Montag, 23. Januar 2017


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Kunst- und Wunderschränke zur Landesgartenschau Ascherleben in Sachsen-Anhalt 2010

(lifePR) (Halle, ) Unter dem Motto "Natur findet Stadt" lädt das Land Sachsen-Anhalt vom 24. April bis zum 10. Oktober 2010 zur Landesgartenschau nach Ascherleben ein. Zum Programm der Gartenschau gehört auch die Ausstellung Kunst- und Wunderschränke, die in Zusammenarbeit zwischen den Franckeschen Stiftungen zu Halle und der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle entstand.

Die Ausstellung Kunst- und Wunderschränke nimmt Bezug auf die barocke Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen zu Halle, die als der älteste deutsche Museumsraum gilt. Die Kammer wurde von August Hermann Francke zu Unterrichtszwecken angelegt und ist heute wieder nach dem originalen Museumskonzept des 18. Jahrhunderts an ihrem historischen Platz in der Mansarde des Historischen Waisenhauses aufgestellt. Auf Anregung der Franckeschen Stiftungen geben mit der für Aschersleben projektierten Ausstellung Studierende der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle - aus der Studienrichtung Keramik und aus der Studienrichtung Bild, Raum, Objekt, Glas - in Nachbauten von zwei Schränken aus der Kunst- und Naturalienkammer ihren zeitgenössischen Kommentar zum Thema. Kunst- und Wunderschränke nimmt deutlich Bezug auch auf den in Aschersleben geborenen Universalgelehrten Adam Olearius (1599 - 1672). Die von ihm angelegte "Gottorfische Kunstkammer" für Schloß Gottorf in Schleswig gilt als Vorgänger der Museen.

Die beiden Schränke werden während der Dauer der Landesgartenschau mit jeweils wechselnden Themen viermal neu eingerichtet: am 24. April, am 1. Juni, am 13. Juli und am 7. September. Die erste Zusammenstellung der Exponate widmet sich dem Thema "Lebensmittel". So lässt zum Beispiel Julia Rückert in Blumentöpfen Zähne wachsen und stellt ihre Objekte unter dem bei Arthur Schnitzler geliehenen Titel "Kein Traum ist völlig Traum" aus. Unter dem Motto "Erinnerungen sind die Lebensmittel für den Geist" versucht sich Lidia Beleninova an der Konservierung von Erinnerungen. Sie zeigt Blechbüchsen, die edikettiert sind mit Aufschriften wie "Der Schnee von Gestern", "Glückliche Zeit" oder auch "Ein Tag zum Vergessen". Katrin Neubert lies sich von den in Formalin eingelegten Tieren und Organen in der Kunst- und Naturalienkammer anregen. "Ich versuche", so Katrin Neubert, "in meinen Gläsern ein Kuriosum der Gegenwart zu konservieren. Telefone sind heutzutage lebensnotwendig und allgegenwärtig. Einige Mitmenschen sind scheinbar regelrecht damit verwachsen und sehen in ihrem Handy eine fast schon natürliche Erweiterung ihrer Sprach- und Kommunikationsorgane." Dem Thema Nahrungsmittel und Skurrilität widmet sich Johannes Fötsch. Mit Glas, Metall, Papier, verschiedenen Glasuren und modellierten keramischen Figuren füllt er Kisten aus Ton und brennt sie. "Nach dem Abkühlen", so Johannes Fötsch, "wurden die Kisten ähnlich einem Ei geknackt. Die so entstandenen Räume zeigten meine modellierten Figuren in skurrilem Ambiente."

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