Dienstag, 06. Dezember 2016


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bvse: Markterholung zeichnet sich für 2010 ab

Deutsche Schrottbilanz 2009: Extrem schlechter Inlandsabsatz von Schrott

(lifePR) (Bonn, ) Durchgehend rückläufige Mengen in allen für die Schrottwirtschaft relevanten Bereichen prägen das Bild der Schrottbilanz 2009, wobei die Verluste bei den einzelnen Positionen durchaus unterschiedlich hoch ausgefallen sind. Das erklärte der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. anlässlich der heutigen Veröffentlichung seiner Schrottbilanz 2009.

So berichtet der bvse, dass die Rohstahlproduktion im vergangenen Jahr um knapp 29 Prozent auf 32,7 Mio. Tonnen gesunken und der Zukauf der Stahlwerke an Schrott um knapp 27 Prozent zurückgegangen ist.

Der Rückgang der Elektrostahlproduktion war geringer als der der Oxygenstahl-produktion, nämlich knapp 23 Prozent gegenüber knapp 32 Prozent. Das lag an der im ersten Halbjahr 2009 schwachen Nachfrage nach Flachstählen, die sich erst allmählich im Jahresverlauf erholte.

Die Baustahlproduktion war demgegenüber in einigen Bereichen auf niedrigem Niveau relativ stabil, sie schwächte sich zum Jahresende hin jedoch ab. Die Erhöhung des Anteils der Elektrostahlproduktion von 32 auf knapp 35 Prozent ist daher auf die unterschiedlich starke Nachfrage nach Lang- und Flachprodukten im Verlauf des Jahres zurückzuführen. Außerdem stieg dadurch der Schrottanteil an der Rohstahlproduktion von 45,2 Prozent im Jahre 2008 auf 46,5 Prozent in 2009.

Der extrem schlechte Inlandsabsatz von Schrott in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres hat den Versand in 2009 gegenüber 2008 um 4,6 Mio. Tonnen verringert. Der Schrottbedarf nahm in der zweiten Jahreshälfte 2009 auch durch die steigende Nachfrage nach Flachstählen kontinuierlich zu.

Die vom Handel als extrem beschriebene Marktlage des vergangenen Jahres wurde lediglich durch gute Exportmöglichkeiten etwas entlastet. Während die Schrotteinfuhr wegen der mangelnden Inlandsnachfrage um 32 Prozent gesunken ist, sanken die Schrottausfuhren lediglich um 12 Prozent.

Die Gießereien, die ebenfalls stark unter der Wirtschaftskrise gelitten haben, kauften in 2009 verglichen mit 2008 über 1 Mio. Tonnen weniger Schrott zu. Im betrachteten Zeitraum ist die Produktion von Eisen-, Stahl- und Temperguss sogar um 1,5 Mio. Tonnen bzw. 32 Prozent auf 3,2 Mio. Tonnen gesunken. Dabei haben die Gießereien offensichtlich eher auf den Einsatz von Roheisen als von Schrott verzichtet. Wegen der schwachen Nachfrage gab es zeitweise ein deutliches Überangebot an bestimmten Gießereischrottsorten, die dann vom Schrotthandel den Stahlwerken zugeführt wurden.

Mit dem steigenden Schrottbedarf sind seit Dezember 2009 steigende Schrottpreise verbunden, zumal der Schrottbedarf weltweit deutlich zunimmt. Von daher schätzt der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. die Entwicklung für 2010 als "vorsichtig optimistisch" ein. Verweist aber angesichts der volatilen Weltkonjunktur, auch darauf, dass erhebliche Risiken das Marktgeschehen belasten könnten.

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