Samstag, 10. Dezember 2016


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Wiener Immobilienmarkt im ersten Quartal 2010 deutlich hinter Erwartungen

Österreich entgegen europäischem Trend

(lifePR) (Wien, ) Bereits nach dem ersten Quartal müssen die Immobilienexperten ihre Prognosen für das Jahr 2010 revidieren, denn der Markt erholt sich langsamer als erwartet. Während die Leerstandsrate mit 4,9% ebenso wie die Wiener Spitzenmiete mit EUR 22,25/m²/Monat auf dem Niveau des Jahres 2009 stagnierten, konnten von Januar bis März 2010 lediglich 45.000m² Büro- und Gewerbeflächen in Wien vermietet werden - um rund 30.000m² weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Auch die Investoren verhielten sich in Österreich im ersten Quartal 2010 deutlich verhaltener als im ersten Quartal 2009 - und vor allem gegen den europäischen Trend. Nur rund EUR 200 Millionen wurden in den ersten drei Monaten in österreichische Immobilien investiert.

"Noch ist unser Wunschszenario nicht eingetreten, die Entwicklungen in Europa lassen uns allerdings hoffen, dass der Immobilienmarkt in Österreich in absehbarer Zeit anziehen wird - vor allem bei den Investments", kommentiert Dr. Andreas Ridder, Geschäftsführer CB Richard Ellis Österreich, die aktuelle Situation.

Nachdem im ersten Quartal 2010 rund EUR 200 Millionen in Österreichs Immobilien investiert wurden, ist davon auszugehen, dass ein Jahresergebnis von ca. EUR 1,5 Milliarden erreicht werden könnte - dies vor allem aufgrund der Aktivitäten der deutschen offenen Immobilienfonds sowie jener Deals, die aktuell in der Pipeline sind.

Die Innenstadt-Rendite lag im ersten Quartal noch stabil bei 5,6%, sollte aber bis zum Jahresende auf 5,4% nachgeben. In anderen Lagen - außerhalb der Wiener City - sollten die Renditen ebenfalls sinken, allerdings weniger deutlich als in der Innenstadt.

"In Europa verzeichnen wir ein deutliches Plus bei den Immobilieninvestments. So wurden im ersten Quartal 2010 in der Region EMEA rund EUR 19 Milliarden in Immobilien investiert, da sind um rund EUR 7,4 Milliarden mehr als im Vergleichszeitraum 2009", gibt Ridder einen europäischen Überblick.

Österreich ist - noch - gegen den europäischen Trend, da von Januar bis März 2010 um rund 56% weniger investiert wurden als im vierten Quartal 2009. In Deutschland hingegen wurde ein Plus von 175% verzeichnet, in der gesamten CEE Region - 2009 bekanntlich schwach - wurden im ersten Quartal 2010 um rund 133% mehr investiert als im vierten Quartal 2009.

Große Bürovermietungen waren in den ersten drei Monaten des Jahres eher selten. Insgesamt wurden rund 45.000m² vermietet, davon entfielen ca. 75% auf Büroflächen mit bis zu 1.000m². "Wir haben mehr erwartet", signalisiert Ridder sehr deutlich und verweist auf rund 75.000m² Vermietungsleistung im ersten Quartal 2009. "Vermietungen von mehr als 2.000m² Büroflächen - wie jene von SOS Kinderdorf International oder von Wiener Wohnen - sind eher selten zu Jahresbeginn, kleinere Büros in guten Lagen sind hingegen nach wie vor gefragt", resümiert Ridder.

Die Attraktivität der guten Lagen - vor allem in der Wiener City - spiegelt sich auch in der stabilen Spitzenmiete von EUR 22,25/m²/Monat wider, die bis Ende des Jahres noch auf EUR 22,50/m²/Monat ansteigen sollte.

Die Leerstandsrate liegt noch bei stabilen 4,9%, was auf ein geringes Fertigstellungsvolumen von rund 40.000m² zurückzuführen ist. Bereits im zweiten Quartal 2010 sollte die Leerstandsrate allerdings ansteigen, da die Fertigstellungen einiger größerer Projekte - darunter Rivergate mit 40.000m² - zu erwarten sind.

"Mit Blick auf die Ergebnisse des ersten Quartals können wir davon ausgehen, dass der Büromarkt Wien 2010 wahrscheinlich auf dem Niveau des Vorjahres bleiben wird. Bei den Investments dürfte das Vorjahresniveau übertroffen werden - wir rechnen per Jahresende mit rund EUR 1,5 Milliarden", fasst Ridder zusammen.

CBRE GmbH

CB Richard Ellis Group (New York Stock Exchange: CBG) rangiert im Fortune 500 und S&P 500 Aktienindex und ist das weltweit führende Unternehmen für Gewerbeimmobilien (Basis: Umsatz 2009). Das in Los Angeles ansässige Unternehmen mit mehr als 30.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exkl. Zweigstellen und Partnerbüros) arbeitet für Immobilieneigentümer, Investoren und Mieter auf der ganzen Welt. Strategische Beratung, Immobilienvermietung und ?verkauf gehören ebenso zum Portfolio wie Immobilien?, Facility? und Projektmanagement. Corporate Services, Finanzierung, Investment Management, Evaluierung und Bewertungen, Research sowie Investment Strategien und Consulting runden das Angebot ab. CB Richard Ellis wird vom Wirtschaftsmagazin BusinessWeek zu den 50 besten Unternehmen seiner Klasse in allen Industriezweigen gezählt. "Fortune" listet CB Richard Ellis als eines der 100 am schnellsten wachsenden Unternehmen.

Weitere Informationen unter www.cbre.com


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