefan Heidenreich (Humboldt-Universität Berlin), Prof. Dr. Ann-Sophie Lehmann (Universität Utrecht), Dr. Martin Schulz (Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe), Susanne Schumacher (Zürcher Hochschule der Künste), Prof. Dr. Nicolay van der Meulen (Universität Basel) und Dr. Ingeborg Reichle (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) sprechen (www.donau-uni.ac.at).

Mit Rekurs auf Vilém Flussers telematische Gesellschaft referiert Michael Najjar im Stift Göttweig über das postfotografische Porträt. Anhand seiner jüngsten Werkgruppe »bionic angel« (2006-2008) zeigt er auf, inwieweit das Medium Fotografie und moderne computergestützte Techniken bei der Entstehung seiner Bildkunst miteinander verwoben sind. Fotografien von Models aus Fleisch und Blut werden z.B. von dem Berliner Künstler in komplexen Arbeitsschritten mit Hilfe von Stylisten, Maskenbildnern, Beleuchtern, Computerprogrammen und eigens konzipierten Algorithmen zu visionären Bildwerken umgearbeitet. Die Arbeit »the sublime brain« aus »bionic angel« zeigt das Portrait eines Menschen anhand der visuellen Erfassung der Nervenfasern im menschlichen Gehirn und ihrer Verarbeitung in einem dreidimensionalen Model als Basis des Portraits.

Michael Najjar verweist in seinem Oeuvre auf die Vision eines posthumanistischen Körpers, der durch gegenwärtige Prozesse der Gentechnologie und der künstlichen Manipulation zukünftig neu definiert und transformiert wird. Die technologische Steuerung von Individuum und Gesellschaft beschreibt Najjar als konsequenten Entwicklungsprozess. In seinen Arbeiten greift er zurück auf innovative wissenschaftliche Entwicklungen der Genetik, Robotik sowie der Informations- und Nanotechnologie. Er bedient sich dieser mit großer künstlerischer Freiheit, um seine Visionen in neuen visuellen Ausdrucksformen zur Sprache zu bringen und verbindet bravourös Fakten, Fiktion und Fantasie zu einem künstlerischen Ganzen. Die neue visuelle Ausdrucksform aus der Verschmelzung von analoger und digitaler Fotografie bezeichnet Najjar als „Hybridfotografie“ (www.michaelnajjar.com).

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